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Kopenhagen in 4 Tagen: Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps

Kopenhagen ist ein spannendes Ziel für einen Städtetrip in Europa. Die dänische Hauptstadt präsentiert eine reizvolle Mischung aus Geschichte, Kultur, Modernität und Umweltbewusstsein. Ob bei einem Rundgang durch die verschiedenen Stadtteile oder bei einem Ausflug in die umliegende Region Seeland, Kopenhagen bietet einige interessante Stationen für einen mehrtägigen Besuch. In diesem Beitrag stellen wir dir unsere Auswahl an Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps vor, um Kopenhagen in vier Tagen aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.

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Indre By und Christianshavn

Für den ersten Tag deiner Reise nach Kopenhagen empfehlen wir einen Stadtrundgang zu Fuß durch das Zentrum und eine Bootsfahrt im Kopenhagener Hafen. Mit den aufgeführten Stationen bewegst du dich vor allem durch die Stadtteile Indre By („Innenstadt“) und Christianshavn („Christianshafen“). Mit Start- und Endpunkt am zentral gelegenen und mit allen Linien der Kopenhagener Metro erreichbaren Platz Kongens Nytorv („Neuer Königsplatz“) umfasst der Rundgang etwa 13 Kilometer in drei Stunden reiner Gehzeit ohne Pausen. Darüber hinaus solltest du noch zusätzliche Zeit für die Besichtigung einzelner Sehenswürdigkeiten einplanen.

Bevor du den Rundgang durch das Zentrum von Kopenhagen beginnst, kannst du um die Ecke des Kongens Nytorv in The Union Kitchen (Store Strandstræde 21) einkehren. Dort bekommst du kein günstiges und auch kein üppiges, aber dennoch ein sehr gutes Frühstück in stylischem Ambiente. Das Lokal ist sehr gefragt, daher solltest du unbedingt vorab reservieren.

Nyhavn

Direkt neben dem Kongens Nytorv erwartet dich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Kopenhagens: der Nyhavn („Neuer Hafen“). Der 1673 fertiggestellte Stichkanal ist besonders für die ihn auf beiden Seiten säumenden bunten Giebelhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert bekannt. Der frühere Handelshafen gilt mit seinen zahlreichen Restaurants und Bars auch heute noch als beliebtes Vergnügungsviertel in Kopenhagen.

Kopenhagen in 4 Tagen: Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps
Die bunte Häuserzeile von Nyhavn in Kopenhagen

Schloss Amalienborg

Der Amalienborger Schlossplatz (Amalienborg Slotsplads) eröffnet einen Rundumblick auf die prunkvollen Gebäude von Schloss Amalienborg (Amalienborg Slots) und die imposante, auch Marmorkirche genannte, Frederikskirche. Die königliche Stadtresidenz ist ein Ensemble aus den vier nahezu baugleichen Palais Christian VII. (Moltke), Christian VIII. (Levetzau), Frederik VIII. (Brockdorff) und Christian IX. (Schack). In der Mitte des achteckigen Schlossplatzes von Amalienborg steht ein Reiterdenkmal des dänischen Königs Frederik V.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Amalienborger Schlossplatz
Blick über den Amalienborger Schlossplatz auf die Marmorkirche

Frederikskirche (Marmorkirche)

Die Kopenhagener Frederikskirche (Frederiks Kirken, Frederiksgade 4) trägt auch den Namen Marmorkirche (Marmorkirken), da sie auf Wunsch ihres Namensgebers König Frederik V. ursprünglich komplett aus dem edlen Gestein errichtet werden sollte. Aus Kostengründen musste für die Vollendung des Baus schließlich aber doch günstigerer Sandstein reichen. Beeindruckend ist die Gestaltung der Frederikskirche mit ihrer monumentalen Kuppel trotzdem allemal.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Marmorkirche
Die Marmorkirche neben Schloss Amalienborg

Die Kleine Meerjungfrau

Seit 1913 sitzt die Kleine Meerjungfrau (Den Lille Havfrue) auf ihrem Stein im Hafen an der Uferpromenade Langelinie und schaut sehnsüchtig an Land. Die nur 1,25 Meter große Bronzestatue wurde der gleichnamigen Märchenfigur des dänischen Dichters Hans Christian Andersen nachempfunden. Das Kopenhagener Wahrzeichen musste schon einigen Vandalismus ertragen, wurde jedoch immer wieder hergerichtet und ist weiterhin ein überaus beliebtes Fotomotiv.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Die Kleine Meerjungfrau
Die Kleine Meerjungfrau ist in ihrer Einsamkeit von vielen (hier nicht gezeigten) Menschen umringt.

Kastellpark

Das Kastell (Kastellet) von Kopenhagen ist eine Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert. Die fünf Bastionen des Kastells bilden die Form eines fünfeckigen Sterns. Der Park um das Kastell eignet sich für einen gemütlichen Spaziergang auf dem Rückweg von der Langelinie. Auf der Kongens Bastion steht eine Windmühle (Kastelsmøllen) aus dem 19. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Kastellpark
Windmühle im Kastellpark von Kopenhagen

Schloss Rosenborg im Königsgarten

Im 17. Jahrhundert erbaute König Christian IV. Rosenborg als Lustschloss im zentral gelegenen Königsgarten (Kongens Have, Øster Voldgade 4A). Heutzutage ist der Königsgarten für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Das Museum von Schloss Rosenborg beheimatet die Kronjuwelen der dänischen Königsfamilie.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Schloss Rosenborg im Königsgarten
Schloss Rosenborg im Königsgarten

Palmenhaus im Botanischen Garten

Auf einer Fläche von 10 Hektar wachsen im pittoresken Botanischen Garten (Botanisk Have, Gothersgade 128) der Universität von Kopenhagen über 13.000 Pflanzenarten. Ein besonderes Highlight der Gartenanlage ist das historische Palmenhaus aus dem 19. Jahrhundert. Inmitten der tropischen und subtropischen Pflanzenwelt gelangst du über gusseiserne Wendeltreppen auf einen Steg in der Dachkonstruktion des gläsernen Gewächshauses. Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen stehen auf der Website des Botanischen Gartens.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Palmenhaus im Botanischen Garten
Im Palmenhaus des Botanischen Gartens

Runder Turm

Der nächste Stopp unseres Stadtrundgangs durch Indre By führt dich in die Fußgängerzone. Im Runden Turm (Rundetårn, Købmagergade 52A) bringt dich eine über 200 Meter lange, spiralförmig gewundene Rampe auf eine 35 Meter hohe Aussichtsplattform. Dort hast du einen 360-Grad-Ausblick auf das Zentrum von Kopenhagen. Öffnungszeiten und Eintrittspreise kannst du auf der Website des Runden Turms einsehen.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Runder Turm mit Ausblick auf die Fußgängerzone
Aussicht vom Runden Turm auf die Fußgängerzone

Rathaus

Folgst du der Fußgängerzone weiter, kommst du zur Einkaufsstraße Strøget („Strich“), die sich vom Kongens Nytorv bis zum Rathausplatz (Rådhuspladsen) erstreckt. Auf dem belebten Platz ist vor allem das Rathaus (Rådhus) im nationalromantischen Stil sehenswert. Durch seinen knapp 106 Meter hohen Turm mit Aussichtspunkt zählt das Rathaus zu den höchsten Gebäuden Kopenhagens.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Rathaus auf dem Rathausplatz
Das Rathaus im Herzen des Zentrums von Kopenhagen

Tivoli

Mitten in Kopenhagen zwischen Rathaus und Hauptbahnhof liegt der Tivoli (Vesterbrogade 3), einer der ältesten Freizeitparks der Welt. In dem 1843 eröffneten Vergnügungspark erwarten dich zahlreiche Fahrgeschäfte und Live-Attraktionen in nostalgischem Ambiente. Am Abend ist der Tivoli zudem hübsch beleuchtet. Mehr zu den verschiedenen Ticketkategorien und Saisonzeiten steht auf der Tivoli-Website.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Vergnügungspark Tivoli
Im Tivoli: See mit Drachenbooten, Chinesische Pagode und Achterbahn „Daemonen“

Ny Carlsberg Glyptotek

Die Ny Carlsberg Glyptotek (Dantes Plads 7) ist ein von der dänischen Brauereifamilie Carlsberg gestiftetes Museum für Kunst und Bildhauerei. Die Sammlung umfasst über 10.000 Artefakte aus 6.000 Jahren Geschichte. Aus diesem Fundus präsentiert die Glyptoteket antike sowie moderne Skulpturen und Kunstwerke in einem beeindruckend gestalteten Gebäude. Weitere Informationen findest du auf der Website der Ny Carlsberg Glyptotek.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Ny Carlsberg Glyptotek
Die Glyptoteket lädt zu einer Pause im Wintergarten oder im Café ein.

Der Schwarze Diamant

Am Kopenhagener Innenhafen (Inderhavnen) liegen mehrere modern gestaltete Gebäude. Eines davon ist der Schwarze Diamant (Den Sorte Diamant, Søren Kierkegaards Plads 1). In dem assymetrischen Kubus aus schwarzem Granit sitzen die Königliche Bibliothek und das Nationalmuseum für Fotografie. Über die Besuchsmöglichkeiten kannst du dich auf der Website der Dänischen Königlichen Bibliothek informieren.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Der Schwarze Diamant am Innenhafen von Kopenhagen - Königliche Bibliothek und Nationalmuseum für Fotografie
Blick auf den Kopenhagener Innenhafen, links das Dänische Architekturzentrum und der Schwarze Diamant

Schloss Christiansborg

Schloss Christiansborg (Christiansborg Slot, Prins Jørgens Gård 1) wurde in seiner derzeitigen Ausführung erst Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Die Bebauung des historischen Grunds geht allerdings bis ins 12. Jahrhundert zurück. Heute dient Schloss Christiansborg als Sitz des dänisches Parlaments und für den Empfang der Staatsgäste von Königin Margrethe II. Ein Aufzug bringt dich kostenlos zur Aussichtsplattform im Schlossturm, von der du einen tollen Ausblick auf Kopenhagen hast. Mehr erfährst du auf der Website von Schloss Christiansborg.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Schloss Christiansborg mit Aussicht
Schloss Christiansborg in Kopenhagen

Alte Börse

Die Alte Börse (Børsen, Børsgade 1) zählt zu den ältesten Gebäuden Kopenhagens. Dekorative Elemente wie die hübsch verzierte Fassade und der Turm, an dem vier ineinander verschlungene Drachenschwänze in den Himmel ragen, symbolisieren den dänischen Renaissancestil. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals befindet sich einer der Startpunkte für eine Bootsfahrt im Kopenhagener Hafen.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Alte Börse
Die Alte Börse von der Einstiegsstelle des Sightseeingboots am Ved Stranden aus

Bootsfahrt im Kopenhagener Hafen

Am Ved Stranden („Am Strand“) neben dem Gammel Strand („Alter Strand“) liegt einer der beiden Einstiegspunkte für eine klassische Kanaltour mit dem Sightseeingboot im Kopenhager Hafen. Die andere Station ist am Nyhavn. Je nach Wetter und Saison starten die Ausflugsboote alle 20 bis 45 Minuten. Die Tour zeigt dir innerhalb von einer Stunde den Hafen und die Kanäle von Kopenhagen. Die Tickets für die Rundfahrt kannst du entweder am Schalter vor Ort oder vorab online kaufen. Hier findest du ein Angebot für eine einstündige Kanalrundfahrt ab Ved Stranden oder Nyhavn über Get Your Guide *.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Bootsfahrt im Kopenhagener Hafen
Bootsfahrt im Kopenhagener Hafen mit Blick auf Schloss Amalienborg und die Marmorkirche

Vor Frelsers Kirke (Erlöserkirche)

Im Anschluss an die Bootsfahrt setzt sich unser Stadtrundgang von Indre By über den Innenhafen von Kopenhagen und die Klappbrücke Knippelbro nach Christianshavn fort. Dort ist die Vor Frelsers Kirke („Erlöserkirche“, Sankt Annæ Gade 29) mit ihrem Aussichtsturm eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Stadtteils. Um zur Turmspitze zu gelangen, bewältigst du zunächst 400 Stufen im Inneren der Barockkirche und dann weitere 150 Stufen auf der sich um den Kirchturm windenden Außentreppe.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Erlöserkirche Vor Frelsers Kirke mit Aussicht
Der außen begehbare, 90 Meter hohe Kirchturm der Vor Frelsers Kirke

Freistadt Christiania

Die Freistadt Christiania (Fristad Christiania) wurde 1971 auf einem ehemaligen Kasernengelände in Christianshavn gegründet. Die autonome Siedlung ist vor allem für ihre alternative Ausrichtung bekannt. Der lockere Umgang mit Drogen zog allerdings auch schon schwere Konflikte mit kriminellen Banden nach sich. Wir konnten der Atmosphäre in Christiania nicht viel abgewinnen und zogen daher rasch weiter. Vom Haupteingang von Christiania führt die Prinsessegade in das Stadtviertel Holmen, wo das Opernhaus steht. Biegst du vorher in Richtung der Brücke Trangravsbroen ab, kommst du zum Streetfoodmarkt „The Bridge Street Kitchen“.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Freistadt Christiania
Streetart in Christiania

The Bridge Street Kitchen

Ein Besuch des Streetfoodmarkts The Bridge Street Kitchen (Broens Gadekøkken, Strandgade 95) am Grønlandske Handels Plads ist ein schöner Ausklang nach dem Rundgang durch das Zentrum von Kopenhagen. Unter anderem gibt es bei Kejser Sausage schmackhafte Organic Hotdogs und bei Haddock’s leckere Fish & Chips. In Kombination mit einem Bier oder einer Limonade lässt sich hier ein nicht gerade kostengünstiger, aber überaus ansprechender Abend am Kopenhagener Hafen verbringen. Im Sommer stehen viele Sitzgelegenheiten mit Blick auf das Wasser zur Verfügung, im Winter gibt es eine Eislaufbahn. Du gelangst von dort über die Brücke Inderhavnsbroen wieder zum Nyhavn und schließlich zum Kongens Nytorv.

Streetfood in Kopenhagen: Bridge Street Kitchen
Verkaufsstände auf dem Streetfoodmarkt The Bridge Street Kitchen

Frederiksberg und Vesterbro

Am zweiten Tag deines Städtetrips nach Kopenhagen bietet sich ein Rundgang durch die Stadtviertel Frederiksberg und Vesterbro an. Vom Start- und Endpunkt am Kopenhagener Hauptbahnhof beträgt unsere Route etwa acht Kilometer zu Fuß in 1,5 Stunden reiner Gehzeit ohne Pausen. Anstatt über die Vesterbrogade bis zum Værnedamsvej zu gehen, kannst du den ersten Kilometer auch mit dem Bus bis zur Haltestelle Værnedamsvej (Gammel Kongevej) zurücklegen. Welche Sehenswürdigkeiten sich in Frederiksberg und Vesterbro befinden, liest du im Folgenden.

Værnedamsvej

Die kleine Einkaufsstraße Værnedamsvej ist für ihre zahlreichen Cafés, Restaurants, Feinkostläden und Fachgeschäfte bekannt. Zudem ist der Værnedamsvej ein geeigneter Ausgangspunkt für den Rundgang durch Frederiksberg und Vesterbro. Im Les Trois Cochons (Værnedamsvej 10), einem Lokal im Stil eines französischen Bistros, kannst du deinen Tag in Frederiksberg und Vesterbro mit einem entspannten Frühstück starten.

Lokaltipp in Kopenhagen: Bistrot "Les Trois Cochons" im Værnedamsvej | Copyright: Wonderful Copenhagen, Copenhagen Media Center, Photographer: Simon Bang
Les Trois Cochons | Copyright: Wonderful Copenhagen, Copenhagen Media Center, Photographer: Simon Bang

Frederiksberggarten

Biegst du vom Værnedamsvej auf die Frederiksberg Allé ab, geleitet dich diese durch das Villenviertel von Frederiksberg bis zum Frederiksberggarten (Frederiksberg Have). Im Umkreis des Haupteingangs bei der Frederiksberg Runddel liegen einige kleine Ausflugslokale. Im Frederiksberggarten erwartet dich ein grüner Park vor der Kulisse von Schloss Frederiksberg (Frederiksberg Slot).

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Frederiksberggarten in Frederiksberg
Spaziergang durch den frühlingshaften Frederiksgarten

Cisternerne

Der Eingang zum Frederiksberger Museum Cisternerne liegt im Søndermarken Park auf der anderen Seite des Schlosses. Über eine Glaspyramide steigst du in die alten unterirdischen Wasserzisternen hinab. Im Untergrund kannst du saisonal wechselnde Ausstellungen und Kunstinstallationen besuchen. Aktuelle Informationen findest du auf der Website der Cisternerne.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Cisternerne - unterirdisches Wasserzisternensystem mit saisonal wechselnden Ausstellungen in Frderiksberg
„It is not the end of the world“ – in den unterirdischen Gängen der Cisternene in Frederiksberg

Bakkehuset

Das Bakkehuset (Rahbecks Allé 23) ist ein historisches Gebäude in Frederiksberg mit einem Museum für Literatur, Kunst und Kultur des dänischen Goldenen Zeitalters von 1800 bis 1850. Während der Sommersaison serviert die Bakkehuset Orangeriet Snacks und Erfrischungen im idyllischen Garten. Mehr erfährst du auf der Website des Bakkehuset.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Bakkehuset mit Museum und Orangerie in Frederiksberg
Das Bakkehuset gibt einen Einblick in das Goldene Zeitalter von Dänemark.

Kødbyen (Meatpacking District)

Vom beschaulichen Stadtteil Frederiksberg geht es weiter in das frühere Rotlicht- und heutige Szeneviertel Vesterbro. Um die Ecke des Bakkehuset liegt das ehemalige Produktionsgelände der Carlsberg-Brauerei, das in den nächsten Jahren zum neuen, historisch geprägten Stadtviertel Carlsberg City erschlossen wird. Dort nimmst du den Ny Carlsberg Vej durch das Elefantentor bis zum Enghave Plads. Über den Platz gelangst du wiederum auf die belebte Straße Istedgade oder den begrünten Sønder Boulevard.

In Vesterbro lohnt insbesondere der Meatpacking District Kødbyen einen Besuch. Auf dem früheren Schlachtgelände zwischen Sønder Boulevard und Hauptbahnhof beleben heute hippe Restaurants, Bars und Galerien die alten Industriegebäude. Bei Tommi’s Burger Joint Kødbyen (Høkerboderne 21-23) gibt es beispielsweise sehr gute Burger. Ein Besuch des kleinen Lokals ist somit ein passender Ausklang für den Rundgang durch Frederiksberg und Vesterbro. Im Anschluss bringt dich ein kurzer Spaziergang zurück zum Kopenhagener Hauptbahnhof.

Streetfood in Kopenhagen: Lokal im alternativ wiederbelebten, ehemaligen Schlachtviertel Kødbyen (Meatpacking District)
Lokal in Kødbyen im Szeneviertel Vesterbro

Nørrebro und Refshaleøen

Der dritte Tag deiner Städtereise nach Kopenhagen eignet sich für einen Besuch der Trendviertel Nørrebro und Refshaleøen. Für den fünf Kilometer langen Rundgang in Nørrebro solltest du etwa eine Stunde reine Gehzeit ohne Pausen vom Start- und Endpunkt Nørreport einplanen. Im Anschluss kommst du vom Nørreport mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Refshaleøen. Die folgende Zusammenfassung gibt dir eine Übersicht über die Sehenswürdigkeiten in Nørrebro und Refshaleøen.

Torvehallerne

Die Markthallen von Torvehallerne (Frederiksborggade 21) am Nørreport sind ein praktischer Ausgangspunkt für den Rundgang durch Nørrebro. Bevor du mit deiner Erkundungstour durch den Kopenhagener Stadtteil startest, kannst du für ein Frühstück in authentischer Marktatmosphäre beim Stand von Grød Torvehallerne (Hal 2, Stade 8A, Linnésgade 17) vorbeischauen. Dort gibt es köstliches Porridge in verschiedenen Ausführungen.

Streetfood in Kopenhagen: Markthalle Torvehallerne
Die Markthallen von Torvehallerne in Kopenhagen

Søerne

Im Multikultiviertel Nørrebro treffen Szeneleben und Naherholung aufeinander. Vom Nørreport aus kommst du auf dem Weg nach Nørrebro an den Kopenhagener Seen vorbei. Die sogenannten Søerne bestehen aus drei Wasserbecken, die die Innenstadt von den umliegenden Stadtteilen trennen. Die Königin-Louise-Brücke (Dronning Louises Bro) bringt dich zwischen dem Peblinge-See (Peblinge Sø) und dem Sortedams-See (Sortedams Sø) direkt nach Nørrebro auf der gegenüberliegenden Uferseite.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Kopenhagener Seen Søerne
Die an Nørrebro angrenzende Seite der Kopenhagener Seen Søerne

Assistenzfriedhof

Der Assistenzfriedhof (Assistens Kirkegård, Kapelvej 2) ist eine weitere grüne Oase in Nørrebro. Am besten schlenderst du gemütlich die schnurgerade Friedhofsallee entlang und stattest dem Grab von Hans Christian Andersen einen Besuch ab, bevor du den Assistenzfriedhof auf der anderen Seite wieder verlässt.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Assistenzfriedhof in Nørrebro
Die Hauptallee auf dem Assistenzfriedhof

Jægersborggade

In Nørrebro gibt es ein vielfältiges Angebot an hippen Cafés, Restaurants und Geschäften. Ein schönes Beispiel für die gediegene Stimmung in diesem Trendviertel ist die Jægersborggade. Wenn du die Straße durchquert hast, gehst du über die Stefansgade weiter bis zur Nørrebrogade und zurück bis zum Nørreport.

Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Einkaufsstraße Jægersborggade in Nørrebro
Geschäft in der Jægersborggade in Nørrebro

Reffen

Vom Nørreport gibt es verschiedene Möglichkeiten, zur Kopenhagener Halbinsel Refshaleøen zu gelangen. Zum einen kannst du die regelmäßigen Verbindungen mit der Metro bis nach Christianshavn und von dort mit dem Bus nach Refshaleøen nutzen. Mit einem geliehenen Fahrrad benötigst du zum anderen etwa eine Viertelstunde vom Nørreport bis Refshaleøen. Außerdem kannst du vom Hafen mit Hafenbussen nach Refshaleøen übersetzen und auch der Kopenhagener Hop-on-Hop-off-Bus hält dort.

Auf Refshaleøen angekommen, erwartet dich ein Hotspot der Kopenhagener Kreativszene. Auf dem ehemaligen Militärgelände steht die Förderung von Unternehmertum und Nachhaltigkeit im Fokus. Der saisonweise betriebene Bio-Streetfoodmarkt Reffen (Refshalevej 167A) nutzt alte Schiffscontainer als Verkaufsstände für sein variantenreiches Angebot aus aller Welt. Bei Malawa Truck gibt es zum Beispiel köstliche, orientalisch gefüllte Pfannkuchen. In Reffen erlebst du den Inbegriff des dänischen Hygge-Lifestyles und kannst eine entspannte Zeit verbringen. Die Anfahrt lohnt sich bei schönem Wetter definitiv. Im Winter ist Reffen geschlossen.

Streetfood in Kopenhagen: Reffen - saisonal betriebener Bio-Streetfoodmarkt auf Refshaleøen
Bio-Streetfood in Reffen

Mikkeler Baghaven

Direkt neben Reffen liegt der Mikkeler Baghaven (Refshalevej 169B) der Kopenhagener Mikkeler-Brauerei. Ein optimaler Platz, um am Ufer von Refshaleøen die Aussicht auf den Hafen und das Zentrum von Kopenhagen bei einem Bier oder Erfrischungsgetränk aus der vielfältigen Auswahl zu genießen.

Lokaltipp in Kopenhagen: Mikkeler Baghaven auf Refshaleøen
Der Mikkeler Baghaven auf dem ehemaligen Militärgelände Refshaleøen

Seeland

Du möchtest auch das Umland von Kopenhagen erkunden? Dann nutze den vierten Tag deines Aufenthalts in Kopenhagen für einen Ausflug auf die Insel Seeland (Sjælland). In der Region rund um die dänische Hauptstadt erwarten dich kulturelle Sehenswürdigkeiten und die Küste der Dänischen Riviera. Die unten aufgeführten Highlights kannst du mit einem Mietwagen im Laufe eines Tags mit einer reinen Fahrtzeit von etwa drei Stunden für eine Strecke von 200 Kilometern entdecken. Alternativ ist die Anreise zu den einzelnen Stationen mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.

Schloss Frederiksborg

Schloss Frederiksborg (Frederiksborg Slot) in Hillerød auf Seeland erreichst du von Kopenhagen aus in etwa 45 Minuten mit dem Auto. Das im Stile der nordischen Renaissance erbaute Wasserschloss beherbergt heute das Nationalhistorische Museum von Dänemark. Das königliche Schloss ist sowohl von außen als auch von innen äußerst sehenswert. Mehr liest du auf der Website von Schloss Frederiksborg.

Ausflugstipps von Kopenhagen: Schloss Frederiksborg in Hillerød auf Seeland
Das malerische Schloss Frederiksborg

Heatherhill

Als Nächstes geht es an die Dänische Riviera. Die Hügel von Heatherhill bei Vejby gewähren dir eine tolle Aussicht auf die Ostsee und einen kilometerlangen weißen Strand. Danach orientierst du dich weiter an der Küste von Seeland, die dich am Strand von Rågeleje und am Urlaubsort Gilleleje vorbeiführt.

Ausflugstipps von Kopenhagen: Strand und Blick auf die Ostsee in Heatherhill bei Vejby auf Seeland
Heatherhill an der Dänischen Riviera

Schloss Kronborg

Das aus Shakespeares „Hamlet“ bekannte Schloss Kronborg aus dem 16. Jahrhundert liegt in Helsingør auf Seeland. Wir selbst haben uns das königliche Schloss nur von außen angesehen. Wenn du die Anlage von innen besichtigen möchtest, findest du mehr Informationen auf der Website von Schloss Kronborg.

Ausflugstipps von Kopenhagen: Schloss Kronborg in Helsingør auf Seeland
Schloss Kronborg auf Seeland

Louisiana Museum of Modern Art

Das Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk (Gammel Strandvej 13) auf Seeland gilt mit seiner weltberühmten Sammlung als bedeutendstes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Dänemark. Das Louisiana zeigt regelmäßig wechselnde Ausstellungen, besonders sehenswert sind die Lichtinstallationen. Im Außenbereich hast du einen unverbauten Blick auf den Øresund, der Dänemark von Schweden trennt. Weiterführende Informationen und das aktuelle Ausstellungsprogramm erhältst du auf der Website des Louisiana Museum of Modern Art. Nach dem Museumsbesuch gelangst du in 45 Minuten Autofahrt zurück nach Kopenhagen.

Ausflugstipps von Kopenhagen: Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk auf Seeland - Ausblick auf den Øresund
Aussicht vom Garten des Louisiana Museum of Modern Art

Copenhagen Card

Lohnt sich die Copenhagen Card? Wir hatten die Copenhagen Card für 72 Stunden inklusive City Pass für 99 EUR pro Person online vorbestellt und bei unserer Ankunft am Flughafen in Kopenhagen abgeholt. Neben dem Eintritt in zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen im Großraum von Kopenhagen ist auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel mit der Copenhagen Card abgedeckt. Der Flughafentransfer und die einstündige Bootsfahrt im Kopenhagener Hafen sind ebenfalls inbegriffen.

Wir waren insgesamt sehr zufrieden mit dem Angebot. Die Nutzung der Copenhagen Card war für uns unkompliziert und auf jeden Fall vorteilhaft. Ob sich das Angebot auch für dich persönlich lohnt, erfährst du auf der Website der Copenhagen Card.

Ausflugstipps von Kopenhagen: Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk auf Seeland - Lichtinstallation
Lichtinstallation von Pipilotti Rist im Louisiana zum Zeitpunkt unseres Besuchs in Kopenhagen

Fazit

Kopenhagen hat uns nicht mitgerissen, aber dennoch gut gefallen. Wenn dir für deinen Aufenthalt in Kopenhagen vier Tagen zur Verfügung stehen, empfehlen wir Indre By und Christianhavn, Frederiksberg und Vesterbro sowie Nørrebro und Refshaleøen jeweils an einem Tag zu erkunden und noch einen Tagesausflug nach Seeland zu machen.

Ein besonderes Highlight waren für uns die Streetfoodmärkte, die im vergleichsweise teuren Kopenhagen ein kulinarisch ansprechendes Erlebnis in entspannter Umgebung eröffneten. Zudem waren wir davon beeindruckt, dass fast überall – sogar an den kleinen Marktständen – mit Kreditkarte bezahlt werden kann. Daher mussten wir erfreulicherweise gar kein Bargeld wechseln.

Weitere Tipps für deinen Aufenthalt in Kopenhagen und Dänemark kannst du auf den Websites von Visit Copenhagen und Visit Denmark recherchieren.

Du suchst noch einen Mietwagen für deine Reise? Wir buchen gerne Anbieter, bei denen bereits alle Versicherungen enthalten sind. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Sunny Cars *.

Du interessierst dich für weitere Städtetrips? Eine Übersicht mit unseren Artikeln zum Thema Städtereisen findest du hier.

Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen: Blick von Refshaleøen auf den Kopenhagener Innenhafen und das Zentrum von Kopenhagen
Blick vom Mikkeler Baghaven in Refshaleøen auf den Hafen und das Zentrum von Kopenhagen

Reisetipps Kopenhagen und Seeland

Hoteltipp

AC Hotel by Marriott Bella Sky Copenhagen
Center Boulevard 5, 2300 København (Ørestad)
AC Hotel by Marriott Bella Sky Copenhagen auf booking.com *

Dieses Hotel in außergewöhnlichem, modernen Design befindet sich neben dem Kongresszentrum Bella Center in Kopenhagen. Das sehr gute Frühstücksbuffet kostet 180 DKK (~24 EUR) pro Person – rückblickend ein Schnäppchen für Kopenhagener Verhältnisse. Die Metrostation Bella Center der Linie M1 liegt in 500 Meter Entfernung vom Hotel. Vom und zum Flughafen (Lufthavn) ist eine Metroverbindung mit M1 und M2 über Kongens Nytorv vorhanden. Die M1 Richtung Vanløse fährt ab Bella Center 5 Stationen bis zum Kongens Nytorv im Stadtzentrum.

Transport vor Ort

Kopenhagen hat das Ziel, die erste klimaneutrale Hauptstadt der Welt zu werden. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist top ausgebaut und ermöglicht dir die Beförderung zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen. Die zentralen Stadtteile kannst du komplett zu Fuß erkunden.

Für einen Ausflug nach Seeland nimmst du dir am besten einen Mietwagen, wenn du mehrere Stationen an einem Tag besichtigen möchtest. Falls dir etwas mehr Zeit zur Verfügung steht oder du nur ausgewählte Stationen besuchen möchtest, kommst du von Kopenhagen aus auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zu den Sehenswürdigkeiten auf Seeland.

Restauranttipps

Broens Gadekøkken („The Bridge Street Kitchen“)
Strandgade 95, 1401 København (Christianshavn)
Website | Empfehlungen: Kejser Sausage, Haddock’s

Grød Torvehallerne
Hal 2, Stade 8A, Linnésgade 17, 1362 København (Indre By)
Website

Les Trois Cochons
Værnedamsvej 10, 1619 København (Frederiksberg)
Website und Online-Reservierung

Reffen
Refshalevej 167A, 1432 København (Refshaleøen)
Website | Empfehlungen: Malawa Truck, Mikkeler Baghaven

The Union Kitchen
Store Strandstræde 21, 1255 København (Indre By)
Website und Online-Reservierung

Tommi’s Burger Joint Kødbyen
Høkerboderne 21-23, 1712 København (Kødbyen)
Website

Reiseinfos Dänemark

Sprache:Dänisch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober
Währung:Dänische Krone (DKK), 1 DKK (~ 0,13 EUR) = 100 Øre, Stand April 2019; bargeldloses Bezahlen mit Kreditkarte (VISA, Mastercard) ist in Dänemark sehr weit verbreitet
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Hauptverkehrsstraßen gut ausgebaut und in gutem Zustand. Die Straßen in Dänemark sind grundsätzlich mautfrei, einige Brücken (Storebælt, Øresundsbron) sind jedoch gebührenpflichtig. Tempolimit auf Autobahnen 130 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf Landstraßen 80 km/h. Innerorts 50 km/h.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, kein Adapter notwendig, deutsche und österreichische Steckertypen passen in der Regel. Steckertyp F (Schuko) kann Steckdosentyp E allerdings nur nutzen, wenn ein Loch für den mittleren Kontaktstift vorhanden ist.
Trinkgeld Restaurant:In Dänemark ist Trinkgeld in der Gastronomie unüblich. Um sich für guten Service erkenntlich zu zeigen, kann der Betrag aufgerundet werden. Wichtiger ist jedoch, sich angemessen zu bedanken („Tak“).
Trinkgeld Taxi:Trinkgeld im Taxi ist in Dänemark unüblich. Wer zufrieden ist, kann auf den nächsten vollen Euro aufrunden.
Trinkgeld Hotel:Trinkgeld wird in dänischen Hotels nicht vorausgesetzt. Als Anerkennung sind für Gepäckträger 5 DKK pro Gepäckstück und für das Reinigungspersonal 5 DKK pro Tag angemessen. Da das Reinigungspersonal nicht immer dasselbe ist, hinterlässt man das Geld täglich im Zimmer, deutlich als Trinkgeld erkennbar.

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Roadtrip durch die Alpen: 6 Länder in 17 Tagen

Österreich, Slowenien, Italien, Liechtenstein, Deutschland und die Schweiz — alles in einer Reise? Das geht in den Alpen. Gewundene Passstraßen, malerische Seen und natürlich traumhafte Berglandschaften warten auf dich. Auf einem Roadtrip durch die Alpen kannst du alle Facetten dieser wunderbaren Region direkt vor unserer Haustür erkunden. In diesem Beitrag zeigen wir dir die Highlights unserer knapp 3.200 Kilometer langen Route durch Europas größtes Gebirge.

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Kärntner Seen

Unser erster Stopp ist Kärnten. Österreichs südlichstes Bundesland hat über 1.200 Seen. Sie sind Überbleibsel der letzten Eiszeit. Schon bei einer früheren Reise hat uns der bekannte Wörthersee gut gefallen. Daher möchten wir dieses Mal noch ein paar mehr der schönen Gewässer erkunden.

Ossiacher See

Der Ossiacher See liegt nördlich von Villach. Er ist über zehn Kilometer lang und bis zu eineinhalb Kilometer breit. Im Sommer ist er ein ideales Ziel für Wanderer, Radler und Wasserratten. Die Kärntner Seen wärmen sich im Sommer rasch auf und laden zu einem erfrischenden Bad ein. Landschaftlich ist der Ossiacher See ebenfalls sehr schön, lass dir auf keinen Fall den Sonnenuntergang auf einem der Holzstege entgehen!

Sonnenuntergang über dem Ossiacher See

Villach

Mit knap 60.000 Einwohnern ist Villach ein wichtiges Zentrum der Kärntner Seenregion. Die Stadt liegt günstig zwischen mehreren größeren Seen und den Villacher Alpen. Villach hat zudem ein hübsches, kleines Zentrum, durch das sich ein Spaziergang lohnt.

Hauptplatz in Villach

Millstätter See

Der Millstätter See liegt nordwestlich von Villach. Er ist nach dem Wörthersee das zweitgrößte Kärntner Gewässer. Hier empfehlen wir dir einen gemütlichen Spaziergang an der Uferpromenade von Millstatt. Genieße die Alpenpanoramen und schau den Segelbooten zu, wie sie gemächlich über den See gleiten. Wenn du auf der Suche nach Entspannung bist, sind die Kärntner Seen ein ideales Ziel für dich!

Blick über den Millstätter See mit Alpenpanorama

Triglav-Nationalpark

Über den kurvigen Wurzenpass gelangst du von Villach ins slowenische Kranjska Gora. Die Kleinstadt ist einer der Einstiegspunkte in den wunderbaren Triglav-Nationalpark. Mit 2.864 Metern ist der Triglav Sloweniens höchster Gipfel. Am östlichen Ende des Nationalparks liegen die beiden schönen Seen von Bled und Bohinj. Über sie haben wir bereits in unserem Artikel Ein Wochenende in Slowenien: 6 Highlights in 3 Tagen berichtet. Doch auch der westliche Teil hat einiges zu bieten.

Naturreservat Zelenci

Fast im Dreiländereck Slowenien-Italien-Österreich entspringt die Save, Sloweniens längster Fluss. Ihre Quelle ist der kleine See Zelenci westlich von Podkoren. Über einen Holzsteg gelangst du direkt ans glasklare, leuchtend blaue Wasser. Von einem hölzernen Aussichtsturm hast du eine tolle Aussicht über das geschützte Naturreservat.

Zelenci-See mit Bergen im Hintergrund

Vršič-Pass

Auf der anderen Seite des Save-Tals beginnt das Triglav-Massiv. In Kranjska Gora zweigt die einzige Passstraße durch den Nationalpark ab. Auf bis zu 1.611 Meter schrauben sich die Serpentinen des Vršičpasses. Immer wieder tun sich von verschiedenen Haltepunkten tolle Blicke auf die Julischen Alpen auf.

Aussichtspunkt auf dem Vršičpass mit Bergpanorama

Soča-Tal

Am Ende der Passstraße wartet schon das nächste Highlight auf uns. Aus den höheren Lagen der Berge strömt die Soča entlang der Straße. Zunächst nur ein schmaler Gebirgsbach, wird sie in Richtung Tal immer breiter. Die meiste Zeit gleitet sie friedlich dahin. Zwischendurch krönen weiße Stromschnellen das smaragdgrüne Wasser, wenn es sich durch eine Felsscharte zwängt. Etwa 30 Kilometer folgen wir dem wunderschönen Sočatal, bis wir nach Italien abbiegen.

Smaragdgrünes Wasser des Soča-Flusses fließt an einem Felsen vorbei.

Laghi di Fusine

Die erste Begegnung mit Italien auf unserem Roadtrip durch die Alpen ist gleich eine besonders schöne. Kurz hinter der slowenischen Grenze liegen die Laghi di Fusine, auf Deutsch auch Weißenfelser Seen. Am unteren See (Lago inferiore) halten wir nur kurz für die schöne Aussicht. Von hier kannst du optional durch den Wald zum oberen See (Lago superiore) wandern. Um den oberen See führt vom Parkplatz ein etwa zwei Kilometer langer Rundwanderweg. Diesen solltest du aus unserer Sicht unbedingt gehen. Vom gegenüberliegenden Seeufer hast du gigantische Ausblicke auf die Gipfel der Julischen Alpen. Ein wirklich wunderbarer Ort!

Bergpanorama über dem Lago di Fusine superiore

Großglockner

Mit 3.798 Metern Höhe ist der Großglockner Österreichs höchster Berg. Er ist Teil der Glocknergruppe. Diese liegt im Dreiländereck von Kärnten, Osttirol und Salzburg und ist unser nächstes Ziel.

Jungfernsprung-Wasserfall

Wenn du dich dem Großglockner von Süden näherst, kommst du am Jungfernsprung-Wasserfall vorbei. Über 130 Meter stürzt er über eine Felskante in die Tiefe. Vom Parkplatz aus ist der Wasserfall gut sichtbar. Eine kurze Wanderung bringt dich auf Wunsch näher an die Fälle heran.

Der Jungfernsprung-Wasserfall wird von Bergen und Bäumen gerahmt.

Heiligenblut

Zu Füßen des Großglocknermassivs liegt das Bergdorf Heiligenblut. Die markante, vom Gipfel des Großglockners gerahmte Kirche ist ein beliebter Wallfahrtsort. Heiligenblut ist außerdem der Einstieg in die Großglockner-Hochalpenstraße.

Kirche in Heiligenblut mit Bergpanorama im Hintergrund

Großglockner-Hochalpenstraße

Knapp 50 Kilometer schlängelt sich die Großglockner-Hochalpenstraße von Heiligenblut bis Bruck an der Salzach durchs Glocknermassiv. Unterwegs hast du von mehreren Aussichtspunkten fantastische Panoramen über die Gebirgskette. Eine große Plattform mit Parkhaus und Restaurant erreichst du auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Des Kaisers Lieblingsplatz ermöglicht dir schöne Blicke auf den Großglocknergipfel sowie den Pasterzengletscher. Neben der Straße bestehen zudem gute Chancen, Murmeltiere zu sichten.

Blick auf den Großglockner von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Ein weiterer Abzweig der Hochalpenstraße führt über mehrere Serpentinen auf die 2.572 Meter hohe Edelweißspitze. Hier oben verbringen wir bei wunderbaren Rundumblicken die Nacht – ein schönes Erlebnis!

Die Edelweißhütte mit Bergpanorama

Südtirol

Wenn du die Großglockner-Hochalpenstraße wieder nach Süden hinabfährst, gelangst du über die Osttiroler Hauptstadt Lienz nach Italien. Südtirol hat uns schon auf unserem ersten Norditalien-Roadtrip begeistert. Allerdings hatten wir uns damals nur den östlichen Teil der Dolomiten angesehen. Unser Alpen-Roadtrip widmet sich daher diesmal dem Westen der autonomen Provinz.

Pragser Wildsee

Aufgrund seiner leichten Zugänglichkeit hat sich der Pragser Wildsee (Lago di Braies) in den letzten Jahren zu einem ziemlich überlaufenen Instagram-Ziel entwickelt. Das ist schade, eigentlich ist er nämlich sehr schön. Steile Felswände umrahmen das grüne Wasser auf drei Seiten. Ein Spazierweg führt am Ufer entlang und an einer Hütte im See kannst du Ruderboote ausleihen. Abgeschiedene Natur solltest du hier jedoch nicht erwarten.

Blick auf den Pragser Wildsee mit Ruderbooten und Bootshaus

Brixen

Die hübsche Altstadt von Brixen (Bressanone) ist einen Stopp auf jeden Fall wert. Alles ist gut zu Fuß erreichbar und die verwinkelten Gässchen sind hübsch anzusehen.

Der Brixner Domplatz

Plose

Die Plose ist Brixens Hausberg und leicht mit einer Seilbahn erreichbar. Mehrere Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsstufen starten von der Bergstation. Immer im Blick: Die beeindruckenden, gezackten Gipfel der Dolomiten. Eine Übersicht über die Wanderrouten bekommst du auf der Plose-Website.

Dolomitengipfel von der Plose aus gesehen.

Meran

Meran (Merano) ist Südtirols zweitgrößte Stadt und aufgrund seiner Geschichte als Kurort ein beliebtes Urlaubsziel. Auch hier findest du eine schöne Altstadt mit den für Südtirol typischen Bogengängen. Nicht verpassen solltest du den Tappeinerweg. Diese etwa vier Kilometer lange, erhöht im Berghang liegende Promenade hat mehrere Balkone mit toller Aussicht über das Stadtzentrum.

Blick auf die Meraner St.-Nikolauskirche vom Tappeinerweg

Die Gärten von Schloss Trauttmannsdorff

Am östlichen Ende Merans liegt das Schloss Trauttmannsdorf. 80 verschiedene Gartenanlagen verteilen sich über die weitläufigen Berghänge des Schlossparks. Sie sind verschiedenen Themen gewidmet und sehr abwechslungsreich. Wenn du dich für Pflanzen interessierst, kannst du hier leicht einen halben Tag verbringen. Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findest du auf der Website von Schloss Trauttmannsdorf.

Gartenanlagen von Schloss Trauttmannsdorff

Tirol und Allgäu

Das österreichische Tirol und das deutsche Allgäu liegen etwa in der Mitte der Alpen. Beide Regionen sind wunderbare Wandergebiete. Im Grenzgebiet zwischen den Ländern liegt zudem Deutschlands höchster Berg.

Timmelsjoch Hochalpenstraße

Von Meran nach Tirol gelangst du entweder über die Brennerautobahn oder, landschaftlich deutlich interessanter, über das Timmelsjoch. Auf knapp 2.500 Meter Seehöhe führt die gewundene Hochalpenstraße vom Südtiroler Passeiertal ins Tiroler Ötztal. Auch im Juni liegt hier noch reichlich Schnee und weit reicht der Blick auf die umliegenden Gipfel.

Hohe Schneewände neben der Timmelsjoch Hochalpenstraße

Zugspitze

Unser nächstes Ziel heißt Ehrwald. Der kleine Tiroler Ort liegt am Fuße der Zugspitze. Mit 2.962 Metern ist Deutschlands höchster Berg in Österreich eher im guten Mittelfeld unterwegs. Bei einem Spaziergang durch das Dorf genießen wir die wunderbaren Bergpanoramen.

Bergpanorama mit Blumenwiese in Ehrwald

In nur zehn Minuten überwindet die Tiroler Zugspitzbahn den Höhenunterschied bis zum Gipfel. Mit 48 Euro pro Person ist die Berg- und Talfahrt nicht gerade ein Schnäppchen. Dennoch lohnt sich die Auffahrt aus unserer Sicht. Bei schönem Wetter reicht die Aussicht bis in die Schweiz und nach Italien. Auf der Gipfelplattform kannst du außerdem Deutschlands höchsten Grenzübergang überqueren.

Aussicht von der Zugspitze mit Eibsee und Nachbarbergen

Oberstdorf

Knapp 90 Kilometer westlich von Ehrwald liegt Oberstdorf im Allgäu. Der Ort ist ein idealer Ausgangspunkt zur Erkundung der umliegenden Berge, beispielsweise das Nebelhorn oder das Söllereck.

Aussicht auf benachbarte Gipfel vom Nebelhorn

Kleinwalsertal

Von Oberstdorf sind es zudem nur gut zehn Minuten Fahrt ins Kleinwalsertal. Letzteres gehört zwar zum österreichischen Vorarlberg, ist jedoch über Straßen nur aus Deutschland zugänglich. Bis zu Österreichs EU-Beitritt war das Tal ein Zollausschlussgebiet, um die Versorgung der Bevölkerung zu erleichtern. Heute ist Tourismus der Hauptwirtschaftsfaktor. Besonders gut gefallen hat es uns auf der Kanzelwand. Der Wanderweg kreuzt immer wieder die Grenze zwischen Österreich und Deutschland oder führt stellenweise direkt auf ihr entlang.

Wanderweg mit Schnee und Blumenwiese auf der Kanzelwand

Liechtenstein

Ein 25 Kilometer langes und 12 Kilometer breites Land, das du in 30 Minuten mit dem Auto von Nord nach Süd durchqueren kannst? Ein Land, das gerade mal 38.000 Einwohner hat? Das ist Liechtenstein. Seit dem Zerfall des Heiligen Römischen Reiches hat das kleine Fürstentum sich seine Unabhängigkeit bewahrt. Heute ist es in einer Zollunion mit der Schweiz und nutzt den Schweizer Franken als Währung. Wie der große Nachbar ist Liechtenstein ein starker Finanzplatz. Die Hauptstadt Vaduz hat ein paar nette Ecken, für unseren Rundgang brauchen wir aber nur eine gute halbe Stunde.

Regierungsgebäude in Vaduz

Rheinschlucht

Überraschend unbekannt, für uns aber dennoch ein Highlight in den Alpen ist die Rheinschlucht (rätoromanisch Ruinaulta). Sie liegt bei Flims im Kanton Graubünden. Auf 13 Kilometern Länge sackten die Berge hier vor rund 10.000 Jahren bis zu 400 Meter ab und stauten den Rhein auf. Unablässig gräbt sich dieser seither durchs Geröll und hat einen spektakulären Canyon geschaffen. Entlang der Schlucht findest du mehrere Aussichtspunkte, besonders schön ist der Blick von der Plattform Il spir.

Panoramablick über die Rheinschlucht von Il spir

Cauma-See

Der Cauma-See südlich von Flims ist ein weiteres Überbleibsel dieses Felssturzes. Sein fast unwirkliches Blaugrün leuchtet schon von Weitem durch den dichten Nadelwald. Am Nordufer überwindest du mit einem kostenfreien Schrägaufzug die 90 Höhenmeter hinunter zum See. Dort hast du die Möglichkeit, in mehrere Wanderwege rund um den See und die Schlucht einzusteigen.

Der Caumasee, gerahmt von Wald

Nicht fehlen darf bei einem Abstecher in die Schweiz natürlich ein Käsefondue. Auch bei Sommertemperaturen ein Hochgenuss!

Käsefondue im Sonnenlicht

Verzascatal

Einst ein echter Geheimtipp, ist das Verzascatal heute ein Instagram-Hotspot. Das enge Tal mit seinem glasklaren Verzasca-Fluss und den schmalen Steinbrücken ist zwar wunderschön, uns aber deutlich zu voll. Solltest du einen Besuch planen, lege ihn besser auf die Nebensaison.

Kleines Dorf im Verzascatal

Die Oberitalienischen Seen

Wenn du uns schon länger folgst, weißt du bereits, dass wir große Fans der Oberitalienischen Seen sind. Wie in Kärnten hat die letzte Eiszeit auch hier am Südrand der Alpen tiefe Gletscherfurchen hinterlassen. Diese füllten sich nach dem großen Tauen mit Wasser und haben wunderschöne Seen erschaffen.

Lago Maggiore

Vom Tessiner Verzascatal sind es nur noch etwa 20 Kilometer bis zum Lago Maggiore. Er begeistert uns jedes Mal wieder durch seine Weite. Gerade das Nordostufer ist auch noch nicht so überlaufen und entsprechend etwas gemütlicher. Hol dir ein Eis, atme tief durch und schlendere entspannt am Ufer entlang.

Weitblick über den Lago Maggiore

Luganersee

Der Luganer See bildet an mehreren Stellen die Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Je nach Verlauf der Straße wechseln wir also immer mal wieder das Land. Im Vergleich zu seinen Nachbarn ist uns der Luganer See zu verbaut und gefällt uns daher nicht ganz so gut.

Uferbebauung am Luganersee

Comer See

Unser klarer Favorit unter den Oberitalienischen Seen ist der Comer See. Er hat schon bei unserer letzten Reise vor fünf Jahren unser Herz erobert. Daher wollen wir ihn dieses Mal noch besser kennenlernen. Auf einer Tagestour umrunden wir ihn einmal komplett und sind wieder sehr begeistert!

Die Uferpromenade von Bellano am Comer See

Iseosee

Auf dem Weg nach Osten kommst du am Iseosee vorbei. Er ist der viertgrößte See der Region und deutlich weniger touristisch als die anderen. Durch seine Fallwinde ist er insbesondere bei Seglern beliebt.

Blaues Wasser des Iseosees

Brescia

Brescia hat uns überrascht! Wir haben die Stadt eigentlich nur mitgenommen, weil sie ohnehin auf dem Weg zum Gardasee liegt. Ein Stopp in der hübschen Altstadt lohnt sich aber allemal. Sie kannst du gut zu Fuß erkunden.

Piazza della Loggia in Brescia

Gardasee

Der Gardasee ist der wohl bekannteste See der Region und somit leider auch der überlaufenste. Uns gefällt er trotzdem immer wieder gut und er sollte auf einem Roadtrip durch die Alpen nicht fehlen. Im Süden geht der Gardassee in die Po-Ebene über und ist sehr breit. Im Norden hingegen wird er immer schmaler und schroffe Felswände ragen zu beiden Seiten empor. Auch bei ihm lohnt sich eine komplette Umrundung. Von Malcesine gelangst du außerdem mit der Seilbahn auf den über 2.200 Meter hohen Monte Baldo. Von oben hast du eine tolle Weitsicht über den See.

Skaligerkastell in Sirmione

Verona

Die Stadt der berühmten Opernarena. Die Heimat von Romeo und Julia — Verona hat eine lange Geschichte. Auch heute noch ist die Stadt einen Besuch wert. Die alten Stadtmauern, die mächtige Arena oder die quirlige Piazza delle Erbe sind nur ein paar der Highlights. Verona ist etwa 30 Kilometer vom Gardasee entfernt und somit ein schönes Ausflugsziel, wenn du Urlaub am See machst.

Straße in Verona mit Blick auf die Opernarena

Proseccostraße

Die Proseccostraße hat es uns schon auf unserem Norditalien-Roadtrip vor drei Jahren sehr angetan. Da sie diesmal wieder auf dem Weg lag, haben wir sie gleich noch einmal genommen. Rund 90 Kilometer führt dich die Straße zwischen Valdobbiadene und Conegliano durch die Weinberge und gibt immer wieder tolle Aussichten frei. Ein schöner Abschluss, bevor wir nach einer wunderbaren Reise unsere Rückfahrt nach Wien antreten.

Blick über die Weinberge und das kleine Örtchen Guia an der Proseccostraße

Autofahren in den Alpen

Ich persönlich liebe Autofahren in den Bergen! Statt kilometerlanger, schnurgerader Autobahnen hat man hier als Fahrer wenigstens noch was zu tun. Viele Passstraßen in den Alpen sind allerdings steil, eng und kurvig. Wenn du die Wahl hast, such dir also ein kompaktes Auto mit vernünftiger Motorisierung aus.

Du suchst noch einen Mietwagen für deine Reise? Wir buchen gerne Anbieter, bei denen bereits alle Versicherungen enthalten sind. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Sunny Cars *.

Fahren auf den Passstraßen

Bedenke, dass auch im Sommer in den Hochalpen durchaus noch Schnee liegen oder plötzlich fallen kann. Passe dein Tempo also immer den Straßenverhältnissen an und bleibe auf den vorgegebenen Wegen. Viele Passstraßen kehren erst Mitte/Ende Mai, manchmal sogar erst Anfang Juni aus der Wintersperre zurück. Teilweise gelten Nachtsperren. Erkundige dich also vorab, wann die letzte mögliche Einfahrt ist.

Der höchste Punkt der Timmelsjoch Hochalpenstraße

Verkehrsregeln

Sechs verschiedene Länder heißt auch sechs verschiedene Straßenverkehrsordnungen. In Österreich, Slowenien und der Schweiz brauchst du eine Autobahnvignette, in Deutschland nicht. In Italien wird an Mautstationen nach gefahrener Strecke abgerechnet. In Liechtenstein gibt es gar keine Autobahn. Wir haben uns in Slowenien und der Schweiz gegen die Vignette entschieden und sind alles über Landstraßen gefahren.

Genauso verschieden sind die Regeln zu Tempolimits, Promillegrenzen, Abblendlicht am Tag, Warnwestenpflicht und Bußgeldern. Informiere dich also rechtzeitig vor Abfahrt, was wo gilt und ob du alles Nötige dabei hast.

Eine von zahlreichen Autobahnen mit Bergpanoramen bei einem Roadtrip durch die Alpen

Fazit

Ein Roadtrip durch die Alpen ist ein großartiges Erlebnis und hat uns voll überzeugt. Die unglaubliche Vielfalt unseres wunderschönen europäischen Kontinents ist einfach fantastisch! Eine weitere Tour durch den noch fehlenden, westlichen Teil der Alpen haben wir uns jedenfalls schon fest vorgenommen.

Blick auf ein kleines Schloss in Codognè

Reisetipps für einen Roadtrip durch die Alpen

Hoteltipps

Ossiacher See
Wellness Landhaus Parth, Ostriach 10, 9570 Ossiach
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Großglockner
Edelweißhütte, Edelweißspitze, 5672 Fusch an der Großglocknerstraße
www.edelweissspitze.at

Brixen
Hotel Jarolim, Bahnhofplatz 1, 39042 Brixen
Hotel Jarolim auf booking.com *

Meran
Hotel Aster, Dante 40, 39012 Meran
Hotel Aster auf booking.com *

Ehrwald/Zugspitze
Appartements Sonnblick, Alpenhofstraße 20, 6632 Ehrwald
Appartements Sonnblick auf booking.com *

Oberstdorf
Hotel Exquisit, Lorettostraße 20, 87561 Oberstdorf
Hotel Exquisit auf booking.com *

Flims
Hotel Chesa, Promenada 18, 7018 Flims
Hotel Chesa auf booking.com *

Comer See
B&B Il Balcone sul Lago, Via Pissarottino 26, 22034 Brunate
Il Balcone sul Lago auf booking.com *

Gardasee
B&B Corte Godi, 1 Corso Garibaldi, 25017 Lonato del Garda
Corte Godi auf booking.com *

Proseccoviertel
Villa Toderini, Via Roma 4a, 31013 Codognè
Villa Toderini auf booking.com *

Routeninfos

Tag 1: Wien – Ossiacher See
Tagesstrecke: ca. 320 km / 3:35 h (reine Fahrzeit)

Tag 2: Triglav-Nationalpark
Tagesstrecke: ca. 172 km / 3:45 h (reine Fahrzeit)

  • Ossiacher See
  • Villach
  • Wurzenpass
  • Zelenci-Naturreservat
  • Vršič-Pass
  • Soča
  • Laghi di Fusine

Tag 3: Ossiacher See – Großglockner
Tagesstrecke: ca. 175 km / 3:00 h (reine Fahrzeit)

  • Ossiacher See
  • Millstätter See
  • Jungfernsprung-Wasserfall
  • Heiligenblut
  • Großglockner-Hochalpenstraße
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
  • Edelweißspitze

Tag 4: Großglockner – Brixen
Tagesstrecke: ca. 205 km / 3:50 h (reine Fahrzeit)

  • Großglockner-Hochalpenstraße
  • Pragser Wildsee
  • Plose
  • Brixen

Tag 5: Brixen – Meran
Tagesstrecke: ca. 76 km / 1:15 h (reine Fahrzeit)

  • Gärten von Schloss Trauttmannsdorff
  • Meran

Tag 6: Meran – Zugspitze (Ehrwald)
Tagesstrecke: ca. 155 km / 3:00 h (reine Fahrzeit)

  • Timmelsjoch Hochalpenstraße
  • Ehrwald

Tag 7: Zugspitze (Ehrwald) – Oberstdorf
Tagesstrecke: ca. 113 km / 1:30 h (reine Fahrzeit)

  • Tiroler Zugspitzbahn
  • Zugspitzplatt
  • Oberstdorf

Tag 8: Oberstdorf/Kleinwalsertal

  • Kanzelwand, Zwei-Länder-Rundwanderweg

Tag 9: Oberstdorf/Kleinwalsertal

  • Nebelhorn
  • Heuberg
  • Walmendingerhorn

Tag 10: Oberstdorf – Flims
Tagesstrecke: ca. 160 km / 2:50 h (reine Fahrzeit)

  • Söllereck
  • Vaduz/Liechtenstein
  • Flims

Tag 11: Rheinschlucht/Ruinaulta
Tagesstrecke: ca. 24 km / 0:35 h (reine Fahrzeit)

  • Wanderung zum Caumasee und zum Aussichtspunkt Il Spir
  • Panoramafahrt Rheinschlucht

Tag 12: Flims – Comer See
Tagesstrecke: ca. 250 km / 5:30 h (reine Fahrzeit)

  • Verzascatal
  • Lago Maggiore
  • Luganersee
  • Comer See

Tag 13: Umrundung Comer See
Tagesstrecke: ca. 179 km / 4:30 h (reine Fahrzeit)

Tag 14: Comer See – Gardasee
Tagesstrecke: ca. 208 km / 3:55 h (reine Fahrzeit)

  • Iseosee
  • Brescia
  • Lonato del Garda

Tag 15: Umrundung Gardasee
Tagesstrecke: ca. 161 km / 3:10 h (reine Fahrzeit)

Tag 16: Gardasee – Proseccoviertel (Codognè)
Tagesstrecke: ca. 225 km / 3:45 h (reine Fahrzeit)

  • Verona
  • Proseccostraße

Tag 17: Proseccoviertel (Codognè) – Wien
Tagesstrecke: ca. 550 km / 6:10 h (reine Fahrzeit)

Restauranttipps

Ossiacher See
Zum Hexenpfandl, Ostriach 10, 9570 Ossiach, www.parth.at/kulinarik

Großglockner
Edelweißhütte, Edelweißspitze, 5672 Fusch an der Großglocknerstraße, www.edelweissspitze.at

Meran
Pizzeria Mösl, Via Priami 1, 39012 Meran, www.pizzeria-moesl.it

Ehrwald
Restaurant Holzerstub’n, Müllerhofweg 8, 6632 Ehrwald, www.holzerstubn.at

Flims
Restaurant Chesa, Promenada 18, 7018 Flims, www.hotelchesa.ch

Comer See
Locanda del Dolce Basilico, Via Mulattiera per S. Maurizio, 22034 Brunate, www.dolcebasilico.it
Bellavista, Piazza Bonacossa 2, 22034 Brunate, www.bellavistabrunate.com

Gardasee
Trattoria Da Ezio, Vicolo Corobbiolo 2, 25017 Lonato del Garda, Da Ezio auf Tripadvisor

Proseccoviertel
Pizzeria Da Mauro, Via XXX Ottobre, 27, 31013 Codognè, Da Mauro auf Tripadvisor

Reiseinfos Deutschland

Sprache:Deutsch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober
Währung:Euro (EUR), 1 EUR = 100 Cent
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Straßen gut ausgebaut und in gutem Zustand. Keine Maut. Kein generelles Tempolimit auf Autobahnen, auf Schnellstraßen und Landstraßen 100 km/h. Innerorts 50 km/h.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, kein Adapter notwendig.
Trinkgeld Restaurant:Je nach Zufriedenheit ca. 10 %. Das Trinkgeld wird direkt beim Bezahlen zusammen mit dem Rechnungsbetrag als Gesamtsumme beglichen.
Trinkgeld Taxi:Wer zufrieden ist, rundet den Fahrpreis um ca. 10 % auf.
Trinkgeld Hotel:1-2 EUR für Reinigungspersonal und Kofferträger pro Tag bzw. Gepäckstück

Reiseinfos Italien

Sprache:Italienisch, regional auch Deutsch, Ladinisch, Französisch und Slowenisch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober
Währung:Euro (EUR), 1 EUR = 100 Cent
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Hauptverkehrsstraßen gut ausgebaut und in gutem Zustand. Autobahnen mautpflichtig, Abrechnung über Mautstationen. Tempolimit auf Autobahnen 130 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf Landstraßen 90 km/h. Innerorts 50 km/h.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, Adapter selten und nur noch in älteren Gebäuden nötig.
Trinkgeld Restaurant:Trinkgeld ist in Italien bereits in der Rechnung enthalten und somit eher unüblich. Wer mit dem Service sehr zufrieden ist, lässt etwas Wechselgeld auf dem Tisch liegen. Keinesfalls wird das Trinkgeld direkt beim Bezahlen gegeben. Zahlt man mit Kreditkarte, lässt man das Trinkgeld trotzdem in bar liegen.
Trinkgeld Taxi:Trinkgeld im Taxi ist unüblich. Wer zufrieden ist, kann auf den nächsten vollen Euro aufrunden.
Trinkgeld Hotel:Gepäckträger: 1-2 EUR pro Gepäckstück
Reinigungspersonal: ca. 1 EUR pro Tag. Da das Reinigungspersonal nicht immer dasselbe ist, hinterlässt man das Geld täglich im Zimmer, deutlich als Trinkgeld erkennbar.

Reiseinfos Liechtenstein

Sprache:Deutsch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober
Währung:Schweizer Franken (CHF), 1 CHF (~0,95 EUR) = 100 Rappen
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Straßen gut ausgebaut und in gutem Zustand. Keine mautpflichtigen Straßen. Keine Autobahnen. Tempolimit auf Schnellstraßen 100 km/h, auf Landstraßen 80 km/h. Innerorts 50 km/h. Strenge Geschwindigkeitskontrollen mit empfindlichen Strafen.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, Adapter Typ J * für die dicken Schuko-Stecker notwendig. Europäische Flachstecker passen normalerweise ohne Adapter.
Trinkgeld Restaurant:Wenn der Service bereits in der Rechnung inkludiert ist, ist weiteres Trinkgeld optional.
Trinkgeld Taxi:Wer zufrieden ist, rundet den Fahrpreis etwas auf.
Trinkgeld Hotel:1-2 CHF für Reinigungspersonal und Kofferträger pro Tag bzw. Gepäckstück

Reiseinfos Österreich

Sprache:Deutsch, regional auch Kroatisch, Slowenisch und Ungarisch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober
Währung:Euro (EUR), 1 EUR = 100 Cent
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Straßen gut ausgebaut und in gutem Zustand. Vignette für die Autobahn erforderlich. Tempolimit auf Autobahnen 130 km/h, auf Schnellstraßen und Landstraßen 100 km/h. Innerorts 50 km/h.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, kein Adapter notwendig.
Trinkgeld Restaurant:Je nach Zufriedenheit 5-10 %. Das Trinkgeld wird direkt beim Bezahlen zusammen mit dem Rechnungsbetrag als Gesamtsumme beglichen.
Trinkgeld Taxi:Wer zufrieden ist, rundet den Fahrpreis um 5-10 % auf.
Trinkgeld Hotel:1-2 EUR für Reinigungspersonal und Kofferträger pro Tag bzw. Gepäckstück

Reiseinfos Schweiz

Sprache:Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober
Währung:Schweizer Franken (CHF), 1 CHF (~0,95 EUR) = 100 Rappen
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Straßen gut ausgebaut und in gutem Zustand. Vignette für die Autobahn erforderlich. Tempolimit auf Autobahnen 120 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h, auf Landstraßen 80 km/h. Innerorts 50 km/h. Strenge Geschwindigkeitskontrollen mit empfindlichen Strafen.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, Adapter Typ J * für die dicken Schuko-Stecker notwendig. Europäische Flachstecker passen normalerweise ohne Adapter.
Trinkgeld Restaurant:Wenn der Service bereits in der Rechnung inkludiert ist, ist weiteres Trinkgeld optional.
Trinkgeld Taxi:Wer zufrieden ist, rundet den Fahrpreis etwas auf.
Trinkgeld Hotel:1-2 CHF für Reinigungspersonal und Kofferträger pro Tag bzw. Gepäckstück.

Reiseinfos Slowenien

Sprache:Slowenisch, regional auch Italienisch und Ungarisch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober, kein Zeitunterschied zu Deutschland/Österreich.
Währung:Euro (EUR), 1 EUR = 100 Cent
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Hauptverkehrsstraßen gut ausgebaut und in gutem Zustand. Vignette für die Autobahn erforderlich. Tempolimit auf Autobahnen 130 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h, auf Landstraßen 90 km/h. Innerorts 50 km/h.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, kein Adapter notwendig.
Trinkgeld Restaurant:Wenn der Service nicht in der Rechnung inkludiert ist, wird diese je nach Zufriedenheit um 5-10 % aufgerundet.
Trinkgeld Taxi:Wer zufrieden ist, rundet etwas auf.
Trinkgeld Hotel:1 EUR für Reinigungspersonal und Kofferträger pro Tag bzw. Gepäckstück

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Der Durmitor-Nationalpark: Naturhighlight in Montenegro

Schroffe Berge, raue Wildnis — das ist der Durmitor-Nationalpark. Er ist Teil des gleichnamigen Bergmassivs im Norwesten Montenegros und ein absolutes Highlight unseres Roadtrips durch das kleine Balkanland. Auf 2.522 Meter ragt der Bobotov Kuk empor, das macht ihn zu einem der höchsten Berge des Landes. Knapp 50 weitere Gipfel überschreiten die 2.000-Meter-Marke und machen den Durmitor-Nationalpark zu einem perfekten Ziel für Bergfreunde. Unser Ausgangsort für die Erkundung der Region ist die Kleinstadt Žabljak im Osten des Nationalparks. Was du von dort aus unternehmen kannst, stellen wir dir in diesem Artikel vor.

Crno Jezero

Etwa drei Kilometer westlich von Žabljak liegt der Crno Jezero („Schwarzer See“). Vom kleinen Parkplatz sind es gut 600 Meter zu Fuß bis zum Ufer. Dort erwartet dich ein erster atemberaubender Blick auf den smaragdgrünen See und den fast 2.300 Meter hohen Gipfel des Međed.

Blick auf den Crno Jezero und den Međed

Der Crno Jezero besteht aus einem vorderen und einem hinteren Teil, die ein schmaler Seearm verbindet. Im Sommer trocknet dieser meist aus, sodass die beiden Teile dann voneinander getrennt sind. Ein 3,5 Kilometer langer Spazierweg führt um den See herum und eröffnet immer wieder neue Perspektiven.

Felsiges Seeufer am Crno Jezero

Wir waren am späten Nachmittag bei langsam einsetzender Dämmerung dort und sehr begeistert. Das spiegelglatte, tiefgrüne Wasser des Sees erzeugt faszinierende Spiegelungen und eine fast schon mystische Stimmung.

Spiegelung von Bäumen im glatten Seewasser

Gleich beim Parkplatz steht übrigens auch ein Kassenhäuschen. Dort musst du ein Eintrittsticket für den Nationalpark kaufen. Dieses ist allerdings sehr günstig. Eine Tageskarte kostet 3 Euro pro Person und 2 Euro für den Parkplatz — das lohnt sich also auf alle Fälle. Wenn du tiefer oder länger in den Nationalpark hineinwandern möchtest, empfiehlt sich das 3-Tages-Ticket für 6 Euro pro Person.

Abendstimmung im Durmitor-Nationalpark

Durmitor-Ring

Ein Muss in Montenegro ist aus unserer Sicht die Durmitor-Ringstraße. Sie schlängelt sich auf knapp 80 Kilometern ringsum durch den spektakulären Nationalpark und gewährt dir fantastische Panoramen über das Durmitor-Massiv.

Die verschlungene Durmitor-Ringstraße

Insbesondere im Herbst sind die kargen Gipfel ein toller Kontrast zu den vertrockneten, gelben Bergwiesen. Die Ringstraße teilt sich in eine nördliche und eine südliche Hälfte. Der östliche Ausgangspunkt ist Žabljak. Ziemlich genau gegenüber am westlichen Ende zweigt eine Straße nach Plužine ab. Unser Montenegro-Roadtrip führt uns in diese Richtung weiter, daher erkunden wir nur den südlichen Teil des Rings. Dieser alleine ist aber schon mehr als sehenswert!

Berggipfel im Durmitor-Nationalpark

Immer wieder gibt es Haltepunkte mit Bänken, von denen du weite Blicke ins Tal genießt. Die Strecke ist als Panoramastraße 2 („Durmitor-Ring“) gut beschildert.

Holzbank mit Aussicht über den Durmitor-Nationalpark

Manche Halteplätze sind zudem Ausgangspunkt für Wanderwege, die tiefer in den Nationalpark hineinführen. Für die Ringstraße selbst brauchst du kein Nationalpark-Eintrittsticket. Wenn du jedoch in den umliegenden Bergen wandern möchtest, wirst du eventuell von einem Nationalparkranger kontrolliert. Nimm also sicherheitshalber etwas Kleingeld mit, damit du von ihm gegebenenfalls ein Ticket kaufen kannst.

Holzbilderrahmen mit Bergpanorama

Achte außerdem darauf, dass das Wetter im Durmitor-Nationalpark sehr schnell umschlagen kann. Informiere dich also unbedingt vorab über die Wettervorhersage und verlasse die asphaltierte Ringstraße nur mit vernünftiger Wanderausrüstung.

Erster Schnee auf den Bergen

Für den Südring solltest du einschließlich mehrerer Aussichtsstopps etwa eineinhalb bis zwei Stunden Fahrzeit einplanen. Der Nordring ist nicht ganz so gut ausgebaut, die Fahrzeit dort ist also etwas länger. Tankstellen gibt es auf dem ganzen Ring keine, stelle also sicher, dass dein Tank ausreichend gefüllt ist.

Steppenlandschaft vor den Bergen

Östliches Durmitor-Massiv

Der Durmitor-Nationalpark bedeckt zwar den Großteil des Durmitor-Massivs. Jedoch bieten die Ausläufer des Gebirges abseits des Nationalparks ebenfalls ein paar sehenswerte Stopps.

Vražje jezero und Riblje jezero

Neben dem Crno Jezero liegen im Durmitor-Gebirge insgesamt 16 weitere kleinere und größere Gletscherseen verstreut. Sie werden auch die „Augen der Berge“ (Gorske oči) genannt. Zwei schöne Vertreter findest du in der hügeligen Steppe östlich des Durmitor-Nationalparks: Den Vražje jezero (Teufelssee) und den Riblje jezero (Fischsee).

Ausläufer des Riblje jezero

Von hier aus hast du außerdem eine tolle Aussicht auf das Durmitor-Massiv. Die Seen erreichst du über die Panoramastraße 1 („Krone von Montenegro“). Sie führt über 700 Kilometer durch die montenegrinischen Berge und durchquert dabei auch das Durmitormassiv.

Blick über die Steppe auf das Durmitor-Massiv

Die Stećci von Bare Žugića

Stećci sind mittelalterliche Grabsteine und besonders in Montenegro sowie im benachbarten Bosnien und Herzegowina verbreitet. Sie stammen aus dem 11. bis 16. Jahrhundert und markieren ehemalige christliche Friedhöfe. Einige von ihnen verzieren gut erhaltenen Reliefs, andere wiederum sind stark verwittert. Gleich nördlich des Riblje jezero findest du zwei dieser Grabstätten. Ein Stopp lohnt sich, auch wegen der schönen Rundumsicht auf die umgebende Landschaft.

Verwitterte Stecci im Durmitor

Tara-Schlucht

Das nördliche Ende des Durmitor-Nationalparks bildet die Tara-Schlucht. Sie ist nach dem Grand Canyon die zweitgrößte Schlucht der Welt und bis zu 1.300 Meter tief. Etwa zwei Drittel des knapp 80 Kilometer langen Canyons sind Teil des Nationalparks.

Blick auf die Tara-Schlucht von der Đurđevića-Tara-Brücke

Die Schlucht ist über weite Teile schwer zugänglich. Einen schönen Blick hast du von der Đurđevića-Tara-Brücke, die den Canyon in 150 Metern Höhe überspannt. Hier ist auch der Startpunkt für verschiedene Aktivitäten wie Ziplining, Canyoning oder Rafting. Verschiedene Angebote findest du zum Beispiel bei Viator *.

Die 350 Meter lange Đurđevića-Tara-Brücke überquert die Tara-Schlucht

Fazit

Der Durmitor-Nationalpark ist für uns eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Montenegro! Die wilde, raue Natur und die ursprünglichen Berglandschaften haben uns sehr begeistert. Auf unserer Route waren die Straßen durchweg in gutem Zustand und somit für Selbstfahrer gut geeignet. Im Herbst kann es dir allerdings passieren, dass du von einem plötzlichen Wintereinbruch überrascht wirst. Dann kann starker Schneefall die Durmitor-Ringstraße unpassierbar machen. Durch die engen Spitzkehren ist die Route nicht für größere Wohnmobile geeignet. Mit dem Auto ist sie aber ein unvergessliches Erlebnis!

Einen Überblick über weitere lohnenswerte Ziele in Montenegro findest du in unserem Artikel 8 Tage Roadtrip durch Montenegro: Unsere Route.

Mit dem Auto durch den Durmitor-Nationalpark

Reisetipps Durmitor-Nationalpark

Unterkunftstipp

Apartments Peaks
Vojvode Joksima Kneževića BB
84220 Žabljak
Apartments Peaks auf booking.com * 

Kleine, aber gemütliche Gästezimmer im Zentrum von Žabljak mit Parkplatz direkt vorm Haus und gratis WLAN. Frühstück wird nicht angeboten, es gibt aber mehrere Frühstücksmöglichkeiten in Fußnähe.

Transport vor Ort

Aus den größeren Städten fahren unregelmäßig Busse nach Žabljak. Von dort kannst du zu Fuß in den Nationalpark rund um den Crno Jezero wandern. Für die Ringstraße brauchst du allerdings einen fahrbaren Untersatz.

Restauranttipp

Or’O
Njegoševa
84220 Žabljak
https://www.facebook.com/cafferestaurantoro/

Gemütliches Lokal mit montenegrinischer Küche und guter Auswahl für Frühstück und Abendessen.

Reiseinfos Montenegro

Sprache:Montenegrinisch, Serbisch, Bosnisch, Kroatisch, Albanisch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober, kein Zeitunterschied zu Deutschland/Österreich/Schweiz.
Währung:Euro (EUR), 1 EUR = 100 Cent. Der Euro wurde nach der Unabhängigkeit einseitig als Währung übernommen.
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Hauptverkehrsstraßen gut ausgebaut. Berg- und Nebenstraßen oft mit Schlaglöchern und Schwellen. Keine Maut. Keine Autobahnen, Tempolimit auf Schnellstraßen 100 km/h, auf Landstraßen 80 km/h. Innerorts 50 km/h.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, kein Adapter notwendig.
Trinkgeld Restaurant:Sofern nicht bereits in der Rechnung inkludiert je nach Zufriedenheit 5-10 %. Das Trinkgeld wird in bar dem Kellner übergeben oder auf dem Tisch liegengelassen.
Trinkgeld Taxi:Wer zufrieden ist, rundet großzügig auf.
Trinkgeld Hotel:1-2 EUR für Reinigungspersonal und Kofferträger pro Tag bzw. Gepäckstück

* Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf den Link klickst und darüber etwas kaufst/buchst, bekommen wir vom Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht. Wir empfehlen nur Unterkünfte * , Produkte * und Dienstleistungen, die wir selbst ausprobiert und für gut befunden haben.

8 Tage Roadtrip durch Montenegro: Unsere Route

Montenegro, oder Crna Gora in der Landessprache, ist ein kleines Land. Nur 190 Kilometer Luftlinie liegen zwischen den weitesten Grenzpunkten. Gerade einmal 650.000 Menschen leben hier, das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Frankfurt am Main. Montenegro ist auch ein junges Land. Erst 2006 wurde es zum zweiten Mal unabhängig. Montenegro ist außerdem ein sehr schönes Land. Vor allem das Hinterland mit seinen rauen Gebirgslandschaften hat uns begeistert. Bei einem Roadtrip durch Montenegro entdeckst du das Land in all seinen Facetten. In diesem Reisebericht stellen wir dir unsere Route für 8 Tage vor.

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Kloster Ostrog

Nach der Ankunft am Flughafen Podgorica machen wir uns direkt auf den Weg in die Berge. Etwa 70 % des Landes liegen auf über 1.000 Meter Seehöhe, die höchsten Gipfel erreichen über 2.500 Meter.

Blick über Gebirge und Hochebene in Montenegro
Gebirgsblick von unserem Hotel

Kurz hinter Danilovgrad erreichen wir das Kloster Ostrog. Vor über 350 Jahren wurde das Kloster hier in eine nahezu senkrechte Felswand gebaut. Inzwischen ist es eine wichtige Pilgerstätte für katholische und orthodoxe Christen.

Klostergebäude in Ostrog
Klostergebäude in Ostrog

Das Kloster besteht aus einem unteren und einem oberen Teil. Im unteren Kloster leben und arbeiten die Mönche und Pilger finden dort ein Gästezimmer. Traditionell legen die Wallfahrer von hier die letzten drei Kilometer zum oberen Kloster barfuß zurück. Du kannst aber auch mit dem Auto nach oben fahren. Dann gehst du nur noch das letzte kurze Stück zur Felsenkirche zu Fuß.

Felsenkirche in Ostrog
Die Felsenkirche von Ostrog

Die ganze Anlage ist schön gestaltet und vom Klostervorplatz hast du eine weite Panoramasicht über die umliegende Landschaft.

Panoramablick in die umliegende Landschaft
Aussicht über die Bjelopavlićko-Ebene

Tara-Schlucht

Vom Kloster Ostrog sind es gut 120 Kilometer bis zur Tara-Schlucht. Mit 78 Kilometern Länge und bis zu 1.300 Metern Tiefe ist sie nicht nur der längste und tiefste Canyon Europas. Sie gehört sogar zu den größten Schluchten der Welt. Durch ihre steilen Hänge ist sie über weite Strecken nicht oder nur mit mehrtägigen Wanderungen zugänglich. Einen guten Eindruck von den Ausmaßen bekommst du bei der Đurđevića-Tara-Brücke.

Blick in die Tara-Schlucht von der Đurđevića-Tara-Brücke
Blick auf die Tara-Schlucht von der Đurđevića-Tara-Brücke

Die Brücke überspannt die Schlucht auf einer Länge von 350 Metern. Bis zu 150 Meter geht es unter ihr in die Tiefe. Die Fußgängerwege auf der Brücke sind schmal und der Autoverkehr rasant unterwegs. Sei also vorsichtig, wenn du die Brücke zu Fuß überquerst — was sich für die Aussicht auf jeden Fall lohnt!

Đurđevića-Tara-Brücke in Montenegro
Đurđevića-Tara-Brücke

Durmitor-Nationalpark

Für uns das absolute Highlight in Montenegro: der Durmitor-Nationalpark! Unglaublich faszinierende Landschaften und atemberaubende Panoramen hinter jeder Kurve.

Blick auf das Durmitor-Massiv
Blick auf das Durmitor-Massiv

Die beste Ausgangsbasis für den Durmitor-Nationalpark ist die Ortschaft Žabljak. Sie liegt nur wenige Kilometer vom Parkeingang entfernt. Von dort kommst du gut zum Crno Jezero (Schwarzer See). In der Abenddämmerung an seinem Ufer zu spazieren ist ein wunderbares Erlebnis.

Abendstimmung am Crno Jezero
Abendstimmung am Crno Jezero

Absolut umgehauen hat uns am nächsten Tag die Durmitor-Ringstraße. Diese schmale Trasse führt ringförmig mitten durchs Nirgendwo des Nationalparks und eröffnet dir gigantische Perspektiven auf die wilde Gebirgslandschaft. Wir haben uns für die südliche Hälfte des Rings entschieden und wurden nicht enttäuscht. Diesen wunderbaren Flecken Erde stellen wir dir in unserem Beitrag Der Durmitor-Nationalpark: Naturhighlight in Montenegro näher vor.

Schroffe Berglandschaft im Durmitor-Nationalpark
Schroffe Berglandschaft im Durmitor-Nationalpark

Pivsko Jezero

Bei Trsa verlassen wir den Durmitor-Ring und schlängeln uns hinab in die spektakuläre Piva-Schlucht. Tief hat sich der Fluss hier in die Berge gegraben und von der Serpentinenstraße tun sich immer wieder tolle Blicke auf.

Blick auf die Piva-Schlucht mit Herbstlaub
Blick auf die Piva-Schlucht

In der Schlucht wird der Fluss zum Piva-Stausee aufgestaut. Eine Straße führt durch zahlreiche Tunnels und Kurven entlang des Sees. Haltemöglichkeiten gibt es nur wenige. Über das Dörfchen Plužine machen wir uns nun auf den Weg Richtung Meer.

Der langgezogene Pivsko Jezero in der Piva-Schlucht
Der Pivsko Jezero von einem der wenigen Haltepunkte

Herceg Novi

Herceg Novi ist Montenegros westlichste Küstenstadt. Sie liegt am Eingang der Bucht von Kotor, die wir in den nächsten Tagen näher kennenlernen wollen. Am Abend schlendern wir zu Fuß durch die hübsche, über mehrere Terrassen verteilte Altstadt und sind sehr angetan.

Altstadt von Herceg Novi mit Uhrturm
Die Altstadt von Herceg Novi mit Uhrturm

Die langgezogene untere Stadt kannst du entlang der Strände über die drei Kilometer lange Uferpromenade Pet Danica entdecken. Während unseres Aufenthalts war jedoch starker Wellengang, weshalb wir darauf aus Sicherheitsgründen verzichtet haben.

Kirchenvorplatz in Herceg Novi
Kirchenvorplatz in Herceg Novi

Bucht von Kotor

Die Bucht von Kotor gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Montenegro. Fjordartig hat sich das Mittelmeer hier seinen Weg fast 30 Kilometer ins Landesinnere gebahnt. Ringsum ragen die Berge bis zu 1.000 Meter in die Höhe und machen die Bucht zu einem perfekten Naturhafen. Daher war sie schon früh besiedelt und wurde zu einem wichtigen Handelszentrum der Antike.

Kotor

Zentraler Ankerpunkt der Handelsflotten war Kotor. Die Stadt wurde so wichtig und einflussreich, dass sie im 15. Jahrhundert sogar kurzzeitig eine eigenständige Republik war.

Uhrturm von Kotor
Der Uhrturm von Kotor

Stark erweitert wurde der Hafen unter österreichischer Herrschaft im frühen 19. Jahrhundert. Heute legen vor allem Kreuzfahrtschiffe hier an, um Kotors schöne Altstadt zu besuchen.

Altstadt von Kotor, Montenegro
Die Altstadt von Kotor

Perast

Am Nordende der Bucht gelangst du in das ehemalige Fischerdorf Perast. Im Gegensatz zum lebhaften Kotor geht es hier eher beschaulich zu. Hier lohnt sich ein Bummel durch die Altstadt mit der schönen Kirche.

Blick auf die Uferpromenade von Perast
Die schöne Uferpromenade von Perast

Vorgelagert in der Bucht liegen die Inseln Sveti Đorđe und Gospa od Škrpjela. Bei schönem Wetter kannst du mit Wassertaxis übersetzen und die beiden Kirchen sowie den Friedhof besichtigen.

Blick auf Sveti Đorđe und Gospa od Škrpjela
Blick auf Sveti Đorđe und Gospa od Škrpjela

Muo, Prčanj und Stoliv

Folgst du der Küstenstraße von Kotor in die andere Richtung, kommst du durch mehrere kleine Ortschaften. Sie sind gemütlicher und ursprünglicher als die touristisch gut erschlossenen Nachbarn. Unsere Unterkunft befindet sich in Prčanj. Gerade jetzt in der Nebensaison ein eher verschlafenes Nest und perfekt zum Entspannen.

Morgendliche Aussicht auf die Bucht von Kotor
Morgendliche Aussicht über die Bucht von Kotor aus unserem Zimmer

Lovćen-Nationalpark

Der Lovćen-Nationalpark liegt in den Bergen östlich der Bucht von Kotor. Du erreichst ihn von Kotor über einen Bergpass mit 25 engen Serpentinen. Auf dem Weg in den Nationalpark passierst du die „Schinkenstadt“ Njeguši. An jedem zweiten Haus hängt ein Schild, das frischen, selbstgeräucherten Schinken anpreist. Wenn du also gerne direkt beim Erzeuger probierst und kaufst, bist du hier richtig.

Njeguši im Lovćen-Nationalpark
Njeguši im Lovćen-Nationalpark

Schließlich erreichen wir eine eher skurrile Sehenswürdigkeit: Das Mausoleum des Fürstbischofs Petar II. Petrović Njegoš. Es thront auf dem Gipfel des Jezerski Vrh und ist über unzählige Stufen mitten durch den Berg erreichbar.

Mausoleum des Fürstbischofs Petar II. Petrović Njegoš
Der Weg zum Mausoleum führ über einen schmalen Bergkamm.

In dem Gebäude fühlen wir uns eher wie in einem ägyptischen Tempel. Wir warten nur darauf, dass gleich irgendwo Indiana Jones aus der Ecke springt. Die Aussicht von der Panoramaplattform bleibt uns durch die dichten Wolken verwehrt.

Statuen im Mausoleum
Innenhof des Mausoleums

Umso mehr belohnt werden wir bei der Rückfahrt Richtung Prčanj. Kurz bevor wir die Serpentinenstraße erreichen, reißt der Himmel auf und wir genießen spektakuläre Blicke über die Bucht von Kotor.

Panoramablick über die Bucht von Kotor
Panoramablick über die Bucht von Kotor

Montenegros Adriaküste

Durch Montenegros gebirgige Landschaften trifft das Meer hauptsächlich auf schroffe Steilküsten. In den zahlreichen Buchten findest du immer wieder kleine Sand- oder Kiesstrände, die jedoch oft schwer zugänglich sind. Eine der längsten Bademöglichkeiten ist der Jaz Beach westlich von Budva. Neben den Stränden gibt es entlang der Küste einige Städte zu entdecken.

Jaz Beach
Jaz Beach

Budva

Budva ist einer der bekanntesten Urlaubsorte an der montenegrinischen Adria. Das äußert sich vor allem darin, dass die neueren Teile der Stadt mit mehr oder weniger schönen Bettenburgen zugebaut wurden. Es gibt noch eine kleine Altstadt mit Stadtstrand. Diese kann aber aus unserer Sicht nicht mit Kotor mithalten.

Altstadtstrand mit Festung in Budva, Montenegro
Der Altstadtstrand von Budva

Sveti Stefan

Die Insel Sveti Stefan beherbergte schon seit dem 15. Jahrhundert ein Fischerdörfchen. Dessen Einwohnerzahl schrumpfte durch Wegzug immer weiter. In den 1950er-Jahren beschloss die jugoslawische Regierung daher, das Eiland in ein Luxusresort umzuwandeln. Somit ist die Insel leider nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Aber auch von außen ist sie sehr hübsch anzusehen.

Blick auf Sveti Stefan
Blick auf Sveti Stefan

Einen schönen Blick über den Küstenabschnitt und Sveti Stefan hast du vom Vorplatz der St.-Sava-Kirche. Diese thront hoch über der Küste in der kleinen Ortschaft Đenaši.

Panoramasicht auf Sveti Stefan von der St.-Sava-Kirche
Aussicht von der St.-Sava-Kirche

Petrovac na Moru

Petrovac na Moru ist durch seinen 600 Meter langen Sandstrand ein beliebter Urlaubsort und nicht ganz so trubelig wie seine Nachbarn. Im Sommer ist es sicher sehr nett, wenn die Hafenpromenade etwas belebter ist. Ansonsten ist die Stadt jedoch aus unserer Sicht nicht wirklich sehenswert.

Uferpromenade in Petrovac na Moru
Die Uferpromenade von Petrovac na Moru

Stari Bar

Ganz anders verhält es sich bei Stari Bar, hier sind wir sehr beeindruckt. Die Ruinenstadt liegt etwa 20 Minuten von der Küste entfernt im Hinterland.

Blick auf die Ruinenstadt Stari Bar
Die Ruinenstadt Stari Bar vor dem Rumija-Gebirge

Sie wurde schon zu Römerzeiten gegründet und war danach durchgängig besiedelt. Erst 1979 zerstörte ein Erdbeben die Altstadt fast vollständig. Daraufhin gaben die Bewohner die alte Bausubstanz auf und gründeten direkt an der Küste das heutige Bar.

Kirche mit Orangenbaum in Stari Bar
Restaurierte Kirche in Stari Bar

Seit Kurzem gibt es Bestrebungen, die Altstadt zu restaurieren und erste Gebäude sind bereits wieder aufgebaut. Bei einem Spaziergang durch die überwucherten Ruinen tauchst du in die Geschichte dieses faszinierenden Ortes ein.

Ruine in Stari Bar
Der alte Prinzessinenpalast von Stari Bar

Ulcinj

Unser letzter Stopp an der Küste ist Ulcinj, die letzte größere Stadt vor der albanischen Grenze im Südosten. In der Gemeinde leben überwiegend Albaner, weswegen Albanisch hier offizielle Zweitsprache ist. Hauptreligion ist der Islam, da dieser Teil Montenegros früher Teil des Osmanischen Reichs war.

Altsadt von Ulcinj
Altstadtgässchen in Ulcinj

Die hübsche, verwinkelte Altstadt liegt vorgelagert auf einer Anhöhe im Meer. Einen schönen Blick darauf hast du vom Stadtstrand Mala Plaža. Von hier machen wir uns auf den Weg nach Virpazar am Skutarisee.

Blick auf Ulcinj vom Strand Mala Plaža
Blick auf Ulcinj vom Strand Mala Plaža

Skutarisee

Der Skutarisee ist der größte See der Balkanhalbinsel. Etwa zwei Drittel der Fläche liegen in Montenegro, der Rest gehört zu Albanien. Sein westliches Ende ist stark verästelt und seit den 1980er-Jahren ein Nationalpark.

Bootsanleger am Skutarisee
Bootsanleger am Skutarisee

Von den kleinen Städtchen Virpazar und Rijeka Crnojevića fahren Ausflugsboote in die Seenlandschaft. Achtung: Gleich beim Ortseingang werden dich ein paar Anbieter abfangen. Diese solltest du nicht nehmen, da deren Touren meist überteuert und sehr oberflächlich sind. Schau dich also genau um und vergleiche!

Uferpromenade in Rijeka Crnojevića
Uferpromenade in Rijeka Crnojevića

Sehr empfehlenswert ist aus unserer Sicht eine Fahrt über die Panoramastraße von Rijeka Crnojevića nach Virpazar. Von ihr hast du immer wieder fantastische Ausblicke auf den See.

Aussicht von der Panoramastraße am Skutarisee
Aussicht von der Panoramastraße

Besonders gut hat uns der Aussichtspunkt Pavlova Strana gefallen. Hier schlängelt sich ein schmaler Seitenarm des Skutarisees durchs Gebirge. Insbesondere zusammen mit dem bunten Herbstlaub ein wunderbarer Anblick.

Blick vom Aussichtspunkt Pavlova Strana
Aussichtspunkt Pavlova Strana

Podgorica

Montenegros kleine Hauptstadt ist sicherlich nicht das touristische Highlight des Landes. Für einen Stadtrundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten kommst du mit eineinhalb bis zwei Stunden gut aus. Im Rahmen einer Dienstreise habe ich darüber vor ein paar Jahren schon einmal in unserem Reisebericht Ein Spaziergang durch Podgorica geschrieben.

Die Auferstehungskathedrale in Podgorica, Montenegro
Die Auferstehungskirche in Podgorica

Tipps für einen Roadtrip durch Montenegro

Entgegen vieler vorab gelesener Berichte fanden wir das Autofahren in Montenegro recht stressfrei. In den letzten Jahren wurde viel investiert und die meisten Hauptverkehrsstraßen sind in einem guten Zustand. Auf Nebenrouten und Bergstraßen solltest du vorausschauend fahren, da immer mal wieder größere Schlaglöcher oder Schwellen aus dem Nichts auftauchen. Die einzige Autobahn des Landes ist seit Jahren im Bau. Ob und wann sie fertig wird, weiß man nicht genau.

Du suchst noch einen Mietwagen für deine Reise? Wir buchen gerne Anbieter, bei denen bereits alle Versicherungen enthalten sind. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Sunny Cars *.

Maut

In Montenegro gibt es keine Maut. Nur die Benutzung des Sozina-Tunnels ist kostenpflichtig, mit 2,50 EUR allerdings günstig. Der vier Kilometer lange Tunnel verbindet die Küste auf dem kürzesten Weg mit der Hauptstadt und spart einige Fahrzeit.

Tempolimits

Folgende Höchstgeschwindigkeiten gelten für Pkw in Montenegro:

  • innerorts: 50 km/h
  • außerorts: 80 km/h
  • Schnellstraße: 100 km/h

Diese Begrenzungen solltest du auch tunlichst einhalten, da gerne und viel geblitzt wird. Wenn der Gegenverkehr plötzlich kräftig aufblendet, empfehlen wir eine Geschwindigkeitsreduzierung vor der nächsten Kurve.

Zu beachten

Es gilt ganztägig Lichtpflicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,3. Von 15. November bis 31. März sind Winterreifen vorgeschrieben. Beim Überholen musst du während des gesamten Überholvorgangs blinken.

Roadtrip durch Montenegro - mit dem Auto im Durmitor-Nationalpark
Mit dem Mietwagen durch den Durmitor-Nationalpark

Essen und Trinken in Montenegro

Trotz seiner kleinen Größe ist das kulinarische Angebot in Montenegro groß. Deftige, fleischlastige Küche im Hinterland gehört genauso dazu wie leichte Fischgerichte und Meeresfrüchte an der Küste. Die Qualität der Produkte haben wir als durchweg hoch wahrgenommen. Fast immer dabei ist Blitva, ein Erdäpfel-Mangold-Gemüse mit ordentlich Knoblauch. Nachdem das Land lange unter venezianischer Herrschaft stand, sind auch Nudelgerichte weit verbreitet. Eine montenegrische Spezialität findest du beim Frühstück: Priganice. Diese frittierten Hefeteigbällchen werden mit Ziegenkäse oder Honig serviert und schmecken einfach fantastisch — unbedingt probieren!

Priganice mit Honig und Ziegenkäse
Köstliche Priganice mit Aussicht

Bei den Getränken gibt es ebenfalls lokale Spezialitäten. Biertrinker werden beim Nikšićko pivo fündig, der Einfachheit halber oft „Nik“ genannt. Außerdem gibt es mit dem Vranac eine einheimische Rebsorte. Sie wird zu einem dunkelroten, fast schwarzen Rotwein verarbeitet. Zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit geht Rakija, ein Grappa-artiger Traubenschnaps. Diesen produzieren die Montenegriner am liebsten selbst und bieten ihn gerne an. In einer Unterkunft wurde er uns sogar schon zum Frühstück serviert.

Rakijagläschen
Typische Rakija-Gläschen

Fazit

Ein Roadtrip durch Montenegro lohnt sich! Der Kontrast aus Hochgebirge und Küste auf so kleinem Raum ist eine einzigartige Kombination. Leider hat Montenegro ein ziemliches Müllproblem. Häufig liegt Unrat neben den Straßen und illegale Deponien sind keine Seltenheit. Erst kürzlich hat die Regierung jedoch eine nationale Strategie zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 vorgestellt. Somit bleibt zu hoffen, dass sich dieses wunderschöne Land seinen Besuchern schon bald wieder ursprünglicher präsentiert. Potenzial ist jedenfalls reichlich da. Die Leute haben wir als durchweg gastfreundlich und hilfsbereit erlebt. Das Preis-Leistungsverhältnis bei Unterkünften und Restaurants stimmt auch. Wieder einmal hat uns der Balkan überrascht und begeistert!

Du interessierst dich für weitere Roadtrips? Mehr Routen findest du hier.

Reisetipps Montenegro

Hoteltipps

Danilovgrad/Kloster Ostrog
Hotel Sokoline, Sokoline bb, Ostrog, 81410 Danilovgrad
Hotel Sokoline auf booking.com *

Žabljak
Apartments Peaks, Vojvode Joksima Kneževića BB, 84220 Žabljak
Apartments Peaks auf booking.com *

Herceg Novi
Hotel Perla, Šetalište 5 Danica 98, 85340 Herceg Novi
Hotel Perla auf booking.com *

Prčanj/Kotor
Villa Old Mariner, Prčanj 136, 85330 Kotor
Villa Old Mariner auf booking.com *

Virpazar
Ethno Lodge AB, Boljevici, 81305 Virpazar
Ethno Lodge AB auf booking.com *

Routeninfos

Tag 1: Podgorica – Ostrog (inkl. Anreise)

Tagesstrecke: ca. 47 km / 0:55 h (reine Fahrzeit)

Der internationale Flughafen Aerodrom Podgorica-Golubovci liegt 10 Kilometer außerhalb von Podgorica. Es gibt keine öffentliche Verkehrsanbindung, das Stadtzentrum von Podgorica ist mit dem Taxi oder einem vorgebuchten Transfer erreichbar. Darüber hinaus ist am Flughafen eine Mietwagenübernahme bei den geläufigen Autovermietungen möglich. Eine Übersicht findest du bei Sunny Cars * .

  • Flughafen Podgorica – Ostrog: ca. 47 km / 0:55 h

Tag 2: Ostrog – Tara-Schlucht Durmitor Žabljak

Tagesstrecke: ca. 142 km / 3:15 h (reine Fahrzeit)

  • Ostrog – Vrazje Jezero: ca. 90 km / 1:45 h
  • Vrazje Jezero – Tara-Schlucht: ca. 24 km / 0:35 h
  • Tara-Schlucht – Durmitor (Crno Jezero): ca. 25 km / 0:35 h
  • Durmitor (Crno Jezero) – Žabljak: ca. 3 km / 0:10 h

Tag 3: Žabljak – Durmitor-Ring – Pivsko Jezero – Herceg Novi

Tagesstrecke: ca. 191 km / 3:45 h (reine Fahrzeit)

  • Žabljak – Pivsko Jezero: ca. 45 km / 1:20 h – über südlichen Durmitor-Ring
  • Pivsko Jezero – Herceg Novi: ca. 146 km / 2:25 h

Tag 4: Herceg Novi – Perast – Kotor – Prčanj

Tagesstrecke: ca. 57 km / 1:30 h (reine Fahrzeit)

  • Herceg Novi – Perast: ca. 38 km / 0:55 h
  • Perast – Kotor: ca. 13 km / 0:20 h
  • Kotor – Prčanj: ca. 6 km / 0:15 h

Tag 5: Prčanj – Lovcen Prčanj

Tagesstrecke: ca. 108 km / 3:10 h (reine Fahrzeit)

  • Prčanj – Panoramastraße Kotor – Njeguši: ca. 29 km / 0:55 h
  • Njeguši – Cetinje – Njegoš-Mausoleum: ca. 40 km / 1:05 h
  • Njegoš-Mausoleum – Prčanj: ca. 39 km / 1:10 h

Tag 6: Kotor – Adriaküste – Virpazar

Tagesstrecke: ca. 160 km / 4:10 h

  • Prčanj – Budva: ca. 29 km / 0:50 h
  • Budva – Sveti Stefan: ca. 10 km / 0:20 h
  • Sveti Stefan – St.-Sava-Kapelle: ca. 6 km / 0:15 h
  • St.-Sava-Kapelle – Petrovac na moru: ca. 11 km / 0:20 h
  • Petrovac na moru – Stari Bar: ca. 26 km / 0:40 h
  • Stari Bar – Ulcinj: ca. 26 km / 0:35 h
  • Ulcinj – Virpazar: ca. 52 km / 1:10 h

Tag 7: Skutarisee und Podgorica

Tagesstrecke: ca. 95 km / 2:40 h

  • Virpazar – Tvrđava/Fort Lesendro: ca. 8 km / 0:15 h
  • Tvrđava/Fort Lesendro – Podgorica: ca. 26 km / 0:30 h
  • Stadtrundgang Podgorica: ca. 2,5 km / 0:30 h
  • Podgorica – Pavlova-Strana-Aussichtspunkt: ca. 23 km / 0:30 h
  • Pavlova-Strana-Aussichtspunkt – Rijeka Crnojevića: ca. 4 km / 0:05 h
  • Rijeka Crnojevića – Virpazar: ca. 34 km / 1:15 h

Tag 8: Abreise

Tagesstrecke: ca. 24 km / 0:25 h (reine Fahrzeit)

  • Virpazar – Podgorica Flughafen: ca. 24 km / 0:25 h

Restauranttipps

Danilovgrad
Hotel Sokoline Restaurant, Sokoline bb, Ostrog
https://hotel-sokoline.me/eng/sadrzaji/

Žabljak
Or’O, Njegoševa
https://www.facebook.com/cafferestaurantoro/

Herceg Novi
Konoba Feral, 4 Vasa Ćukovića
http://www.konobaferal.com/#/tavern

Prčanj/Kotor
Konoba Vila Marija Prcanj, Prčanj 148
https://konoba-vila-marija-prcanj.business.site

Bokeski Gusti, Jadranska magistrala, Prčanj
www.tripadvisor.de

Reiseinfos Montenegro

Sprache:Montenegrinisch, Serbisch, Bosnisch, Kroatisch, Albanisch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober, kein Zeitunterschied zu Deutschland/Österreich/Schweiz.
Währung:Euro (EUR), 1 EUR = 100 Cent. Der Euro wurde nach der Unabhängigkeit einseitig als Währung übernommen.
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Hauptverkehrsstraßen gut ausgebaut. Berg- und Nebenstraßen oft mit Schlaglöchern und Schwellen. Keine Maut. Keine Autobahnen, Tempolimit auf Schnellstraßen 100 km/h, auf Landstraßen 80 km/h. Innerorts 50 km/h.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, kein Adapter notwendig.
Trinkgeld Restaurant:Sofern nicht bereits in der Rechnung inkludiert je nach Zufriedenheit 5-10 %. Das Trinkgeld wird in bar dem Kellner übergeben oder auf dem Tisch liegengelassen.
Trinkgeld Taxi:Wer zufrieden ist, rundet großzügig auf.
Trinkgeld Hotel:1-2 EUR für Reinigungspersonal und Kofferträger pro Tag bzw. Gepäckstück

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Roadtrip durch Andalusien: 7 Tage in Südspanien

Andalusien ist ein vielfältiges und kontrastreiches Reiseziel. Am Meer liegen mondäne Städte, im Landesinneren prunkvolle Bauwerke und malerische Bergdörfer. Die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada treffen auf tropische Palmen an der Küste. Das kulturelle Erbe aus der Zeit unter maurischer Herrschaft vom 8. bis ins 15. Jahrhundert ist genauso sehenswert wie die ursprünglichen Landschaften der spanischen Region. Bei einem Roadtrip durch Andalusien kannst du einiges erleben. In diesem Reisebericht stellen wir dir unsere Route für sieben Tage in Südspanien vor.

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Málaga

Málaga ist ein optimaler Ausgangspunkt für einen Roadtrip durch Andalusien. Das neuere Stadtbild ist von charmelosen Hochhäusern geprägt. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt erwarten dich jedoch schöne Straßen, Plätze und Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. In der Calle Marqués de Larios befinden sich viele Geschäfte, Galerien, Tapas-Bars und Cafés. Die Haupteinkaufsstraße von Málaga führt bis zur Plaza de la Constitución im historischen Zentrum. Darüber hinaus sind die Kathedrale von Málaga und die Markthalle des Mercado Atarazanas einen Abstecher wert.

Über allem wacht die maurische Alcazaba von Málaga. Am Fuße des Hügels Gibralfaro liegt neben einem römischen Theater der Eingang zur Zitadelle. Die für ein geringes Entgelt zu besichtigende Festungsanlage aus dem 11. Jahrhundert ist mit Blumen, Kakteen und Springbrunnen geschmückt. Der Aufstieg beinhaltet einige Ausblicke auf die Stadt und den Hafen. Im Anschluss bietet sich ein Spaziergang auf der Parkstraße Paseo del Parque und auf der Hafenpromenade Paseo del Muelle Uno an.

Im Mesón de Cervantes (Calle Alamos, 11) kannst du einen authentischen Abend mit hervorragenden Tapas und gutem spanischem Wein verbringen. Da es sich hierbei um eine beliebte Tapas-Bar in Málaga handelt, solltest du am Wochenende unbedingt vorab reservieren.

Die Alcazaba von Málaga
Die Alcazaba von Málaga

Antequera

Antequera liegt im Herzen Andalusiens. Auf dem Weg von Málaga befindet sich etwa 16 Kilometer südlich von Antequera der Naturpark El Torcal. In der eindrucksvollen Landschaft kannst du außergewöhnliche Karstformationen besichtigen. Über den Parkplatz beim Besucherzentrum (Calle el Torcal de Antequera, 70-75) gelangst du zum Aussichtspunkt Mirador De Las Ventillas. Für den leichten Rundwanderweg „Ruta Verde“ benötigst du etwa 45 Minuten.

In Antequera selbst empfängt dich der Mirador de las Almenillas (Calle Rastro, 32) mit einem tollen Panorama über die weiße Stadt. Von dort kommst du durch den Arco de los Gigantes auf die idyllische Plaza de los Escribanos. An diese schließt die Plaza de Santa Maria mit gleichnamiger Renaissancekirche an, über der die maurische Alcazaba von Antequera thront.

Malerischer Ausblick von der Plaza de Santa Maria in Antequera, Andalusien
Auf der Plaza de Santa Maria in Antequera

Ronda

Aufgrund seiner spektakulären Lage zieht Ronda zahlreiche Besucher an. Die andalusische Stadt sitzt auf den steilen Felswänden der über 100 Meter tiefen Schlucht El Tajo, durch die der Río Guadalevin fließt. Bei der Plaza España spannt sich die Brücke Puente Nuevo über den Abgrund. Vom Mirador de Ronda am Paseo Blas Infante, Mirador de Aldehuela am Palacio de Congresos und Mirador de Cuenca in den Jardines de Cuenca kannst du die Schlucht aus weiteren Perspektiven betrachten. In der Altstadt findest du eine interessante stilistische Kombination aus Renaissancepalästen, Kirchen und Moscheen.

Blick auf die Puente Nuevo in Ronda, Andalusien
Die Puente Nuevo in Ronda

Marbella

Marbella ist eine andalusische Küstenstadt an der Costa del Sol. Kilometerweit erstrecken sich Villen, Hotels und Clubs entlang der Sandstrände vor der Sierra Blanca. Die beliebte Ferienhochburg hat auch eine sehenswerte Altstadt. Das Zentrum stellt die hübsche Plaza de los Naranjos mit historischem Rathaus, Restaurants und Cafés dar. Viele kleine Boutiquen beleben die Gassen. Über die breite Flaniermeile Avenida del Mar erreichst du die Strandpromenade Paseo Maritimo. Der noble Yachthafen Puerto Banús ist ein gefragter Treffpunkt für die High Society und eignet sich mit seinen exklusiven Läden für einen Schaufensterbummel.

Der Yachthafen in Puerto Banús an der Costa del Sol, Andalusien
Der Yachthafen Puerto Banús an der Costa del Sol

Gibraltar

An der Südküste Spaniens grenzt mit Gibraltar ein britisches Überseegebiet an Andalusien. Auf den charakteristischen Felsen von Gibraltar gelangst du mit der Seilbahn Gibraltar Cable Car. Dort erwarten dich mehrere Aussichtsplattformen und das Naturschutzgebiet Upper Rock. Auf dem 426 Meter hohen Kalksteinmonolithen leben zudem Berberaffen. Unten in der North Town genannten Altstadt lädt die Main Street zum zollfreien Shopping ein. Am Europe Point, der südlichen Spitze der Habinsel, stehen eine Kirche und eine Moschee neben dem Gibraltar Trinity Lighthouse. Darüber hinaus kannst du auf Gibraltar einige historische Verteidungsanlagen besichtigen.

Ausblick vom Upper Rock in Gibraltar, britisches Überseegebiet
Panorama vom Upper Rock in Gibraltar

Tarifa

Die Punta de Tarifa gilt als südlichster Punkt des europäischen Festlands. An der engsten Stelle der Straße von Gibraltar trennen Europa und Afrika nur 14 Kilometer voneinander. Mehrmals täglich verkehren Fähren zwischen Tarifa in Spanien und Tanger in Marokko. Tarifa ist bekannt für seinen langen Strand und starke Winde. Aus diesem Grund ist die kleine andalusische Stadt an der Costa de la Luz auch ein beliebtes Ziel von Wind- und Kitesurfern. Die mittelalterlichen, maurischen Gassen in Tarifas Altstadt zählen zum geschützen Kulturgut Spaniens.

Am Strand von Tarifa mit Sicht auf Marokko
Am Strand von Tarifa mit Sicht auf Marokko

Cádiz

Cádiz ist eine der ältesten Städte Westeuropas und liegt auf einer fast vollständig vom Meer umgebenen Landzunge. Nach zahlreichen Zerstörungen stammen die Häuserfassaden und Türme der Altstadt größtenteils aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Am besten entdeckst du die Stadt im Südwesten Andalusiens bei einem Spaziergang durch die engen Gassen. Diese führen dich vorbei an unzähligen Geschäften und Einkehrmöglichkeiten zu schönen Plätzen wie der als Plaza de las Flores bezeichneten Plaza Topete, der Plaza de San Juan de Dios und der Plaza de la Catedral mit der imposanten Kathedrale von Cádiz. Vom Wachturm Torre Tavira hast du ein eindrucksvolles Panorama und auch auf der Uferpromenade lassen sich tolle Eindrücke von Cádiz einfangen. Die Altstadt hat sogar einen eigenen Strand, die zwischen zwei Festungen gelegene Playa de la Caleta.

Das mit dem Auto etwa eine halbe Stunde von Cádiz entfernte Jerez de la Frontera gilt als Heimatstadt des Sherry und ist darüber hinaus auch bekannt für seine Kathedrale und Flamencomusik.

Blick auf Cádiz bei Sonnenuntergang, Andalusien
Cádiz bei Sonnenuntergang

Sevilla

Die nächste Station unseres Roadtrips durch Andalusien ist Sevilla. Dort steht mit der Kathedrale von Sevilla, Santa Maria de la Sede, die größte gotische Kirche der Welt. Vom Turm der Kathedrale, der Giralda, hast du einen schönen Blick über die Stadt. Ein Bummel durch die Gassen des ehemals jüdischen Viertels Santa Cruz führt dich zum andalusischen Adelspalast Casa de Pilatos. Im Zentrum schließt die Plaza de San Francisco an die Haupteinkaufsstraße Calle Sierpes an. Außerdem sind insbesondere die kunstvoll gestalteten Säle, Höfe und Gärten der Palastanlage Real Alcázar de Sevilla einen Besuch wert. Einer der bekanntesten und hübschesten Plätze in Sevilla ist die Plaza de España. Zusammen mit der Parque de María Luisa wurde sie anlässlich der Iberoamerikanischen Ausstellung im Jahre 1929 angelegt.

Blick auf Plaza de España in Sevilla, Andalusien
Plaza de España in Sevilla

Córdoba

Ein besonderes Highlight der im maurischen Stil erhaltenen Altstadt von Córdoba ist die Mezquita-Catedral. Über den Patio de los Naranjos gelangst du in den beindruckenden Säulenwald des UNESCO-Weltkulturerbes. Die kunstvolle Innenausstattung der Moschee-Kathedrale vereint islamische und christliche Einflüsse, die Andalusien über Jahrhunderte hinweg begleitet haben. Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Online-Tickets findest du auf der Website der Mezquita-Catedral de Córdoba.

Rund um die Mezquita kannst du die verwinkelten Gassen der Judería, des mittelalterlichen Judenviertel Córdobas, und die Palastanlage Alcázar de los Reyes Cristianos erkunden. Für ein gemütliches Abendessen empfiehlt sich das Restaurant El Churrasco (Calle Romero, 16) in der Judería.

Blick auf die Mezquita von Córdoba, Andalusien
Die Mezquita von Córdoba

Granada

Von Córdoba fährst du entweder direkt nach Granada oder über Jaén mit seiner monumentalen Kathedrale weiter. Nach Jaén gelangst du am schnellsten über das Städtchen Montoro. Wenn du etwas mehr Zeit hast, kannst du auch einen Abstecher durch das Weinbaugebiet Montilla über das Bergdorf Zuheros und die Provinzstadt Priego de Córdoba machen.

In Granada erhebt sich die Alhambra vor den Gipfeln der Sierra Nevada über die bewaldeten Hügel der andalusischen Stadt. Die herrliche Palastanlage zählt zu den beeindruckendsten Bauwerken der Welt. Für die Besichtigung der maurischen Festung Alcazaba aus dem 13. Jahrhundert, der pittoresken Nasridenpaläste Palacios Real und des Sommerpalasts Generalife benötigst du etwa drei Stunden. Da die schönen Gebäude, Räume und Gärten eine stark gefragte Sehenswürdigkeit sind, ist die Besucheranzahl limitiert. Daher solltest du deinen Besuch mit ausreichend Vorlauf planen und bereits vorab ein Online-Ticket für die Alhambra von Granada buchen.

Im historischen Zentrum von Granada erwarten dich die Kathedrale und die Königskapelle Capilla Real an der Gran Vía de Colón. Den Albaicín, das frühere maurische Viertel von Granada, entdeckst du optimalerweise bei einem Spaziergang durch die ruhigen, steilen Gassen. Vom Mirador San Nicolás hast du eine wunderbare Aussicht auf die Alhambra.

Blick auf die Alhambra in Granada, Andalusien
Die Alhambra in Granada

Nerja

Nerja eignet sich für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg von Granada nach Málaga, dem Start- und Endpunkt unseres einwöchigen Roadtrips durch Andalusien. Die mit Palmen gesäumte Promenade des Balcón de Europa gewährt einen Ausblick auf die Strände von Nerja und das Mittelmeer.

Blick vom Balcón de Europa in Nerja, Andalusien
Blick vom Balcón de Europa in Nerja

Tipps für einen Roadtrip durch Andalusien

Autofahren ist im spanischen Andalusien grundsätzlich eine entspannte Angelegenheit. Die Straßen sind in der Regel gut ausgebaut. Auf den kostenpflichtigen Streckenabschnitten ist im Vergleich weniger Verkehr.

Du suchst noch einen Mietwagen für deine Reise? Wir buchen gerne Anbieter, bei denen bereits alle Versicherungen enthalten sind. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Sunny Cars *.

Maut

In Spanien wird auf den privat betriebenen Autopistas üblicherweise eine Maut erhoben. Die Höhe des zu zahlenden Betrags richtet sich meistens nach der gefahrenen Strecke. Die Zahlung erfolgt in bar oder auf den Spuren der „vías automáticas“ mit international gängigen Kreditkarten (z. B. VISA, Mastercard). Auf den Autovias fallen keine Gebühren an.

Tempolimits

Folgende Höchstgeschwindigkeiten für Pkw sind in Spanien zu beachten:

  • innerorts: 50 km/h
  • außerorts: 90 km/h
  • Schnellstraßen: 100 km/h (in Spanien werden Schnellstraßen, die auch einspurig sein können, als Kraftfahrstraßen bezeichnet)
  • Autobahnen: 120 km/h (Autopistas und autobahnähnliche Autovías)

Parken

In den Stadtzentren und im Umkreis von touristischen Sehenswürdigkeiten sind in Andalusien zumeist ausreichend Parkplätze oder Parkhäuser vorhanden. Beim Parken am Fahrbahnrand solltest du in Spanien unbedingt die Farbe der Markierungen beachten: Gelb steht für absolutes Parkverbot, Blau für gebührenpflichtiges und zeitlich begrenztes Parken, Grün für Anwohnerparken und Weiß für kostenfreie Parkplätze.

Verkehrssituation in Gibraltar

In Gibraltar herscht trotz der Zugehörigkeit zum Vereinigten Königreich Rechstverkehr. Da die Verkehrssituation in Gibraltar aufgrund des limitierten Platzes und der durchgehenden Grenzkontrollen häufig angespannt ist, lässt du dein Auto am besten auf der spanischen Seite in La Línea de la Concepción stehen. Direkt vor der Grenze kannst du dich zwischen der oftmals zeitintensiveren Einreise mit dem Auto und einem kostenpflichtigen Parkplatz entscheiden. Von dort gelangst du in wenigen Gehminuten zur Grenze. Nach der Ausweiskontrolle kommst du zu einer Bushaltestelle, von der dich verschiedene Buslinien in regelmäßigen Takten zum Cable Car, ins Stadtzentrum und zum Europe Point bringen. Eine gute, preisgünstige Möglichkeit, mit der du die Busrouten an einem Tag unbegrenzt nutzen kannst, ist das Hopper Bus Ticket.

Zwischenstopp mit dem Auto im Naturpark El Torcal beim Roadtrip durch Andalusien
Zwischenstopp im Naturpark El Torcal beim Roadtrip durch Andalusien

Fazit

Unser Roadtrip durch Andalusien ist uns nachhaltig in Erinnerung geblieben. Sieben Tage in Südspanien sind eine gute Aufenthaltsdauer, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Andalusien zu entdecken. Die Rundreise ließe sich aber durchaus auch noch um weitere sicherlich lohnenswerte Stationen erweitern. Andalusien ist mit seinem angenehmen Klima und vielen Sonnenstunden auch ein tolles Reiseziel im Winter. Wir werden bestimmt erneut nach Andalusien kommen, um die schöne spanische Region noch besser kennenzulernen.

Du interessierst dich für weitere Roadtrips? Mehr Routen findest du hier.

Ausblick von der Alhambra ins Tal von Granada, Andalusien
Ausblick von der Alhambra ins Tal von Granada

Reisetipps Andalusien

Hoteltipps

Málaga
NH Málaga, Calle San Jacinto, 2, 29007 Málaga, NH Málaga auf booking.com *

Marbella
NH Marbella, Avenida Conde de Rudi, s/n Finca de la Caridad, 29600 Marbella, NH Marbella auf booking.com *

Jerez de la Frontera
NH Avenida Jerez, Avenida Alcalde Alvaro Domecq, 10, 11405 Jerez de la Frontera, NH Avenida Jerez auf booking.com *

Córdoba
Hesperia Córdoba, Avenida Fray Albino, 1, 14009 Córdoba, Hesperia Córdoba auf booking.com *

Granada
NH Collection Granada Victoria, Puerta Real de España, 3, 18005 Granada, NH Collection Granada Victoria auf booking.com *

Routeninfos

Tag 1: Málaga (inkl. Anreise)

Der internationale Flughafen Málaga – Costa del Sol liegt 13 Kilometer außerhalb von Málaga. Das Stadtzentrum von Málaga ist mit dem Flughafenexpress und dem Zug erreichbar. Eine Übersicht der öffentlichen Verkehrsmittel, die auch weitere Städte an der Costa del Sol mit dem Flughafen verbinden, findest du hier. Darüber hinaus ist am Flughafen eine Mietwagenübernahme bei den geläufigen Autovermietungen möglich. Alternativ kannst du mit der Route für den Roadtrip auch in Sevilla oder Jerez de la Frontera starten, wo es ebenfalls internationale Flughäfen gibt.

Das kompakte Stadtzentrum von Málaga erkundest du am besten zu Fuß. Parken ist in den über die Alameda Principal oder die Plaza de la Marina erreichbaren Tiefgaragen möglich.

Tag 2: Málaga – El Torcal – Antequera – Ronda – Marbella

Tagesstrecke: ca. 219 km / 3:50 h (reine Fahrzeit)

  • Málaga – El Torcal: ca. 48 km / 1:00 h
  • El Torcal – Antequera: ca. 16 km / 0:25 h
  • Antequera – Ronda: ca. 91 km / 1:15 h
  • Ronda – Marbella: ca. 64 km / 1:10 h

Tag 3: Marbella – Gibraltar – Tarifa – Cádiz [- Jerez de la Frontera]

Tagesstrecke: ca. 243 [274] km / 4:05 [4:35] h (reine Fahrzeit)

  • Marbella – Gibraltar: ca. 87 km / 1:25 h – Achtung: unbedingt zusätzliche Zeit für den Grenzübertritt einrechnen und Reisedokumente mitführen!
  • Gibraltar – Tarifa: ca. 49 km / 1:05 h – Achtung: unbedingt zusätzliche Zeit für den Grenzübertritt einrechnen und Reisedokumente mitführen!
  • Tarifa – Cádiz: ca. 107 km / 1:35 h
  • [Cádiz – Jerez de la Frontera: ca. 31 km / 0:30 h]

Tag 4: Cádiz [/Jerez de la Frontera] – Sevilla – Cordóba

Tagesstrecke: ca. 286 [/255] km / 3:45 [/3:15] h (reine Fahrzeit)

  • Cádiz [/Jerez de la Frontera] – Sevilla: ca. 131 [/100] km / 1:50 [1:20] h
  • Sevilla – Córdoba: ca. 155 km / 1:55 h

Tag 5: Córdoba – [Jaén -] Granada

Tagesstrecke: ca. [107] 201 km / [1:20] 2:30 h (reine Fahrzeit)

Córdoba – [Jaén -] Granada: ca. [107] 201 km / [1:20] 2:30 h

Tag 6: Granada

Tag 7: Granada – Nerja – Málaga (inkl. Abreise)

Wir waren im Anschluss an Granada auch noch in Almería, aus unserer Sicht lohnt diese Destination den Umweg allerdings nicht. Wir empfehlen daher, von Granada direkt über Nerja zurück nach Málaga zu fahren.

Tagesstrecke: ca. 159 km / 1:55 h (reine Fahrzeit)

  • Granada – Nerja: ca. 93 km / 1:00 h
  • Nerja – Málaga: ca. 67 km / 0:55 h

Reiseinfos Spanien

Sprache:Spanisch (regional auch Aranesisch, Asturisch, Baskisch, Galicisch und Katalanisch)
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober, keine Zeitverschiebung zu Deutschland/Österreich/Schweiz.
Währung:Euro (EUR), 1 EUR = 100 Cent
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, kein Adapter nötig
Trinkgeld Restaurant:Grundsätzlich gibt man nur Trinkgeld, wenn man zufrieden war. Dann ca. 5-10 % des Rechnungsbetrags. Man zahlt erst und lässt dann das Trinkgeld auf dem Tisch liegen.
Trinkgeld Taxi:Im Taxi rundet man den Fahrpreis passend auf.
Trinkgeld Hotel:Gepäckträger: 1 EUR pro Gepäckstück
Reinigungspersonal: ca. 0,5-1 EUR pro Tag, am besten auf dem Kopfkissen liegen lassen.

* Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf den Link klickst und darüber etwas kaufst/buchst, bekommen wir vom Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht. Wir empfehlen nur Unterkünfte * , Produkte * und Dienstleistungen, die wir selbst ausprobiert und für gut befunden haben.

Torres-del-Paine-Nationalpark: Unsere Highlights für 2 Tage

Der Torres-del-Paine-Nationalpark gehört zu den bekanntesten Zielen in Südamerika. Und das vollkommen zurecht. Atemberaubende Landschaften, die raue Natur, der kräftige Wind — das ist Patagonien! Bei Wanderern und Trekking-Fans sind die Torres del Paine ein beliebtes Ziel. Aber auch mit kürzeren Touren und leichteren Wanderungen lernst du den fantastischen Nationalpark gut kennen. Wir stellen dir unsere Highlights für zwei Tage vor.

Mirador Lago Sarmiento

Wir nähern uns dem Torres-del-Paine-Nationalpark aus dem Norden vom argentinischen El Calafate kommend. Etwa 40 Minuten nachdem wir die chilenische Grenze überquert haben, taucht am Horizont zum ersten Mal das Paine-Massiv mit seinen charakteristischen Türmen auf. Davor breitet sich der leuchtend blaue Sarmiento-See aus. Von einem Aussichtspunkt genießen wir den herrlichen Blick und sind sofort begeistert.

Das Paine-Massiv hinter dem Lago Sarmiento
Erste Begegnung mit dem Paine-Massiv hinter dem Lago Sarmiento.

Immer tiefer fahren wir in den Nationalpark hinein. Auf dem Weg begleiten uns verschiedene Parkbewohner. Über uns kreisen Kondore mit ihren bis zu drei Metern Spannweite. Neben der Straße beobachten uns Guanakos (wild lebende Lamas) und Nandus aus der kargen Pampa.

Nandus im Torres-del-Paine-Nationalpark
Gut getarnt stolzieren die Nandus durchs Gebüsch.

Laguna Azul

Unser nächster Halt ist die Laguna Azul, einer der zahlreichen Seen im Nationalpark. Bei einem Spaziergang entlang des Ufers eröffnen sich uns wieder fantastische Blicke auf die Torres del Paine.

Blick auf die Torres del Paine hinter der Laguna Azul
Rau, aber wunderschön: Die Laguna Azul.

Abgesehen von unserer kleinen Reisegruppe sind wir völlig alleine. Tief atmen wir die klare Luft ein, die uns der kräftige Wind um die Ohren bläst. Beständig rauschen kleine Wellen ans Seeufer, sonst herrscht Stille. Unterbrochen wird diese hin und wieder von einem Schnauben oder Wiehern. Um uns herum grast eine Herde Wildpferde und lässt sich von uns nicht beeindrucken.

Ein Wildpferd stemmt sich gegen den Wind
Ein Wildpferd stemmt sich gegen den Wind.

Paine-Massiv und Torres del Paine

Das Paine-Massiv ist ein 25 Kilometer langer Gebirgszug, dessen Gipfel sich bis zu 2.884 Meter erheben. Besonders markant sind die namensgebenden „Torres del Paine“, drei benachbarte Felsentürme. Sie begleiten uns den ganzen ersten Tag aus immer unterschiedlichen Blickwinkeln und sind einfach schön.

Guanako-Herde vor den Torres del Paine
Eine Herde Guanakos grast vor den Torres del Paine.

Seit 1959 ist die traumhafte Landschaft als Nationalpark geschützt und umfasst gut 2.400 Quadratkilometer. Das entspricht in etwa der Fläche Luxemburgs.

Cascada del Paine

Neben den Bergen ist Wasser ein allgegenwärtiges Element im Torres-del-Paine-Nationalpark. Zahlreiche Seen und mehrere Flüsse durchziehen den Park. Durch die Höhenunterschiede entstehen viele Wasserfälle und Stromschnellen. Einer davon ist die Cascada del Paine. Hier bahnt sich der Paine-Fluss seinen Weg in Richtung Süden und stürzt in mehreren Kaskaden sein Flussbett hinab.

Mehrstufiger Wasserfall mit den Torres del Paine im Hintergrund
Cascada del Paine

Mirador Lago Nordenskjöld

Der Paine-Fluss mündet im etwas weiter westlich gelegenen Lago Nordenskjöld. Dieser zieht sich südlich an der Bergkette entlang. Unterwegs hast du von mehreren Aussichtspunkten fantastische Blicke auf das Paine-Massiv. Auf der Südseite sind die „Cuernos del Paine“ mit ihren zweifarbigen Gesteinsschichten das prägende Element.

Cuernos del Paine hinter dem Lago Nordenskjöld
Die fantastischen Landschaften wirken fast schon unnatürlich.

Auch die Farbe des Wassers ändert sich ständig. Das Seensystem speist sich aus verschiedenen Flüssen. Auf ihrem Weg zum Pazifik waschen sie verschiedene Sedimente aus dem Gestein. Zusätzlich geben die schmelzenden Eisberge aus den Gletschern ihre jahrtausendealten Einschlüsse frei. Die Farbpalette reicht daher von blassem Hellblau bis tiefem Dunkelblau.

Mirador Rio Serrano

Unsere Lodge liegt südlich des Nationalparks in der kleinen Siedlung Rio Serrano direkt am Serrano-Fluss. Dieser zieht sich in breiten Schlingen durch die Landschaft. Gleich oberhalb des Ortes hast du vom Mirador Rio Serrano eine tolle Aussicht.

Flussschlaufen des Rio Serrano
Gemächlich fließt der Rio Serrano durch die Ebene.

Zwar gibt es auch im Nationalpark mehrere Unterkünfte. Außerhalb zu wohnen hat allerdings den Vorteil, dass du fantastische Blicke auf das gesamte Massiv bekommst. Die Aussicht aus unserem Hotelzimmer war absolut spektakulär und wird uns sicherlich lange im Gedächtnis bleiben!

Das Paine-Massiv in der Morgensonne
Der morgendliche Blick aus unserem Hotelzimmer – einfach unglaublich schön!

Bootsfahrt zum Grey-Gletscher

Am nächsten Morgen machen wir uns auf, den Grey-Gletscher zu erkunden. 25 Kilometer schiebt er sich durch die Gebirgslandschaft, bevor er sich kurz vor seinem Ende in drei Arme teilt. Seine Abbruchkante liegt über dem Lago Grey und ist nur mit dem Boot erreichbar. Die Boote legen vom Südufer des Sees ab. Der Weg zur Anlegestelle führt über eine stürmische Kiesbank. Winddichte, warme Kleidung sei dir an dieser Stelle also unbedingt empfohlen!

Kiesbank am Südufer des Lago Grey mit Bergen im Hintergrund
Am Südufer des Lago Grey erspähen wir bereits erste Eisberge in der Ferne.

Der beschwerliche Weg lohnt sich. Während der Anfahrt zum Gletscher sehen wir frisch gekalbte Eisberge und genießen die Aussicht auf die umliegenden Gipfel. Hin und wieder fischt die Bootscrew kleinere Eisblöcke aus dem Wasser und zerlegt sie umgehend in Eiswürfel für die Bordbar.

Ein Eisberg treibt im Lago Grey
Immer wenn der Gletscher kalbt, entsteht ein neuer Eisberg.

Schließlich erreichen wir die Gletscherzungen. Unser Boot dreht bei und schippert gemächlich an allen drei Armen vorbei. Einmal mehr begeistert uns die Natur. Zerklüftete Eisformationen ragen meterhoch über uns auf. Wie schon beim Perito-Moreno-Gletscher hören wir das Knacken und Krachen im Inneren des Gletschers. Ein wunderbares Erlebnis!

Zerklüftete Gletscherzunge des Grey-Gletschers
Eine der drei Gletscherzungen des Grey-Gletschers

Mirador Lago Pehoé

Das nächste Highlight im Torres-del-Paine-Nationalpark lässt nicht lange auf sich warten und wir kommen aus dem Staunen kaum heraus. Vom Lago Grey fahren wir zurück in Richtung Osten. Auf dem Weg halten wir an einem kleinen Aussichtspunkt über dem Lake Pehoé. Von hier haben wir ein atemberaubendes Panorama über die Cuernos del Paine.

Blick über den Lago Pehoé und die Cuernos del Paine
Das Wetter kann im Torres-del-Paine-Nationalpark sehr schnell umschlagen.

Wanderung zum Salto Grande

Unsere letzte Station im Torres-del-Paine-Nationalpark ist ein weiterer Wasserfall, der Salto Grande. Er ist nicht direkt mit dem Auto zugänglich und erfordert eine kurze, leichte Wanderung durch eine gespenstische Landschaft. 2005 und 2011 entfachten unachtsame Wanderer verheerende Waldbrände, insgesamt brannte fast ein Viertel der Parkfläche nieder. Aufgrund der kühlen Temperaturen erholt sich die Natur nur langsam. Während Gras und Büsche ihr Territorium inzwischen zurückerobert haben, werden die Bäume noch einige Jahre brauchen.

Verbrannte Bäume im Torres-del-Paine-Nationalpark
Geisterhaft ragen die verkohlten Baumstämme in den wolkenverhangenen Himmel.

Als wir beim Wasserfall ankommen, neigen sich unsere zwei Tage im Torres-del-Paine-Nationalpark langsam dem Ende zu. Gebannt genießen wir die letzten Blicke auf die traumhaften Landschaften. Dann kehren wir zu unserem Hotel zurück, um am nächsten Morgen unsere Reise nach Süden fortzusetzen.

Wasserfall Salto Grande
Der Salto Grande stürzt 10 Meter in die Tiefe.

Fazit

Der Torres-del-Paine-Nationalpark hat uns restlos begeistert! Hier kommt die spektakuläre Natur Patagoniens voll zur Geltung. Auch für gemütliche Leichtwanderer wie uns ist das Angebot groß und die Hauptstationen des Parks sind gut zugänglich. Zwei Tage sind gerade genug, um die wichtigsten Highlights im Torres-del-Paine-Nationalpark zu erkunden. Dieses tolle Ziel solltest du auf einer Rundreise durch Patagonien auf keinen Fall verpassen! Unser ganze Route stellen wir dir in unserem Artikel Zwei Wochen Patagonien: Von Buenos Aires bis Santiago de Chile vor.

Du möchtest eine anspruchsvollere Wanderung machen, die bekannte Wanderroute W-Trek erkunden oder zum Mirador dos Lagos am Fuße der drei Türme aufsteigen? Dann empfehlen wir dir den Artikel Das „W-Trekking“ im Torres del Paine Nationalpark unserer Bloggerkollegin Lisa von Imprintmytravel.

Wolkenverhangenes Paine-Massiv im Torres-del-Paine-Nationalpark
Ein letzter Blick auf das faszinierende Paine-Massiv.

Reisetipps Torres-del-Paine-Nationalpark

Hoteltipp

Pampa Lodge, Quincho & Caballos
Lote 1 Rio Serrano
6170000 Torres del Paine
Pampa Lodge auf booking.com * 

Tolle Lodge mit fantastischer Aussicht auf das Torres-del-Paine-Massiv. Etwa drei Kilometer vom Parkeingang entfernt direkt am Serrano-Fluss gelegen.

Reiseinfos Chile

Sprache:Spanisch
Zeitzone:MEZ -5, UTC -4, Sommerzeit von Anfang September bis Anfang April
Währung:Chilenischer Peso (CLP), 1 CLP = ~ 0,0013 EUR), 1 EUR = ~ 760 CLP, Stand Januar 2019. Der Peso war früher in 100 Centavos unterteilt. Wegen der hohen Inflation sind jedoch keine Centavo-Münzen mehr im Umlauf.
Strom/Adapter:220 V/50 Hz, Steckdosen-Typ C und L. Meist passen europäische Flachstecker. Sicherheitshalber solltest du einen Adapter Typ L * Adapter Typ L dabei haben, da ältere Steckdosen unter Umständen zu eng sein können.
Trinkgeld Restaurant:Wenn das Trinkgeld nicht in der Rechnung enthalten ist („servicio incluido“), sind für guten Service 5-10 % des Rechnungsbetrags angemessen. Bitte den Kellner, das Trinkgeld zur Rechnung hinzuzufügen oder hinterlasse es direkt auf dem Tisch.
Trinkgeld Taxi:Trinkgeld im Taxi wird nicht erwartet. Wer zufrieden ist, kann nach eigenem Ermessen aufrunden.
Trinkgeld Hotel:Gepäckträger: 0,5-1 EUR (~ 500-1.000 CLP) pro Gepäckstück
Reinigungspersonal: ca. 1-2 EUR (~ 1.000 CLP) pro Person und Tag

* Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf den Link klickst und darüber etwas kaufst/buchst, bekommen wir vom Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht. Wir empfehlen nur Unterkünfte * , Produkte * und Dienstleistungen, die wir selbst ausprobiert und für gut befunden haben.

Ein Wochenende im Weinviertel: Wunderbares Ausflugsziel nördlich von Wien

Das niederösterreichische Weinviertel beginnt nördlich von Wien. Im Norden grenzt es an Tschechien, im Osten an die Slowakei. Bekannt ist es für seinen namensgebenden Weinbau, insbesondere den Grünen Veltliner. Ihn solltest du dort auf jeden Fall probieren. An einem Wochenende im Weinviertel kannst du aber noch viel mehr erleben. Wir durften die schöne Region von Poysdorf aus erkunden. Unsere Tipps für einen Wochenendausflug von Wien stellen wir dir hier vor.

Nonseum Herrnbaumgarten

Auslöser war ein Gulaschfleck auf einer Tischdecke. Wäre es nicht praktisch, ein mehrdimensionales Tischtuch zu haben, das man öfter wenden kann und somit seltener waschen muss? Diese Idee brachte fünf Freunde dazu, 1983 den „Verein zur Verwertung von Gedankenüberschüssen“ zu gründen. Das war die Geburtsstunde des Nonseums im kleinen Ort Herrnbaumgarten. Seitdem hat der Verein dort über 500 selbst entwickelte „Alltagsgegenstände“ gesammelt.

Kuriose Erfindungen im Nonseum

Jeder Gegenstand muss dem Vereinsmotto „Erfindungen, die wir auch nicht brauchen“ entsprechen. Sein einziger Nutzen muss sein, dem Besucher ein Lächeln zu entlocken. Das gelingt. Von gar nicht mal so unpraktischen Ideen bis hin zur völlig absurden Gerätschaft ist alles dabei.

Fritz Gall vom Nonseum Herrnbaumgarten mit Anonymitätsbalken vor dem Gesicht.
Möchte nicht erkannt werden: Fritz Gall mit seinem tragbaren Anonymitätsbalken.

Mit großer Leidenschaft führt uns Fritz Gall durch die Sammlung. Er ist Gründungsmitglied des Vereins und hat viele der Ausstellungsstücke erfunden. Mit viel Witz und Charme erklärt er uns die Exponate. Ein Weißwurst-Reiseetui für Bayern findet sich hier ebenso wie ein halbautomatischer Nasenbohrer. Allerlei Wortspiele werden in alltägliche Gebrauchsgegenstände umgesetzt. Der Humor reicht dabei von subtil bis tiefschwarz. „Nur eins machen wir nicht: unter die Gürtellinie gehen“, erklärt uns Fritz.

Weißwurst-Reiseetui im Nonseum Herrnbaumgarten.
Links im Bild: Das praktische Weißwurst-Reiseetui.

Sonst ist aber so ziemlich alles geboten. Regelmäßig macht das Nonseum auch durch Veranstaltungen von sich reden, zuletzt beispielsweise ein 24-Stunden-Weinbergschneckenrennen. Mittlerweile empfängt das Team Gäste aus aller Welt und bekommt von uns eine klare Besuchsempfehlung!

Besuch mit und ohne Führung möglich, geöffnet von Palmsonntag bis Allerheiligen. Alle Infos: Nonseum.

Fritz Gall führt den halbautomatischen Nasenbohrer vor.
Live-Demonstration des halbautomatischen Nasenbohrers.

Lachyoga im Museumsgarten

Im Museumsgarten nimmt uns Fritz‘ Gattin Betty in Empfang. Sie möchte uns zeigen, wie einfach man sich mit Glückshormonen versorgen kann. Lachen hat viele positive Effekte auf Körper und Geist. Dennoch lachen wir als Erwachsene im stressigen Alltag viel zu wenig. Das zu verbessern ist das Ziel von Lachyoga. Wir beginnen mit bewusst überzeichneten Posen und übertriebenem künstlichem Lachen. Je länger wir uns gegenseitig dabei beobachten, desto mehr schlägt die Stimmung in echte Heiterkeit um und endet in einem großen Gelächter. Ein schönes Erlebnis!

Weitere Infos zum Lachyoga mit Museumsführung.

Gruppe beim Lachyoga im Nonseum Herrnbaumgarten.
Lachyoga befreit die Seele.

Labyrinthkeller Umschaid

Ein weiterer Mitbegründer des Nonseums ist der Weinbauer Friedl Umschaid. Neben seinem Faible für skurrile Erfindungen hat er eine weitere Leidenschaft: alte Weine. Über die Jahre hat er mehrere Weinkeller in Herrnbaumgarten gekauft und von Hand Verbindungsgänge zwischen ihnen gegraben.

Friedl Umschaid vor dem Kellerlabyrinth
Friedl Umschaid vor seinem Kellerlabyrinth

Entstanden ist ein hunderte Meter langes, verzweigtes Tunnelsystem. Etwa 20.000 Flaschen Wein lagern hier inzwischen, schätzt Friedl. Viele davon stammen aus eigenem Anbau. Rund 120 verschiedene Sorten hat er über die Jahre auf seinen vier Hektar kreiert. Da versteht es sich von selbst, dass wir einige davon verkosten müssen. Besonders spannend finden wir den Chardorique, einen im Barrique-Fass ausgebauten Weißwein.

Langer Gang im Labyrinth mit Weinverkostungsstation.
Eine der Verkostungsstationen im Kellerlabyrinth

Das Kellerlabyrinth ist inzwischen über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Künstler aus aller Welt wollen in der einzigartigen Akustik der Stollen musizieren. Am letzten Freitag im Januar lädt Friedl jedes Jahr zum Erdball. Zu jazzigen, volkstümlichen und vielen anderen Klängen wird unter der Erde getanzt und gefeiert. Auch wetterunabhängiges Weinwandern ist hier möglich. Im Herbst findet der unterirdische Weinwandertag mit 14 Raststationen statt. Fad wird’s also nie!

Mehr Infos zum Labyrinthkeller Umschaid.

Übersichtsplan vom Kellerlabyrinth Herrnbaumgarten.
Ohne offiziellen Plan wäre wohl schon so mancher Besucher verlorengegangen.

Ein Picknick mit Aussicht

Knapp zehn Kilometer westlich von Herrnbaumgarten liegt das kleine Örtchen Falkenstein. Etwas oberhalb des Ortskerns erwartet uns eine ganz besondere Überraschung. Mitten auf der Wiese steht ein Picknicktisch, vollgepackt mit kalten Platten, Salaten, Aufstrichen und Brot. Dazu Traubensaft, Wein und vor allem eine fantastische Aussicht.

Picknicktisch mit Aussicht auf die Burgruine Falkenstein
Was für ein Ort für ein Picknick!

Verteilt über das ganze Weinviertel bieten insgesamt zehn Wirte verschiedene Picknickkörbe mit lokalen Produkten zum Selbstabholen an. Wahlweise für zwei Personen oder die ganze Familie suchst du dir mit diesen Köstlichkeiten einen schönen Platz und lässt es dir schmecken. Einfach wunderbar! Frisch gestärkt machen wir uns durch eine hübsche Kellergasse auf den Weg hinauf zur Burgruine.

Alle Infos zu teilnehmenden Wirten und den Picknickkörben: Weinviertel-Picknick.

Bunte Häuser in der Kellergasse von Falkenstein
Die Kellergasse von Falkenstein

Burgruine Falkenstein

Hoch über dem Weinviertel thront die Burgruine Falkenstein. Die Burg entstand im 11. Jahrhundert und wurde unter verschiedenen Herrschern mehrfach erweitert. Infolge eines Erbstreits kam es Ende des 18. Jahrhunderts zum Verkauf. Danach diente die Festung hauptsächlich als Steinbruch für die umliegenden Dörfer.

Die Burgruine Falkenstein im Weinviertel
Nur wenige Bauten der Burg Falkenstein haben die Jahrhunderte unbeschadet überstanden.

Erst seit den 1990er-Jahren wird die Anlage nach und nach restauriert und genauer erforscht. Unser Guide Christoph erzählt uns viel Interessantes über das Leben in der Burg. Von ihren hohen Mauern reicht der Blick weit bis nach Tschechien und in die Slowakei hinein.

Weitere Infos für deinen Besuch: Burgruine Falkenstein

Weite Aussicht über Niederösterreich, Tschechien und die Slowakei
Blick über das Weinviertel. Im Hintergrund bereits die tschechische Stadt Mikulov.

Mit dem E-Bike durch die Kellergassen

Die sanft geschwungenen Hügel des Weinviertels eignen sich ausgezeichnet für eine Radtour. Damit es etwas gemütlicher wird, lassen wir uns durch einen Elektromotor unterstützen. Beim radWERK-W4 in Poysdorf kannst du E-Bikes für halbe, ganze oder mehrere Tage ausleihen. An verschiedenen Terminen bieten die Betreiber geführte Radtouren durch die Region an.

E-Bike vor Kürbisfeld im Weinviertel
Die Kürbisernte steht kurz bevor.

Nach einer kurzen Einweisung durch unseren Guide Reinhard machen wir uns auf den Weg, die Kellergassen der umliegenden Dörfer zu erkunden. Wieder einmal stellen wir fest, was für eine praktische Erfindung Elektrofahrräder sind. Sobald es steiler wird, greift der Motor ein und ganz entspannt radeln wir auch längere Steigungen hinauf.

Ziegelsteinkeller in der Kellergasse von Hadersdorf
Kleine Kellergasse in Hadersdorf

Die kleinen Keller wurden früher zur Lagerung von Wein und anderen verderblichen Gütern in die Erde gegraben. Viele von ihnen haben dafür heute ausgedient. Sie werden von Privatleuten als Renovierungsprojekt gekauft und in Partykeller oder Hobbyräume umgewandelt. Im Sommer bieten die unterirdischen Räume außerdem eine willkommene Abkühlung. Von außen sind sie meist hübsch hergerichtet und schön anzusehen.

Alle Infos zu Touren und Preisen findest du auf der Website von radWERK-W4.

Kellergasse in Poysdorf mit Holzbilderrahmen
Die schmucke Kellergasse von Poysdorf

Museumsdorf Niedersulz

Nur allzu oft nehmen wir die Annehmlichkeiten des modernen Lebens für selbstverständlich. Dass es die Leute nicht immer so einfach hatten, zeigt das Museumsdorf Niedersulz auf anschauliche Weise. Die historischen Gebäude geben uns einen Einblick in den Alltag der Dorfbewohner um 1900.

Blick auf das Museumsdorf Niedersulz
Sehr beschaulich liegt das Museumsdorf inmitten grüner Natur.

Auf engstem Raum lebten die Familien früher inklusive Vieh und mussten sich ihren Lebensunterhalt schwer verdienen. Wer es sich leisten konnte, besorgte sich die Lebensmittel in der Greißlerei. Der Rest wurde im heimischen Garten angebaut.

Weinviertler Greißlerei im Museumsdorf Niedersulz
Die alte Greißlerei des Dorfs

Alle Gebäude sind original erhalten und stammen aus ganz Niederösterreich. In liebevoller Kleinarbeit werden sie Stück für Stück abgetragen und hier in Niedersulz wieder aufgebaut. Stetig kommen neue Bauten und Gegenstände dazu, die das Dorf erweitern.

Bunter Blumengarten im Museumsdorf Niedersulz
Der Stolz jeder Familie war der bunte Blumen- und Gemüsegarten.

Zuletzt dürfen wir selbst beim Lehmziegel schlagen unser Geschick unter Beweis stellen. Von Hand kneten wir den frischen Lehm so lange, bis er sich in die Form einfügen lässt. Die Masse darf keine Risse oder größere Steinchen enthalten, sonst ist der Ziegel nicht stabil. Nach einer knappen halben Stunde lösen wir den ersten Stein erfolgreich aus der Form. Ein echter Baumeister von damals müsste bei uns also lange auf sein Material warten…

Lehmziegelformen mit brennfertigen Lehmziegeln
Dürftiges Ergebnis nach einer halben Stunde.

Insgesamt ist die Ausstellung interessant gestaltet. Sie regt auf jeden Fall dazu an, die technischen und sozialen Errungenschaften unserer Zeit mehr zu schätzen.

Infos zu Öffnungszeiten und Preisen: Museumsdorf Niedersulz

Fazit

Ein wunderbares Wochenende im Weinviertel geht zu Ende. Aus unserer Sicht ist das nördliche Ende Niederösterreichs ein völlig unterschätztes Ausflugsziel von Wien. Nur eine gute Stunde außerhalb der Großstadt findest du hier wunderbare Natur für ausgedehnte Spaziergänge oder Radtouren. Unzählige Winzer und Wirte sorgen für das leibliche Wohl. Die interessanten und unterhaltsamen Museen runden einen entspannten Besuch ab. Wir waren jedenfalls überrascht und begeistert von der Angebotsvielfalt und werden sicher bald einmal wiederkommen!

Leider verpasst haben wir eine Alpakawanderung und eine Fahrt mit der Fahrraddraisine in Grafensulz. Darüber berichtet unsere Bloggerkollegin Vicky: Alpakawanderung und Draisinenfahrt im Weinviertel.

Du hast ein paar Tage mehr Zeit? Dann empfehlen wir dir noch einen Ausflug ins benachbarte Tschechien zu den Schlössern und Burgen von Valtice, Lednice und Mikulov.


Offenlegung: Wir wurden vom Weinviertel Tourismus in Kooperation mit Kinz Kommunikation zu dieser Reise eingeladen. Vielen Dank an alle Beteiligten! Die Meinungen in diesem Artikel basieren auf unseren eigenen Erfahrungen.

Reisetipps Weinviertel

Hoteltipp

Genießerhof Haimer
Körnergasse 14
2170 Poysdorf
Genießerhof Haimer auf booking.com *

Zentral gelegen in Poysdorf mit gemütlichen, großzügigen Zimmern. Sehr herzliche Betreiberin, wunderschöner Innenhof. Tolles Frühstücksbuffet mit lokalen Produkten und Bio-Eiern. Gratis WLAN, Parkplätze an der Straße direkt vorm Haus.

Anreise/Transport vor Ort

Das Weinviertel ist von Wien öffentlich nur eingeschränkt erreichbar. Die S-Bahnen S2 und S7 fahren vom Wiener Hauptbahnhof mit mehreren Zwischenhalten im nördlichen Niederösterreich bis Mistelbach bzw. Laa an der Thaya. Nach Poysdorf, unserem Ausgangspunkt, fährt regelmäßig ein Postbus ab Wien-Floridsdorf. Abseits der größeren Ortschaften verkehren die Busse jedoch eher unregelmäßig.

Wenn du kein eigenes Auto hast und vor Ort trotzdem flexibel unterwegs sein möchtest, stehen dir die sympathischen Fahrer von Taxi Schiefer zur Verfügung. Vor allem am Wochenende sind diese jedoch gut gebucht, vorbestellen lohnt sich also!

Restauranttipps

Heuriger „Zum Poysdorfer“
Gstetten 23
2170 Poysdorf
www.veltlinerhof.com

Gemütliches Heurigenlokal in einer von Poysdorfs Kellergassen mit verschiedenen Heurigenplatten, warmen Speisen und einer guten Auswahl an lokalen Weinen.


Restaurant Neustifter
Am Golfplatz 9
2170 Poysdorf
www.hotel-neustifter.com/restaurant/

Regionale Weinviertler Küche und lokale Weine in gemütlichem Ambiente mit schöner Terrasse im Grünen am Ortsrand von Poysdorf.

Reiseinfos Österreich

Sprache:Deutsch, regional auch Kroatisch, Slowenisch und Ungarisch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober
Währung:Euro (EUR), 1 EUR = 100 Cent
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Straßen gut ausgebaut und in gutem Zustand. Vignette für die Autobahn erforderlich. Tempolimit auf Autobahnen 130 km/h, auf Schnellstraßen und Landstraßen 100 km/h. Innerorts 50 km/h.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, kein Adapter notwendig.
Trinkgeld Restaurant:Je nach Zufriedenheit 5-10 %. Das Trinkgeld wird direkt beim Bezahlen zusammen mit dem Rechnungsbetrag als Gesamtsumme beglichen.
Trinkgeld Taxi:Wer zufrieden ist, rundet den Fahrpreis um 5-10 % auf.
Trinkgeld Hotel:1-2 EUR für Reinigungspersonal und Kofferträger pro Tag bzw. Gepäckstück

* Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf den Link klickst und darüber etwas kaufst/buchst, bekommen wir vom Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht. Wir empfehlen nur Unterkünfte * , Produkte * und Dienstleistungen, die wir selbst ausprobiert und für gut befunden haben.

Ostkanada in 14 Tagen: Ein Roadtrip im Indian Summer

Kanada, das zweitgrößte Land der Welt. Fast 120-mal so groß wie Österreich und 28-mal größer als Deutschland — die Dimensionen sind schier unglaublich. Unser Ziel ist eine ganz besondere Jahreszeit. Wenn sich im Herbst die Bäume bunt färben, ist die weite Natur des Landes besonders schön. Der berühmte Indian Summer ist somit eine tolle Reisezeit für die Region. Auf unserem Ostkanada-Roadtrip legen wir knapp 4.000 Kilometer durch fünf kanadische Provinzen zurück. Unsere Highlights stellen wir dir in diesem Artikel vor. Zunächst jedoch die Route im Überblick:

Tripline

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Ontario

Ontario ist mit Abstand Kanadas bevölkerungsreichste Provinz. Rund 40 % der 37 Millionen Kanadier leben dort. Auch Kanadas Hauptstadt Ottawa ist hier zu finden. Wir starten unseren Ostkanada-Roadtrip in der Millionenstadt Toronto.

Toronto

Mit knapp 6 Millionen Einwohnern ist Toronto die größte Metropolregion Kanadas. Die Stadt ist das wichtigste wirtschaftliche Zentrum in Ostkanada und beherbergt die größte Universität des Landes. Über viele Jahre war der CN Tower der höchste Fernsehturm der Welt. Das Panorama von seinen zwei Aussichtsplattformen ist auch heute noch fantastisch.

CN Tower in Toronto
Der CN Tower ist bis spät in die Nacht geöffnet. In der großen Plattform rotiert ein Restaurant langsam um die eigene Achse.

Torontos Innenstadt ist eine spannende Mischung aus alt und neu. Bunte Leuchtreklamen entlang der Haupteinkaufsstraße Yonge Street, kleine Läden und Cafés in den alten Fabrikhallen des Distillery District oder die rote Backsteinfassade des Gooderham Buildings aus dem 19. Jahrhundert vor den Wolkenkratzern im Hintergrund — die Facetten der Stadt sind vielfältig.

Gooderham Building in Toronto
Das Gooderham Building ist Torontos Mini-Flat-Iron-Building.

Den besten Blick auf die Skyline der Stadt hast du von den vorgelagerten Toronto Islands im Ontariosee. Regelmäßig verkehren dorthin Fähren von der Harbour Front. Mit seinem vielfältigen Angebot ist Toronto der ideale Ausgangspunkt für unseren Ostkanada-Roadtrip. Den kompletten Stadtrundgang findest du in unserem Beitrag Zwei Tage in Toronto: Ontarios Hauptstadt zu Fuß erkunden.

Skyline von Toronto
Die schöne Skyline von Toronto

Niagarafälle

Etwa 130 Kilometer südlich von Toronto stürzen die beeindruckenden Niagarafälle bis zu 57 Meter in die Tiefe. Die Fälle markieren die Grenze zwischen Kanada und den USA und sind von beiden Seiten zugänglich. Kleine Ausflugsschiffe fahren mitten in die dichte Gischt der Wassermassen und lassen dich die gewaltige Kraft des Wasser spüren.

Niagarafälle Hufeisen mit Maid-of-the-Mist-Schiff
Die kleinen Maid-of-the-Mist-Schiffe kämpfen mutig gegen die starke Strömung an.

Über mehrere Spazierwege und Aussichtspunkte erkundest du die Fälle aus verschiedenen Perspektiven. Etwas weiter flussabwärts jagt der Niagara River durch reißende Stromschnellen, bevor er schließlich bei Niagara-on-the-Lake in den Ontariosee mündet. Definitiv eine lohnenswerte Tour, die wir dir in unserem Artikel Beeindruckende Niagarafälle: Ein Tagesausflug von Toronto genauer vorstellen.

Niagara River Whirlpool Rapids
In den Whirlpool Rapids wird der Niagara River zu einem riesigen, langsam mahlenden Strudel.

Kingston

Die kleine Stadt Kingston liegt genau am Übergang des Ontariosees in den Sankt-Lorenz-Strom. Das machte sie zu Kolonialzeiten strategisch so bedeutend, dass sie zeitweise sogar die Hauptstadt der britischen Kolonie Kanada war. Auf einer Anhöhe nahe der Stadt stehen die Verteidigungsbauten des Fort Henry. Von dort aus hast du einen schönen Blick auf die Region.

Skyline von Kingston in der Abendsonne
Abendsonne über Kingston

Thousand-Islands-Nationalpark

Kurz hinter Kingston beginnt das Gebiet der Thousand Islands. Über 1.800 größere und kleinere Inseln liegen in diesem etwa 80 Kilometer langen Flussabschnitt verstreut. Viele davon sind in Privatbesitz und beherbergen Ferienhäuser verschiedener Größe und Pracht. Am einfachsten erkundest du die schöne Inselwelt bei einer Bootsfahrt durch den Archipel. Darüber berichten wir in unserem Blogartikel Der Thousand Islands National Park: Bunte Inselwelt in Ostkanada.

Kleines Ferienhaus in den Thousand Islands
Auch auf den kleinsten Inseln ist Platz für ein Ferienhäuschen.

Québec

Québec ist eine besondere kanadische Provinz. Sie entstand aus der französischen Kolonie Neufrankreich. Dieser Einfluss ist bis heute erhalten geblieben, nach wie vor ist Französisch die einzige offizielle Amtssprache. Und tatsächlich kommen wir abseits der großen Städte mit Englisch nicht immer voran. Es schadet also nicht, wenn du ein paar Brocken Französisch sprichst.

Montreal

Montreal ist nach Toronto Kanadas zweitgrößte Metropole und hat viel zu bieten. Das Zentrum liegt vollständig auf der Insel Île de Montréal im Sankt-Lorenz-Strom. Die beste Aussicht über die Stadt hast du vom Mont Royal. Er liegt im Osten des Eilands und ist über mehrere Spazierwege gut erschlossen.

Herbstliche Aussicht über Montreal vom Mont Royal
Herbstliche Aussicht über Montreal vom Mont Royal

Gleich nördlich des Hügels schließt sich das Szeneviertel Plateau Mont-Royal an. Hier findest du viele kleine Läden, Lokale und Bars. Viele der teils älteren Häuser sind großflächig mit beeindruckender Street Art verziert.

Streetart im Plateau Mont-Royal
Streetart im Plateau Mont-Royal

Nur wenige Gehminuten weiter östlich ändert sich die Bebauung allmählich und du gelangst in die Altstadt Vieux-Montréal. Ihre Ursprünge reichen zurück ins frühe 17. Jahrhundert. Schmale Pflasterstraßen und niedrige Steinbauten dominieren das Bild. Mittendrin ragt die markante Kuppel der Markthalle Marché Bonsecours vor den Hochhäusern der Neustadt empor. Weitere Eindrücke liest du in unserem Blogpost Zwei Tage in Montreal: Ostkanadas hippe Metropole.

Altstadtgasse in Montreal
Die Markthalle Marché Bonsecours überragt die Altstadt.

Wunderbare Landschaften

So spannend Kanadas Großstädte sind, die wahre Schönheit des Landes liegt in der fantastischen Natur. Auf dem Weg von Montreal nach Québec City fahren wir bewusst immer mal wieder von der Autobahn ab und schlängeln uns auf Nebenstraßen durchs Hinterland.

Herbstliches Ostkanada
Kleines Dorf im herbstlichen Québec

Gerade im Herbst sind die Farben einfach wunderbar. Etwas nördlich der Route liegt der Nationalpark La Mauricie. Er ist nicht ganz leicht zu finden und auf unserer Reise bereits in der Winterpause. Sonst ist der Park aber sicher ein lohnenswerter Zwischenstopp.

Indian Summer beim Sankt-Lorenz-Strom
Indian Summer beim Sankt-Lorenz-Strom

Québec City

Québec City ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und eine der ältesten Städte Nordamerikas. Offiziell wurde es 1608 gegründet, allerdings gab es an gleicher Stelle schon vorher eine Siedlung der Sankt-Lorenz-Irokesen. Die Altstadt Vieux-Québec ist gut erhalten und gefällt uns auf Anhieb sehr. Das charakteristischste Gebäude in der Oberstadt ist sicher das Château Frontenac, ein riesiger Hotelkomplex.

Blick auf das Château Frontenac und die Unterstadt von Québec City
Majestätisch thront das Château Frontenac über der Unterstadt.

Von dort gelangst du mit einer Standseilbahn hinunter in die Unterstadt. Hier wurde Québec gegründet und rund um die Place Royale drängen sich kleine Steinhäuser dicht an dicht.

Steinhäuser an der Place Royale
Auf der Place Royale hat Québec City seinen Ursprung.

Viele Gebäude sind mit tollen Wandmalereien verziert, die Szenen aus dem früheren Stadtleben zeigen. Insgesamt eignet sich Québec City somit hervorragend für einen gemütlichen Stadtbummel. Mehr dazu in unserem Beitrag Ein Tag in Québec: Unsere Highlights für 24 Stunden.

Wandmalerei mit Szenen aus der Zeit der Stadtgründung
Einblicke in das Leben zur Zeit der Stadtgründung

Montmorency Falls

Nur 12 Kilometer von Québecs Innenstadt entfernt rauscht der Montmorency-Wasserfall in die Tiefe. Mit 83 Metern ist er sogar höher als die Niagarafälle. Allerdings ist er deutlich schmaler und somit im direkten Vergleich nicht ganz so spektakulär.

Panoramablick auf den Montmorency-Wasserfall
Mehrere Aussichtspunkte erlauben tolle Blicke auf den Montmorency-Wasserfall.

Spannend ist hingegen die Möglichkeit, auf einer Brücke direkt über die Fälle zu gelangen. Von dort schaust du senkrecht nach unten in den Abgrund. Nicht geeignet für Leute mit Höhenangst.

Brücke über den Montmorency-Fall
Von der Brücke reicht der Blick weit über die Region und den Sankt-Lorenz-Strom.

In der Nähe findest du außerdem den Canyon St.-Anne und die Wasserfälle Sept-Chutes, die wir nicht besuchen konnten. Leider gibt es in Kanada keine einheitlichen Öffnungszeiten und jeder Naturpark entscheidet selbst, wann er in die Winterpause geht. Bei den beiden war es Mitte Oktober schon soweit.

Cap Tourmente

Der schöne Naturpark Cap Tourmente liegt knapp 50 Kilometer nordöstlich von Québec City. Um diese Jahreszeit rasten dort Tausende von Schneegänsen auf ihrem Weg vom nördlichen Kanada zu ihrem Winterquartier im Süden der USA.

Holzsteg beim Cap Tourmente
Holzstege führen durch den Park, um die empfindliche Natur zu schützen.

Von mehreren Aussichtspunkten aus kannst du die Tiere beobachten. Wir sind fasziniert von dem regen Treiben. Am Vortag wurden hier 50.000 Vögel geschätzt, an sehr „geschäftigen“ Tagen können es weit über 60.000 sein. Einmal mehr fragen wir uns, wieso so viele Vögel diese unglaublich beschwerliche Reise jedes Jahr aufs Neue auf sich nehmen.

Gänseschwarm vor dem Cap Tourmente
In großen Schwärmen sammeln die Gänse Kraft für die weite Reise.

New Brunswick

New Brunswick ist Kanadas einzige offiziell zweisprachige Provinz. Alle Schilder, Informationsblätter und sogar Speisekarten im Restaurant sind zweisprachig. Die Hauptsprache unterscheidet sich von Ortschaft zu Ortschaft. Eine Ausnahme sind die Akadier. Sie stammen von den ersten französischen Kolonisten ab. Ihre Sprache, das akadische Französisch, hat sich seitdem weitgehend unabhängig vom europäischen Französisch entwickelt.

Kouchibouguac-Nationalpark

Der Kouchibouguac-Nationalpark ist eines unserer absoluten Highlights in Ostkanada. Das liegt sicherlich auch daran, dass wir den Park um diese Jahreszeit komplett für uns alleine haben. Dichter Wald, lange Strände, ein herbstliches gefärbtes Moor — Kouchibouguac sollte aus unserer Sicht bei einer Tour durch die kanadischen Atlantikprovinzen nicht fehlen. Mehr Eindrücke bekommst du in unserem Beitrag Ein Tag im Kouchibouguac-Nationalpark: Natur pur in Ostkanada.

Herbstlich gefärbtes Moor im Kouchibouguac-Nationalpark
Im Kouchibouguac-Moor sind die herbstlichen Farben besonders beeindruckend.

Bay of Fundy

Wegen ihrer schmalen und langgezogenen Form erfährt die Bay of Fundy die weltweit höchsten Gezeitenunterschiede. An normalen Tagen hebt und senkt sich der Atlantik hier bis zu 16 Meter, bei Springfluten können es ganze 21 Meter sein. Besonders schön beobachtest du dieses Phänomen bei den Hopewell Rocks. Wir kommen gegen Mittag fast genau zum höchsten Flutpunkt an und sehen nur ein paar bewaldete Inseln.

Hopewell Rocks bei Flut
Blick auf die Hopewell Rocks bei Flut

Als wir nach etwa dreieinhalb Stunden aus dem Fundy National Park zurück sind, ist der Wasserpegel schon um über 5 Meter gesunken. Vom gleichen Aussichtspunkt aus sehen wir nun den Meeresboden. Die kleinen, bewaldeten Felseninseln sind auf einmal 7 Meter hohe, bewaldete Steinsäulen. Bei schönem Wetter könntest du jetzt auf dem Meeresboden zwischen den Türmen spazieren gehen und dabei zusehen, wie das Wasser immer weiter abfließt. Wir schauen lieber, dass wir wieder ins trockene Auto kommen.

Hopewell Rocks bei einsetzender Ebbe
Blick auf die Hopewell Rocks bei einsetzender Ebbe

Fundy National Park

45 Kilometer westlich der Hopewell Rocks liegt der Fundy National Park. Wir starten dessen Erkundung mit einem Spaziergang zu den Dickson Falls, einer schönen Serie kleiner Wasserfälle mitten durch den Wald. Da wir von Bäumen umringt sind, merken wir hier den Regen nicht so stark und genießen erneut die Ruhe und die Ursprünglichkeit der kanadischen Natur.

Dickson Falls im Fundy-Nationalpark
Blick auf die Dickson Falls

Der nächste Halt ist Herring Cove Beach, ein Aussichtspunkt an der Steilküste mit Blick auf die Fundy Bay. Wetterbedingt ist von der Aussicht allerdings nicht viel zu sehen, weshalb wir uns die Wanderung entlang der Steilküste sparen und uns nur kurz umschauen.

Verregnete Herring Cove
Wegen des schlechten Wetters ist die Steilküste der Herring Cove nicht zugänglich.

Zuletzt stoppen wir am Haltepunkt Caribou Plain. Hier haben wir laut Aussage der Parkwärterin die beste, aber immer noch geringe Chance, eventuell Elche zu sehen. Nachdem es stark regnet, entscheiden wir uns für die kurze Runde über einen Holzsteg. Den Elchen ist es aber offenbar auch zu nass, unsere Ausschau bleibt jedenfalls erfolglos. Der Rundweg ist trotzdem sehr nett und wir bedauern, dass wir nicht mehr sehen können.

Blick über die Caribou Plains
Die Caribou Plains sind bei Elchen eine beliebte Wasserstelle.

Prince Edward Island

Prince Edward Island ist Kanadas kleinste Provinz. Historisch ist sie jedoch bedeutend. 1864 verständigten sich hier die Provinzen Ontario, Québec, Nova Scotia und New Brunswick auf die Gründung eines eigenständigen kanadischen Staates. Lange Zeit war es recht mühsam, die Insel zu erreichen, da es nur drei Fährverbindungen zum Festland gab. Erst 1997 wurde mit der 13 Kilometer langen, kostenpflichtigen Confederation Bridge eine direkte Straßenanbindung eröffnet.

Rote Strände auf Prince Edward Island
Die roten Strände von Prince Edward Island

Im Nordosten des Eilands liegt der Prince-Edward-Island-Nationalpark. Der Sand der Steilküste ist sehr eisenhaltig und durch Meer und Wetter richtiggehend verrostet. Dadurch findest du hier Strände in beeindruckenden, satten Rot- und teilweise sogar Pinktönen.

Blick auf den Central Coastal Drive
Der Central Coastal Drive führt auf 253 Kilometern rund um dem mittleren Teil von Prince Edward Island

Die Panorama-Küstenstraße Central Coastal Drive haben wir wegen des starken Regens ausgelassen. Bei schönem Wetter ist sie aber sicher auch einen Abstecher wert.

Nova Scotia

Nova Scotia ist Kandas zweitkleinste Provinz und liegt größtenteils auf einer Halbinsel im Atlantik. Die Amtssprache ist Englisch und kein Punkt ist weiter als 56 Kilometer vom Meer entfernt.

Halifax

Halifax ist Nova Scotias Hauptstadt und hat etwa 430.000 Einwohner. Von der alten Festung Fort George auf dem Citadel Hill mitten im Zentrum hast du einen guten Ausblick auf die Hafenstadt.

Der Clock Tower ist das Wahrzeichen von Halifax
Auf dem Citadel Hill steht der Clock Tower, das Wahrzeichen von Halifax.

Die restaurierte Uferpromenade lädt zum gemütlichen Schlendern ein. Hier fahren auch die Fähren ins benachbarte Dartmouth ab. Die Überfahrt ist preiswert und von unterwegs genießt du schöne Blicke auf die Skyline von Halifax.

Blick auf die Skyline von Halifax
Blick auf die Skyline von Halifax

Wir empfehlen außerdem einen Abstecher in die hübschen Public Gardens nördlich der Innenstadt. Sie existieren schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Halifax ein wichtiger Ankunftshafen für europäische Auswanderer war. Auch kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten, insbesondere entlang der Argyle Street findest du eine vielfältige Gastronomieszene.

Schmiedeeisernes Tor der Halifax Public Gardens
Seit 1867 laden die Public Gardens zur Entspannung ein.

Kejimkujik-Nationalpark

Der etwa 400 Quadratkilometer große Kejimkujik National Park liegt 170 Kilometer von Halifax entfernt. Nur ein kleiner Teil des Schutzgebiets entlang des Mersey River ist für Besucher zugänglich. Dieser ist jedoch sehr schön. Das Wasser plätschert über die Kaskaden der Mills Falls, Eichhörnchen springen über das bunte Laub am Boden. Im Sommer sonnen sich hier wohl auch gerne ein paar Schildkröten.

Eichhörnchen im Kejimkujik National Park
Fleißig sammeln die Eichhörnchen ihre Wintervorräte.

Hauptanziehungspunkt des Parks ist der Kejimkujik Lake. Im Sommer kannst du hier im See paddeln, schwimmen oder auf einer der kleinen Inseln im See zelten. Um diese Jahreszeit haben wir aber den See ganz für uns alleine und genießen wie schon so oft die Ruhe und die schönen Farben.

Blick über den Kejimkujik Lake
Blick über den Kejimkujik Lake

Lunenburg

Der Name lässt bereits erahnen, wer das Städtchen Lunenburg gegründet hat. In der Region ließen sich Mitte des 18. Jahrhunderts deutsche Protestanten nieder, denen hier freie Religionsausübung zugesichert wurde. Das Stadtzentrum mit seinen bunten kleinen Holzhäuschen ist mittlerweile UNESCO-Weltkulturerbe. Von einem Aussichtspunkt auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht hast du einen schönen Panoramablick über die Uferpromenade der Stadt.

Bunte Holzfassaden in Kejimkujik
Die hübschen Holzfassaden von Lunenburg

Peggy’s Cove und Peggy’s Point

Das kleine Örtchen Peggy’s Cove liegt direkt am Meer und beheimatet Ostkanadas meistfotografiertes Gebäude: den Leuchtturm Peggy’s Point. Dieser steht malerisch auf einer felsigen Halbinsel und ist bis heute in Betrieb. Durch seine charakteristische Form und die schroffe Umgebung hat es der Turm zu einem Wahrzeichen Nova Scotias geschafft. Er ist unsere letzte Station in Kanada, bevor wir zu unserem Endpunkt Halifax zurückkehren.

Der Leuchtturm Peggy's Point in Peggy's Cove
Der Leuchtturm Peggy’s Point steht einsam auf den kahlen Felsen.

Cape Breton und der Cabot Trail

Wenn du noch ein paar Tage mehr Zeit hast, solltest du über einen Ausflug auf die Cape-Breton-Insel im Osten Nova Scotias nachdenken. Die Panoramastraße Cabot Trail zählt zu den schönsten Roadtrip-Routen der Welt, vor allem im Indian Summer. Ein guter Grund, einmal wiederzukommen.

Autofahren in Kanada

Mit dem Auto bist du in Kanada generell recht entspannt unterwegs. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und Parkplätze gibt es überall. Durch das niedrige Tempolimit von 100 km/h auf der Autobahn (110 km/h in New Brunswick) können sich jedoch auch kürzere Strecken ziemlich ziehen. Plane deine Etappen also nicht zu lange.

Appalachen-Landschaft auf unserem Ostkanada-Roadtrip
Typische Landstraße im ostkanadischen Appalachengebirge

Die meisten Autovermieter verlangen eine Einwegmiete, wenn du den Mietwagen woanders zurückgibst, als du ihn entgegengenommen hast. Zwischen den Flughäfen von Toronto und Montreal herrscht allerdings reger Verkehr, sodass auf dieser Strecke die Einweggebühr entfällt. Wir haben daher unseren Mietwagen in Montreal am Flughafen gewechselt und dank der kürzeren Einwegstrecke über 500 Dollar gespart.

Mietwagen für den Ostkanada-Roadtrip
Das passende Auto für einen Ostkanada-Roadtrip.

Fazit

Zwei wunderbare Wochen liegen hinter uns. Insgesamt haben wir auf unserem Ostkanada-Roadtrip 3.955 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht in etwa dem Landweg von Wien nach Teheran, was die gigantischen Ausmaße des nordamerikanischen Kontinents zeigt. Ob Millionenstädte oder menschenleere Nationalparks — Ostkanada hat uns begeistert! Der Indian Summer ist mit seinen unglaublichen Farben aus unserer Sicht die ideale Reisezeit für die Region. Neben der atemberaubenden Natur haben uns die unglaublich netten und hilfsbereiten Menschen beeindruckt. Wir sind uns jedenfalls sicher, dass das nicht unsere letzte Reise in dieses schöne Land war!

Rotes Ahornblatt
Im Indian Summer wird klar, wie die kanadische Flagge entstanden ist.

Reisetipps Ostkanada-Roadtrip

Hoteltipps

The Westin Harbour Castle
1 Harbour Square
Toronto
The Westin Harbour Castle auf booking.com *

Direkt am Ufer des Ontariosees gelegen, die Innenstadt ist fußläufig erreichbar. Tiefgarage mit Valet-Parking direkt im Haus, 45 CAD (~ 30 EUR) pro Nacht. Gratis WLAN, das Frühstück haben wir nicht getestet.


The Gananoque Inn & Spa
550 Stone Street South
Gananoque
The Gananoque Inn & Spa auf booking.com *

Komfortables Bed & Breakfast/Hotel mit sehr gutem Restaurant. Parkplätze direkt vorm Haus, gutes Frühstück, gratis WLAN.


Delta Hotel by Marriott Montreal
475 President-Kennedy Avenue
Montreal
Delta Hotel by Marriott Montreal auf booking.com *

Schönes, modernes Hotel in Downtown Montreal. Tiefgarage im Gebäude, gratis WLAN.


Manoir Victoria
44, Côte du Palais
Québec
Manoir Victoria auf booking.com *

Mitten in der Altstadt gelegen, ist dieses schöne Hotel ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung Québecs. Parkgarage direkt neben dem Haus, gratis WLAN. Der Aufpreis für ein renoviertes Luxe-Zimmer lohnt sich. Das Frühstück haben wir nicht getestet.


Little Shemogue Inn
2361 Route 955
Little Shemogue
Little Shemogue Inn auf booking.com *

Dieses kleine rote Häuschen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts liegt wunderbar an einem schmalen Meeresarm und wird von einer Deutschen betrieben, die dort auch selbst kocht.


Cambridge Suites Hotel
1583 Brunswick Street
Halifax
Cambridge Suites Hotel auf booking.com *

Sehr zentral gelegenes, gemütliches Hotel mit großzügigen Studio-Zimmern.

Routeninfos

  • Tag 1: Anreise und Toronto
  • Tag 2: Toronto – Niagara Falls – Toronto, ca. 290 Kilometer
  • Tag 3: Toronto – Kingston – Gananoque, ca. 300 Kilometer
  • Tag 4: Gananoque – Thousand Islands – Montreal, ca. 275 Kilometer
  • Tag 5: Montreal
  • Tag 6: Montreal – Québec City, ca. 270 Kilometer
  • Tag 7: Québec City – Montmorency Falls – Cap Tourmente – Québec City, ca. 100 Kilometer
  • Tag 8: Québec City – Bathurst, ca. 565 Kilometer
  • Tag 9: Bathurst – Kouchibouguac – Little Shemogue, ca. 350 Kilometer
  • Tag 10: Little Shemogue – Fundy Bay – Little Shemogue, ca. 295 Kilometer
  • Tag 11: Little Shemogue – Prince Edward Island – Halifax, ca. 410 Kilometer
  • Tag 12: Halifax – Kejimkujik National Park – Halifax, ca. 350 Kilometer
  • Tag 13: Halifax – Lunenburg – Peggy’s Cove – Halifax, ca. 280 Kilometer
  • Tag 14: Halifax
  • Tag 15: Abreise

Restauranttipps

The Old Spaghetti Factory
54 The Esplanade
Toronto
www.oldspaghettifactory.net

In einer ehemaligen Schmiede werden in gemütlichem viktorianischen Ambiente sehr gute Pastagerichte serviert.


Balzac’s Coffee Roasters
Distillery District
1 Trinity Street
Toronto
www.balzacs.com

Gemütliches Kaffeehaus im Industriestil mit gutem Kaffee und einer großen Auswahl an Süßspeisen.


Reuben’s Deli & Steaks
1116 Sainte-Catherine W.
Montreal
reubensdeli.com

Hippes Lokal in Downtown Montreal mit hervorragendem Smoked Meat Sandwich.


La Banquise
994 rue Rachel Est
Montreal
labanquise.com

Das quirlige Lokal bietet den Einheimischen zufolge die beste Poutine der Stadt an. Die lange Schlange vor dem Eingang scheint dies zu bestätigen. Unbedingt probieren!


Vices & Versa
6631 boulevard St-Laurent
Montreal
www.vicesetversa.com

Gemütliche Bar mit riesiger Bierauswahl.


Fairmount Bagel
74 Fairmount West
Montreal
www.fairmountbagel.com

Kleine aber feine Bagelbackstube mit ausgezeichneten Bagels bis spät in die Nacht.


Chez Boulay
1110, rue Saint-Jean
Québec
chezboulay.com

Gemütliches Lokal mit guter nordisch-kanadischer Küche, sehr freundliches Personal.


Chives – Canadian Bistro
1537 Barrington Street
Halifax
www.chives.ca

Ausgezeichnetes Restaurant, das ausschließlich auf regionale und biologische Produkte setzt. Unbedingt probieren: Chowder. Diese dickflüssige Cremesuppe wird je nach Lokal mit Fisch, Meeresfrüchten oder einer Mischung aus beiden serviert.


2 Doors Down
1533 Barrington Street
Halifax
www.go2doorsdown.com

Gemütliches Pub-Restaurant, das zum Chives gehört und nur zwei Häuser weiter ist. Hier liegt der Fokus jedoch auf sehr guten Burgern und Steaks.


The Five Fishermen
1740 Argyle Street
Halifax
www.fivefishermen.com

Das Lokal ist zweigeteilt. Im Obergeschoß gibt es ein klassisches Restaurant, im Erdgeschoß einen Grill mit lockerer Pub-Atmosphäre. Wie der Name bereits vermuten lässt, liegt der Menüschwerpunkt hier auf Gutem aus dem Meer.


Bistro Le Coq
1584 Argyle Street
Halifax
www.rcr.ca/restaurants/bistro-le-coq/

Sehr nettes Restaurant mit ganz ausgezeichneter französischer Küche.

Reiseinfos Kanada

Sprache:Englisch, Französisch
Zeitzone:MEZ -4:40 bis -9, UTC -3:30 bis -8, teilweise Sommerzeit
Währung:Kanadischer Dollar (CAD), 1 CAD (~ 0,67 EUR) = 100 Cent. Kreditkartenzahlung ist weit verbreitet. Wie in den USA ist die Mehrwertsteuer nie in die ausgewiesenen Preise eingerechnet. Sie variiert nach Provinz und beträgt zwischen 5 und 15 %.
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Die Straßen sind breit und gut ausgebaut, die Autos daher oft entsprechend überdimensioniert. Sicherheitshalber solltest du einen internationalen Führerschein dabeihaben, da das europäische Scheckkartenformat nicht überall anerkannt wird. Parkverbotszonen sind deutlich gekennzeichnet.

Tempolimit je nach Provinz außerorts und auf Autobahnen 80-110 km/h, innerorts 40-50 km/h.

Achtung: Auch tagsüber muss das Abblendlicht eingeschaltet sein.

Achtung: An Schulbussen, die mit Warnblinkanlage halten, darfst du nicht vorbeifahren.

Auf manchen Streckenabschnitten oder Brücken ist eine Maut zu entrichten. Dafür wird dein Kennzeichen erfasst und der Betrag direkt von der beim Autovermieter hinterlegten Kreditkarte abgebucht.
Strom/Adapter:110 V/60 Hz, Adapter Typ A/B * (wie USA) notwendig.
Trinkgeld Restaurant:Wie in den USA leben die Kellner vom Trinkgeld. Man gibt also mindestens 15 %, wenn man zufrieden war, auch mehr. Kann direkt ins Kreditkartengerät eingegeben oder bar auf dem Tisch hinterlassen werden.
Trinkgeld Taxi:Im Taxi rundet man den Fahrpreis ebenfalls um etwa 15 % auf.
Trinkgeld Hotel:Gepäckträger: 1-2 CAD pro Gepäckstück
Reinigungspersonal: ca. 1-2 CAD pro Tag, da das Reinigungspersonal nicht immer dasselbe ist, hinterlässt man das Geld täglich im Zimmer, deutlich als Trinkgeld erkennbar.

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Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires: Unsere Highlights für zwei Tage

Buenos Aires ist eine der größten Metropolen Südamerikas. Rund 13 Millionen Menschen leben im Großraum des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zentrums Argentiniens. Die Stadt am Río de la Plata überrascht mit europäischem Flair. Prunkvolle Gebäude und Prachtstraßen treffen auf moderne Stadtentwicklung und melancholische Lebensart. Die Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires zeigen in den verschiedenen Vierteln unterschiedliche Facetten. In diesem Beitrag stellen wir dir unsere Highlights für zwei Tage in der argentinischen Hauptstadt vor.

Plaza de Mayo

Die Plaza de Mayo im Stadtteil Monserrat ist das historische Zentrum der Metropole. An diesem Ort wurde die Stadt in der Kolonialzeit gegründet. Rund um den Platz liegen einige Sehenswürdigkeiten von Buenos Aires:

Pirámide de Mayo

In der Mitte der Plaza de Mayo erinnert die Pirámide de Mayo an die Mai-Revolution im Jahre 1810, die 1816 zur Unabhängigkeit Argentiniens führte. Im Umkreis des Denkmals fallen die auf den Boden gemalten weißen Frauenkopftücher auf. Diese stehen für eine Organisation argentinischer Frauen, deren Kinder während der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 als politische Gegner entführt, gefoltert und ermordet wurden. Etwa 30.000 Menschen „verschwanden“ in dieser Zeit. Die „Mütter der Plaza de Mayo“ demonstrierten damals für die Freilassung ihrer Angehörigen und forderten Informationen über deren Verbleib. Bis heute versammeln sie sich regelmäßig auf dem Platz, um der Opfer zu gedenken.

Plaza de Mayo, Pirámide de Mayo, Buenos Aires
Das Denkmal Pirámide de Mayo auf der Plaza de Mayo

Casa Rosada

Die Casa Rosada liegt an der Ostseite der Plaza de Mayo. Auf den Überresten der früheren Befestigungsanlage erbaut, stellt der Präsidentenpalast das politische Zentrum in der wechselvollen Geschichte der argentinischen Republik dar. Vom Balkon des rosafarbenen Regierungssitzes sprachen unter anderem Juan und Eva Perón zu ihren Anhängern. Die „Evita“ genannte, jung verstorbene Präsidentengattin erfährt in Argentinien seit Mitte des 20. Jahrhunderts einen ausgeprägten Personenkult.

Plaza de Mayo, Casa Rosada, Buenos Aires
In der Casa Rosada befinden sich die Amts- und Repräsentationsräumlichkeiten des argentinischen Präsidenten.

Cabildo de Buenos Aires

Auf der gegenüberliegenden Seite der Plaza de Mayo steht der Cabildo de Buenos Aires. Das Alte Rathaus war von 1776 bis 1814 der Regierungssitz des Vizekönigreichs des Río de la Plata. Später musste ein Teil des ursprünglichen Bauwerks für die Erweiterung der Avenida de Mayo weichen. Heute beherbergt das Gebäude das Nationalmuseum des Cabildo und der Mai-Revolution.

Plaza de Mayo, Altes Rathaus, Buenos Aires
Der Cabildo an der Plaza de Mayo

Catedral Metropolitana de Buenos Aires

Die Kathedrale von Buenos Aires grenzt ebenfalls an die Plaza de Mayo. Der frühere Erzbischofssitz des heutigen Papstes Franziskus erinnert mit seiner neoklassizistischen Fassade an einen antiken Tempel. Die zwölf Säulen vor dem Kirchenportal der Catedral Metropolitana symbolisieren die zwölf Apostel.

Plaza de Mayo, Catedral Metropolitana, Buenos Aires
Die Hauptkirche der Katholiken im an Monserrat anschließenden Stadtteil San Nicolás

Avenida de Mayo

Die Avenida de Mayo verbindet auf 1,35 Kilometern den Präsidentenpalast an der Plaza de Mayo mit dem Amtsgebäude des argentinischen Nationalkongresses an der Plaza del Congreso. Auf halber Strecke kreuzt die Prachtstraße die Avenida de 9 Julio. Mit sieben Fahrstreifen je Richtung ist diese eine der breitesten Straßen der Welt. Folgst du der Avenida de 9 Julio weiter, kommst du zum Obelisken und zum Opernhaus Teatro Colón. Die Avenida de Mayo selbst ist für ihre historischen Gebäude im Jugendstil, Neoklassizismus und Eklektizismus bekannt. Sehenswürdigkeiten sind das Kaffeehaus Café Tortoni (Avenida de Mayo 825) und der Palacio Barolo (Avenida de Mayo 1370).

Plaza Provincia de Mendoza, Kreuzung Avenida 9 de Julio und Avenida de Mayo, Buenos Aires
Die Plaza Provincia de Mendoza mit Blick auf das Evita-Portrait an der Gebäudefassade des Gesundheitsministeriums

Palacio Barolo

Zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung im Jahre 1923 war der Palacio Barolo das höchste Gebäude Südamerikas. Auf Wunsch des Auftraggebers Luis Barolo ist der Palast eine Hommage an Dante Alighieris Göttliche Komödie. Der Entwurf stammt vom italienischen Architekten Mario Palanti. Neben vielen weiteren Bezugspunkten orientiert sich zum Beispiel die Höhe von 100 Metern an den 100 Gesängen des Werks des italienischen Dichters. Das Gebäude ist eine einzigartige Kombination aus neugotischer und neuromanischer Architektur mit einer von hinduistischen Einflüssen inspirierten Kuppel. Auf dem Dach befindet sich ein Leuchtturm. Die bis ins kleinste Detail durchdachte Innenausstattung offenbart ebenso unzählige Anlehnungen an die Göttliche Komödie. Ursprünglich sollte sogar die Asche von Dante Alighieri im Palacio Barolo bestattet werden. Diese kam jedoch auf dem Weg nach Südamerika abhanden. Heute wird der denkmalgeschützte Palast an der Avenida de Mayo als Bürogebäude genutzt.

Palacio Barolo, Außenansicht, Avenida de Mayo, Buenos Aires
Außenansicht des Palacio Barolo an der Avenida de Mayo

Der Palacio Barolo gliedert sich dem Aufbau der Göttlichen Komödie entsprechend in drei Teile. Keller und Erdgeschoss stehen für die Hölle, die Etagen 1 bis 14 repräsentieren das Fegefeuer und die Etagen 15 bis 22 entsprechen dem Paradies. Die eindrucksvoll gestaltete Empfangshalle ist öffentlich zugänglich. Dort erhältst du auch die Tickets für die geführten Touren, mit denen du in die übrigen Bereiche des Gebäudes gelangst. Außer dienstags und sonntags finden täglich mehrere eineinhalbstündige Führungen in Englisch und Spanisch statt. Darüber hinaus gibt es Abendveranstaltungen mit unterschiedlichen Programmschwerpunkten. Weitere Informationen zu Optionen, Zeiten und Preisen erhältst du bei Palacio Barolo Tours.

Palacio Barolo, Innenansicht, Buenos Aires
Blick vom „Fegefeuer“ in die „Hölle“ bei der Besichtigung des Palacio Barolo

Die Tour führt durch die verschiedenen Stockwerke und beinhaltet tolle Ausblicke von den Balkonen und der Dachterrasse. In der Leuchtturmkuppel des Palacio Barolo erwartet dich ein spektakuläres 360-Grad-Panorama über das Häusermeer von Buenos Aires. Aus dieser besonderen Perspektive offenbaren sich erst die tatsächlichen Ausmaße der Metropole.

Palacio Barolo, Blick aus dem Leuchtturm, Buenos Aires
Im „Paradies“ des Palacio Barolo: herrlicher Rundumblick über Buenos Aires in der Leuchtturmkuppel

Congreso de la Nación Argentina

Der Bau des Palasts des argentinischen Nationalkongresses begann 1895. In die Gestaltung ließ der italienische Architekt Victor Meano die Ideen des Akademismus, Eklektizismus und Klassizismus einfließen. 1906 wurde der Palacio del Congreso eingeweiht, jedoch erst 1946 endgültig fertiggestellt. Die monumentale, mit grünschimmerndem Kupfer bedeckte Kuppel ist mit 80 Metern Höhe eine der größten der Stadt. Vor dem Gebäude liegt die über die Avenida de Mayo mit der Plaza de Mayo verbundene Plaza del Congreso. Auf dem Platz erinnert das Denkmal Monumento de los dos Congresos an zwei Kongresse, die die nationale Unabhängigkeit Argentiniens vorbereiteten.

Plaza del Congreso, Blick vom Palacio Barolo, Buenos Aires - Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires: Unsere Highlights für zwei Tage
Das beeindruckende Panorama vom Palacio Barolo gewährt freien Blick auf den Kongresspalast.

Cementerio de La Recoleta

Drei Kilometer weiter nördlich kannst du ein weiteres Highlight der Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires entdecken. Inmitten des Wohngebiets des gleichnamigen Stadtteils befindet sich der schöne Friedhof La Recoleta (Calle Junín 1760). In den tausenden, mit kunstvollen Statuen geschmückten Marmormausoleen und Krypten fanden einige berühmte Persönlichkeiten Argentiniens ihre letzte Ruhe. Eine von ihnen ist Evita Perón, deren Grab im Mausoleum der Familie Duarte einer Pilgerstätte gleicht. Der Friedhof ist täglich von 8 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Friedhof La Recoleta, Buenos Aires
Die Stadt der Toten in La Recoleta

La Boca

La Boca liegt im Osten von Buenos Aires an der Einmündung des Riachuelo-Flusses in den Rió de la Plata. Darauf bezieht sich auch der Name des Viertels, der auf Spanisch „Mündung“ bedeutet. Im Vergleich zum prachtvollen Stadtzentrum hat La Boca eine ganz eigene Atmosphäre. Bekannt ist der von italienischen Einwanderern geprägte Stadtteil vor allem für seine bunten Wellblechhäuser. Lokale Künstler bieten in der als Straßenmuseum bezeichneten Fußgängerzone Caminito („Kleiner Weg“) ihre Werke an. In den farbenfrohen Innenhöfen warten Souvenirläden auf kauffreudige Kundschaft, auf den Gehsteigen werben Restaurants um Gäste. An jeder Ecke spielt Musik und Tangotänzer zeigen ihre Künste auf den Straßen.

Caminito, La Boca, Buenos Aires
Ein Spaziergang durch den farbenfrohen Caminito in La Boca

In der Nähe des Caminito kannst du außerdem das „Pralinenschachtel“ genannte Stadion La Bombonera des Fußballclubs Boca Juniors ansehen. Dort spielte schon Diego Maradona. Obwohl La Boca eine beliebte Touristenattraktion ist, gilt die Gegend abseits der stark frequentierten Wege als unsicher. Daher solltest du Seitengassen meiden und das Stadtviertel nur tagsüber besuchen.

Souvenirshop, La Boca, Buenos Aires
Bunte Innenhöfe im touristisch geprägten Teil von La Boca

Puerto Madero

Das ehemals heruntergekommene alte Hafenviertel von Buenos Aires ist inzwischen eine der gefragtesten Lagen der argentinischen Hauptstadt. Im wiederbelebten Puerto Madero beherbergen die Backsteinhäuser der historischen Speicherstadt schicke Büros, teure Wohnungen und gehobene Gastronomie. In den emporragenden Hochhäusern sitzen internationale Firmen, im Wasser liegen luxuriöse Segelschiffe. Über eines der vier Hafenbecken spannt sich die rotierende Fußgängerbrücke Puente de la Mujer. Die „Frauenbrücke“ soll ein tangotanzendes Paar darstellen. Östlich von Puerto Madero empfängt dich eine grüne Oase mitten in der Stadt. Am Ufer des Río de la Plata erstreckt sich das auf Bauschutt entstandene, weitläufige Naturschutzgebiet Reserva Ecológica Costanera Sur.

Puente de la Mujer, Puerto Madero, Buenos Aires
Die Puente de la Mujer in Puerto Madero

Die schöne Promenade von Puerto Madero lädt insbesondere in den Abendstunden zum Flanieren an den vier Hafendocks ein. Bei Sonnenuntergang ist die moderne Skyline von Buenos Aires besonders fotogen. Im Anschluss wartet Puerto Madero mit einem umfassenden Angebot an Restaurants und Unterhaltung auf. Alternativ kannst du zu Fuß ins nahe gelegene Stadtzentrum zurückkehren.

Puerto Madero am Abend, Buenos Aires
Abendstimmung an der Hafenpromenade

San Telmo

San Telmo ist mit seinen denkmalgeschützten Altbauten aus dem 19. Jahrhundert, zahlreichen Antiquitätenläden und allgegenwärtigen Tangoklängen ein Ort der Nostalgie. Gleichzeitig gilt der Stadtteil im Südosten von Buenos Aires als Szeneviertel mit authenthischen Steakrestaurants, trendigen Bars und unkonventioneller Street Art. Aufgrund des vielfältigen Angebots ist San Telmo bei Touristen sehr beliebt und auch eines unserer Highlights in Buenos Aires.

Mercado de San Telmo

Der Mercado de San Telmo (Calles Defensa 963/Bolívar 970/Estados Unidos 460) lohnt einen oder gleich mehrere Besuche. In der 1897 errichteten historischen Markthalle verrkaufen die Stände von frischen Lebensmitteln bis Antiquitäten ein umfangreiches Sortiment. Der Markt ist dienstags bis freitags von 10.30 bis 19.30 Uhr und sams-, sonn- und feiertags von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Viele Anbieter akzeptieren nur Barzahlung. Wenn du keine argentinischen Pesos griffbereit hast, kannst du üblicherweise zu einem angemessenen Wechselkurs mit US-Dollar bezahlen. Das Rückgeld erhältst du in der lokalen Währung.

Mercado de San Telmo, San Telmo, Buenos Aires
Die Markthalle von San Telmo

Auf dem Mercado de San Telmo kannst du etliche kulinarische Spezialitäten probieren. Besonders empfehlen möchten wir dir zwei Essensstände in der Markthalle: La Choripaneria für Choripans (Chorizo-Wurst im Baguette mit unterschiedlichen Toppings) und Bier sowie El Hornero für Empanadas (gefüllte Teigtaschen) in verschiedenen Variationen.

La Choripaneria, San Telmo, Buenos Aires
La Choripaneria auf dem Mercado de San Telmo

Plaza Dorrego

Durch die großen Einwandererwellen aus Europa entstand in Buenos Aires ein kultureller Schmelztiegel, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Entwicklung des Tangos führte. Die Plaza Dorrego ist ein historischer Platz im Herzen von San Telmo, wo der Tango Argentino noch immer zelebriert wird. In den umliegenden Bars und Cafés treten Tänzer und Musiker auf und unterhalten Besucher für ein Trinkgeld. Jeden Sonntag findet auf dem Platz zudem ein Antiquitätenmarkt statt, die Feria de San Pedro Telmo.

Tango am Tag, Plaza Dorrego, San Telmo, Buenos Aires
Professionelle Tangotänzer verdienen sich auf der Plaza Dorrego ein Trinkgeld dazu.

In San Telmo stehen eine Menge Tangoshows mit begleitendem Abendessen zur Auswahl. Diese sind für argentinische Verhältnisse allerdings recht teuer. Wir hatten auf der Plaza Dorrego einen schönen und dazu sehr günstigen Abend. Dort konnten wir in einer Bar im Freien sitzen und bei einer Flasche Rotwein eine tolle Tangoperformance erleben.

Tango am Abend, San Telmo, Buenos Aires
Tango Argentino am Abend auf der Plaza Dorrego

Tigre-Delta

Das idyllische Tigre-Delta ist ergänzend zu den Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires ein interessantes Ziel für einen Halbtagesausflug. Nur eine einstündige Auto- oder Zugfahrt vom Zentrum der argentinischen Hauptstadt entfernt, liegt das Städtchen Tigre am Río Luján. Dieser Fluss mündet nicht weit entfernt in den Río de la Plata. Flussrundfahrten sind von Tigre aus mit Linienbooten oder gebuchten Touren möglich. Die Boote fahren etwa zwei Stunden durch die von Stelzenhäusern, Villen und Rudervereinen gesäumte Wasser- und Inselwelt.

Bootsfahrt durch Tigre
Bootsfahrt im Tigre-Delta

Fazit

Buenos Aires ist ein guter Einstiegspunkt für eine Südamerikareise. Wir statteten der argentinischen Hauptstadt auf unserem Weg nach Patagonien einen zweitägigen Besuch ab.

Bei den oben genannten Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires handelt es sich um unsere Highlights für einen Aufenthalt von zwei Tagen. Natürlich geben diese kein ganzheitliches Bild der Metropole wieder, aber sie vermitteln einen schönen ersten Eindruck bei einem Kurzbesuch. Die aufgeführten Viertel bilden ein buntes Mosaik an Impressionen, das die Stadt am Río de la Plata zu einem lohnenswerten Reiseziel macht.

Du bist länger als zwei Tage in Buenos Aires oder auf der Suche nach weiterer Inspiration? Zusätzliche Sehenswürdigkeiten und Tipps findest du auf der Website der Touristeninformation von Buenos Aires.

Möchtest du mehr über unsere Rundreise erfahren, während der wir in Buenos Aires waren? Einen Überblick über unsere Route geben wir dir im Bericht Zwei Wochen Patagonien: Von Buenos Aires bis Santiago de Chile.

Obelisk, Buenos Aires
1936 errichtet, 67 Meter hoch – Der Obelisk von Buenos Aires ist ein Wahrzeichen der argentinischen Hauptstadt.

Reisetipps Buenos Aires

Hoteltipp

Patios de San Telmo
Calle Chacabuco 752
Buenos Aires
Patios de San Telmo auf booking.com *

Schönes Boutiquehotel in zentraler Lage in San Telmo. Gutes Frühstück, gratis WLAN.

Transport vor Ort

Zwischen den meisten Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires kannst du dich je nach Präferenz zu Fuß, mit der Subte (U-Bahn), dem öffentlichen Nahverkehr, Taxi, Hop-on-Hop-off-Bus oder im Rahmen einer geführten Tour fortbewegen.

Der internationale Flughafen Ministro Pistarini International Airport (EZE), auch Ezeiza International Airport genannt, liegt 22 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums von Buenos Aires und ist mit Bussen oder Taxis erreichbar. Die Flugzeit von/nach Frankfurt beträgt nonstop knapp 14 Stunden.

Die meisten Inlandsflüge gehen vom Aeroparque Jorge Newbery (AEP) ab. Der Stadtflughafen von Buenos Aires am Ufer des Río de la Plata ist mit Bussen oder Taxis erreichbar.

Vom Hauptbahnhof in Retiro gibt es regelmäßige Zugverbindungen in alle Richtungen.

Restauranttipp

Mercado de San Telmo
Calles Defensa 963/Bolívar 970/Estados Unidos 460
Di-Fr 10.30-19.30 Uhr, Sa/So/Feiertag 9-20 Uhr

La Choripaneria
Unsere Empfehlung für Choripans (Chorizo-Wurst im Baguette mit unterschiedlichen Toppings) und Bier

El Hornero
Unsere Empfehlung für Empanadas (gefüllte Teigtaschen) in verschiedenen Variationen

Reiseinfos Argentinien

Sprache:Spanisch
Zeitzone:MEZ -4, UTC -3, keine Sommerzeit
Währung:Argentinischer Peso (ARS), 1 ARS (~ 0,02 EUR) = 100 Centavos, Stand Januar 2019
Strom/Adapter:220 V/50 Hz, Adapter Typ I * notwendig. Manchmal gibt es Doppelsteckdosen, in die auch die europäischen Flachstecker passen.
Trinkgeld Restaurant:Wenn das Trinkgeld nicht in der Rechnung enthalten ist („servicio incluido“), sind für guten Service 5-10 % des Rechnungsbetrags angemessen. Das Trinkgeld wird bar auf dem Tisch liegengelassen.
Trinkgeld Taxi:Trinkgeld im Taxi ist unüblich. Wer zufrieden ist, kann nach eigenem Ermessen aufrunden.
Trinkgeld Hotel:Gepäckträger: 1 EUR pro Gepäckstück
Reinigungspersonal: ca. 1-2 EUR pro Tag

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Ein Wochenende in Bad Tatzmannsdorf: Erholung, Ballonfahren und Genuss

„Slow down and relax“ — Mit dieser Aufforderung lockt das kleine Bad Tatzmannsdorf im Südburgenland seine Gäste. „Tatz“, wie die Einwohner ihre Heimat liebevoll nennen, erlangte zunächst als Kurort Bekanntheit. Die Gemeinde ist der einzige Ort in Österreich, der gleich drei natürliche Heilmittel zu bieten hat: Thermalwasser, kohlensäurehaltiges Mineralwasser und Heilmoor. Über die Jahre entstand jedoch ein vielfältiges Freizeitangebot zum genussvollen Abschalten für alle Altersgruppen. Ob der Thermenort seinem Slogan gerecht wird, durften wir zu Land, zu Wasser und sogar in der Luft testen.

Entspannen und abschalten im Avita Resort

Wo Thermalquellen sprudeln, sind Thermalbäder nicht weit. Ganze sechs Stück hat Bad Tatzmannsdorf zu bieten. Jedes richtet sich an eine andere Zielgruppe. Ob Familien, Paare, Einzelreisende, Golf-Fans, Reha-Patienten oder Kurgäste, es gibt für jedes Alter und jede Geldbörse ein Angebot. Eines davon ist das Avita Resort mit angeschlossenem Hotel. Hier findest du mehrere Schwimmbecken, einen Naturbadeteich und eine Saunalandschaft. Nun sind wir keine Wellness-Experten, die Vielfalt des Angebots hat uns aber auf jeden Fall beeindruckt.

Infinity-Pool mit Blick auf Bad Tatzmannsdorf
Der Infinity-Pool ist Teil des Avita-Exklusivbereichs, steht also nur Hotelgästen zur Verfügung.

Besonders schön ist der Naturbadeteich. Er kommt ohne Chlor aus, ist mit schönen Seerosen bewachsen und nicht beheizt. Genau richtig also bei 36 Grad Lufttemperatur. Im Außenbereich der Therme findest du außerdem ein kleines Freilichtmuseum mit traditionellen historischen Häusern aus der Region.

Naturbadeteich mit Seerosen und Liegestühlen
Erfrischung im Naturbadeteich

Wenn du dir eine Auszeit vom Alltag nehmen möchtest, erwartet dich im Avita Premium Spa eine große Auswahl an Behandlungen. Als Paar sogar gemeinsam in einer Spa Suite. Wir kommen in den Genuss einer entspannenden Kopf-Schulter-Nacken-Massage. Insbesondere Wolfgang spürt dabei deutlich, wie ein Bürojob den Körper verspannen kann.

Spa-Suite mit zwei Massageliegen
In der Spa-Suite ist Platz für zwei.

Eine Sauna mit Minusgraden

Eine Besonderheit des Avita Resort ist das große Saunaangebot. 25 Schwitzbäder aller Temperaturen stehen dir zur Verfügung. Wir befreien unsere Atemwege im Kräuterdampfbad, entspannen in der verwinkelten Bergwerksauna und dörren bei 65 °C in der Darre langsam vor uns hin. Nebenan im Kellerstöckl findet alle halbe Stunde ein Uhudler-Aufguss statt, nach dem der charakteristische Geruch der Traube durch den Liegebereich im Freien zieht. Dieser ist großzügig gestaltet und hat mehrere Schwimmbecken für ungetrübtes Freikörpervergnügen. Aus naheliegenden Gründen sind Fotos hier nicht erlaubt.

Eine Besonderheit ist die in Österreich einzigartige Schneesauna. Bei -11 bis -5 °C rieselt Kunstschnee herab und hüllt den Raum in weiß. Die niedrigen Temperaturen ermöglichen ein sanftes Abkühlen nach dem Saunagang und sind eine schöne Alternative zum sonst üblichen eiskalten Wasserschwall.

Schneesauna mit Kunstschnee
Schnee das ganze Jahr in der Schneesauna.

Über den gesamten Thermenbereich verteilt findest du gemütliche Ruhezonen und Entspannungsräume. Insgesamt sind wir sehr angetan von Therme und Hotel und merken, dass sich schnell ein Erholungseffekt bei uns einstellt. Somit können wir nun völlig tiefenentspannt in die Luft gehen.

Entspannungsliege mit Vorhängen
Entspanntes Zurückziehen ist im Avita Resort fast überall möglich.

Im Heißluftballon übers Burgenland

Einmal im Heißluftballon über die Landschaft schweben, das stand schon lange auf unserer Wunschliste. In Bad Tatzmannsdorf ist das möglich. Den ganzen Tag über bangen wir insgeheim, ob das Wetter mitspielen wird. Damit der Start glückt, müssen die Konditionen genau stimmen. Niederschlag oder zu starke Aufwinde machen eine Ballonfahrt unmöglich. Leichter Wind muss aber wehen, sonst kommt der Ballon mangels Motor nicht vom Fleck. Frühmorgens oder am frühen Abend sind die Konditionen meist am besten. Gespannt sitzen wir also am Rand der Startwiese und beobachten die ersten Aufbauten.

Vorbereitungen für den Ballonstart - liegender Korb und verpackter Ballon
Die Vorbereitungen laufen. In der Tasche links findet der komplette Ballon Platz.

Dann wird klar, es klappt. Flugs werden wir in die Startvorbereitungen eingebunden. Zunächst gilt es, den 25 Meter langen Ballon gerade auf der Wiese auszurollen. Anschließend spannen wir auf beiden Seiten der Luftöffnung die Seile. Eine kleine Windmaschine sorgt für den nötigen Luftzug, um die riesige Hülle langsam mit Luft zu füllen.

Ballonpilot in der Hülle während den Vorbereitungen.
Während sich die Hülle langsam mit Luft füllt, prüft der Pilot die Seile im Inneren.

Jetzt wird es ernst. „Es wird gleich etwas heiß. Ihr lasst die Schnüre aber erst los, wenn ich es sage“, erklärt unser Pilot Martin. Er zündet den Brenner und erhitzt mit gezielten Feuerstößen die Luft im Inneren des Ballons. Nach einer Weile erhebt sich die Hülle langsam. Zuletzt richtet sich der Korb auf und wir dürfen einsteigen. Nach ein paar weiteren Flammenschüben fangen wir an, leicht waagerecht zu rutschen. Erst langsam, dann immer schneller bis die Gondel schließlich den Kontakt zum Boden verliert. Wir gewinnen schnell an Höhe und die Fahrt beginnt.

Abhebender Ballon mit Bad Tatzmannsdorf im Hintergrund
Startbahnen sind für Ballons nicht nötig. Eine einfache Wiese reicht.

Warum „fährt“ man Ballon?

Während wir steigen, erklärt uns Martin viele interessante Infos zum Ballonfahren. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts hatten die Gebrüder Montgolfier beim französischen König endlich die Erlaubnis erkämpft, ihre kühne Erfindung mitten in Paris auszuprobieren. Eine mit erhitzter Luft gefüllte Leinwandkugel sollte die beiden in die Höhe befördern. Der Versuch glückte und eine neue Art der Fortbewegung war geboren. Doch wie sollte die korrekte Bezeichnung lauten? Schnell einigte man sich darauf: Seefahrer fahren im Segelschiff mit dem Wind über das Meer. Folglich fahren Ballonfahrer im Ballon mit dem Wind durch die Lüfte.

Blick aus dem Ballonkorb nach unten auf Bad Tatzmannsdorf
Freie Sicht in alle Richtungen

Und die Beschreibung passt. Der Ballon ruckelt nicht und ganz sanft gleiten wir nahezu lautlos über das Burgenland. Unterbrochen wird die Stille nur gelegentlich durch das Fauchen des Gasbrenners. Mit gut 10 km/h brechen wir zwar keine Geschwindigkeitsrekorde. Dafür haben wir umso mehr Zeit, die atemberaubenden Blicke aus der Gondel zu genießen. Auf einer Höhe von 2.100 Metern reicht die freie Rundumsicht weit über das Südburgenland.

Aussicht über das Burgenland. Im Vordergrund der zweite Ballon.
Die sanften Hügel des Südburgenlands

Eine meisterliche Punktlandung

Ballonfahrten haben eine weitere natürliche Begrenzung. Wenn das Tageslicht verschwindet, muss der Ballon am Boden sein. Langsam senkt sich die Sonne über den Hügeln und Martin schaut sich nach einem geeigneten Landeplatz um. Gerade fahren wir oberhalb des Stadtzentrums von Oberwart, hier ist landen also nicht möglich.

Sonnenuntergang über Oberwart
Sonnenuntergang über Oberwart

Allmählich sinken wir in Richtung der angrenzenden Wiesen und Wälder. Immer näher kommen wir den Baumwipfeln und erleben ganz neue Vogelperspektiven. Mehr und mehr Details werden sichtbar, plötzlich springt unter uns ein Reh aus dem Gebüsch und jagt davon. Eine Landewiese ist jedoch immer noch nicht in Sicht. Kein Problem für Martin. „Wir landen auf dem Weg da vorne“, sagt er. Und tatsächlich: Mit nur einer Handbreit Platz unter dem Korb gleiten wir über die Ähren eines Getreidefelds. Kurz darauf richtet unser Pilot den Ballon aus und setzt ihn souverän auf dem keine zwei Meter breiten Kiesweg zwischen zwei Feldern ab.

Blick auf ein Getreidefeld kurz vor der Landung
Bitte bereitmachen zur Landung!

Als wir ausgestiegen sind, hebt er mit der Gondel wieder ein paar Zentimeter ab und wir ziehen das Gespann auf eine nahegelegene Lichtung. Dort parkt er den Korb zielsicher direkt auf dem Anhänger und lässt die Hülle langsam absinken. Ein wahrer Meister seines Fachs! Schnell wird alles wieder zusammengepackt und wir machen uns auf den Rückweg nach Bad Tatzmannsdorf. Ein wirklich unglaublich schönes Erlebnis geht zu Ende und wir werden sicher nicht zum letzten Mal auf diesem Weg in die Lüfte gestiegen sein!

Ballon liegt am Boden und wird langsam geleert
Während der Korb schon auf dem Anhänger steht, entweicht langsam die warme Luft.

Ballonfahren kannst du in Bad Tatzmannsdorf das ganze Jahr über. Besonders schön ist es bei der Nacht der Ballone, wenn sich 10 bis 15 der wunderbaren Gefährte gemeinsam in den Himmel erheben.

Auf Erkundungstour durch die Region Bad Tatzmannsdorf

Viele Übernachtungsbetriebe in Bad Tatzmannsdorf bieten die Möglichkeit, kostenfrei oder für kleines Geld ein E-Bike auszuleihen. Ideal, um die Gegend näher zu erkunden. Derzeit erarbeitet die Gemeinde verschiedene Routenvorschläge für schöne Touren durch die gesamte Region, die demnächst auch markiert und ausgeschildert werden sollen. Für Sportler gibt es das heute schon. Über ein Leitsystem sind in der Lauf- und Walkingarena Bad Tatzmannsdorf mehr als 200 Kilometer Lauf- und Wanderwege in sechs Gemeinden vernetzt.

Landschaft rund um Bad Tatzmannsdorf mit E-Bike im Vordergrund
Mit dem Elektrofahrrad durchs Südburgenland

Süße Köstlichkeiten aus der Pralinenmanufaktur Spiegel

Gleich in der Nähe des Avita-Resorts liegt das Hotel-Restaurant Spiegel. Der kleine Betrieb empfängt jedoch nicht nur Gäste, sondern bietet auch eine besondere Leckerei an. In der hauseigenen Manufaktur entstehen jeden Tag rund 6.000 Pralinen in 60 bis 120 verschiedenen Sorten. Die Schokolade kauft Chef Edgar Spiegel zu, alle anderen Schritte werden noch weitgehend von Hand erledigt.

Durch Spachteln wird die Schokolade auf die richtige Temperatur heruntergekühlt.
Die flüssige Schokolade muss für die nächsten Schritte auf die richtige Temperatur heruntergekühlt werden.

Bei den Füllungen setzt das Team nicht nur auf klassische Sorten, sondern legt auch Wert auf ungewöhnliche Produkte wie portugiesisches Quellsalz, Basilikumganache oder die burgenländische Uhudler-Traube. Da müssen wir natürlich sicherheitshalber probieren, ob das auch wirklich schmeckt. :) Tut es! Somit sei dir ein Besuch definitiv empfohlen.

Pralinen mit verschiedenen Formen und Mustern
Eine kleine Auswahl des riesigen Sortiments

Nachhaltigkeit erleben auf dem Naturhof Schranz

Im Nachbardorf Oberschützen lernen wir ein ganz besonderes Projekt kennen. Hier hat das Ehepaar Schranz in den letzten Jahren in nahezu reiner Handarbeit einen konventionellen Bauernhof in einen Naturhof umgewandelt. Schweres landwirtschaftliches Gerät kommt kaum zum Einsatz. Selbst gepflügt wird von Hand, um die Erosion des Bodens zu verhindern. Die üblichen Getreidesorten bauen die beiden immer weniger an. Stattdessen wachsen bei ihnen verschiedene alte, teilweise fast vergessene Kulturpflanzen. Einkorn, Buchweizen, Leindotter und auch Industriehanf. Insbesondere letzterer hat ihnen im Ort einiges Stirnrunzeln eingebracht, da die Nutzpflanze der Rauschpflanze zum Verwechseln ähnlich sieht.

Einkorn-Heidelbeer-Kuchen und eine Tischdekoration aus Industriehanfblättern
Einkorn-Heidelbeer-Kuchen und Blütensirup mit Tischdeko aus Industriehanf

Dabei war Hanf früher das Multitalent schlechthin. Die widerstandsfähigen Fasern wurden zu Kleidung, Segeln, Schiffstauen und sogar Papier für die erste Gutenberg-Bibel. Aus den Hanfnüssen entsteht aromatisches Öl oder eine geröstete Knabberei. Berauschende Substanzen enthält Industriehanf so gut wie gar nicht. „Da müsstest du 15 Hektar auf einmal rauchen, damit du überhaupt irgendwas spürst“, schmunzelt die sympathische Betreiberin Astrid. Im kleinen Hofladen verkauft sie die vielen spannenden Produkte und findet großen Zuspruch. Bald will sie das Angebot um Kurse zu Kräuterkunde, Naturkosmetik und gesundem Kochen erweitern. Wir sind sehr beeindruckt, mit wie viel Herzblut die beiden für Ihr Projekt brennen! Alle Infos zu Angebot und Kursen findest du auf der Naturhof-Homepage.

Regal mit verschiedenen Produkten im Hofladen
Alle Produkte im Hofladen stellt Familie Schranz selbst her.

Fazit

Wieder einmal sind wir beeindruckt, wie vielfältig unsere wunderbare Wahlheimat Österreich ist. Und wieder einmal haben wir tolle Menschen kennengelernt. Der selbstgewählte Slogan „Slow down and relax“ könnte für das gemütliche Bad Tatzmannsdorf aus unserer Sicht kaum treffender sein. Wenn du also auf der Suche nach Entschleunigung und Entspannung bist, wirst du hier sicher fündig!

Bloggergruppe im Heißluftballon
Blogger im Ballon

Weitere Eindrücke von diesem schönen Wochenende liest du bei unseren lieben BloggerkollegInnen:


Offenlegung: Wir wurden vom Tourismusverband Bad Tatzmannsdorf in Kooperation mit dem Avita Resort zu dieser Reise eingeladen. Vielen Dank an alle Beteiligten! Die Meinungen in diesem Artikel basieren auf unseren eigenen Erfahrungen.

Reisetipps Bad Tatzmannsdorf

Hoteltipp

Avita Resort **** Superior
Thermenplatz 1
7431 Bad Tatzmannsdorf
Avita Resort auf booking.com *

Nicht nur der Thermenbetrieb überzeugt im Avita. Die großzügig geschnittenen Zimmer mit Terrasse oder Balkon sind klimatisiert und gemütlich eingerichtet. Hotelgäste haben außerdem Zugang zu einem eigenen Spa- und Wellnessbereich. Das gute Frühstücksbuffet, leichte Snacks zu Mittag und abends schöne Menüs sind in der Halbpension plus eingeschlossen. Gratis WLAN, Parkplätze kostenfrei direkt vorm Haus. Kostenloser E-Bike-Verleih.

Transport vor Ort

Wenn du kein eigenes Auto hast und trotzdem flexibel unterwegs sein möchtest, steht dir innerhalb des gesamten Gemeindegebiets von Bad Tatzmannsdorf das kostenfreie TATZ Taxi zur Verfügung. Betrieb von Montag bis Samstag 07.00 bis 12.30 Uhr und 14.00 bis 23.00 Uhr.

Bereits mehrere Hotels bieten zum Teil kostenlos E-Bikes zum Ausleihen an.

Die Bahnstrecke nach Bad Tatzmannsdorf wurde vor vielen Jahren stillgelegt, öffentlich ist die Stadt daher nur mit dem Postbus erreichbar.

Restauranttipps

Gasthaus Treiber
Jormannsdorferstraße 52
7431 Bad Tatzmannsdorf
www.burgenlandurlaub.at

Das Gasthaus Treiber liegt etwas unscheinbar hinter einer Tankstelle. Der Eindruck eines Raststättenlokals täuscht jedoch gewaltig. Inhaber Herbert Treiber und Tochter Maria Treiber haben beide internationale Gastronomieerfahrung und servieren sehr gute, moderne österreichische Küche.

Reiseinfos Österreich

Sprache:Deutsch, regional auch Kroatisch, Slowenisch und Ungarisch
Zeitzone:MEZ, UTC+1, Sommerzeit von März bis Oktober
Währung:Euro (EUR), 1 EUR = 100 Cent
Roadtrip-Info:Rechtsverkehr. Straßen gut ausgebaut und in gutem Zustand. Vignette für die Autobahn erforderlich. Tempolimit auf Autobahnen 130 km/h, auf Schnellstraßen und Landstraßen 100 km/h. Innerorts 50 km/h.
Strom/Adapter:230 V/50 Hz, kein Adapter notwendig.
Trinkgeld Restaurant:Je nach Zufriedenheit 5-10 %. Das Trinkgeld wird direkt beim Bezahlen zusammen mit dem Rechnungsbetrag als Gesamtsumme beglichen.
Trinkgeld Taxi:Wer zufrieden ist, rundet den Fahrpreis um 5-10 % auf.
Trinkgeld Hotel:1-2 EUR für Reinigungspersonal und Kofferträger pro Tag bzw. Gepäckstück

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