Ein Tag auf der Kaphalbinsel: Pinguine, Wind und Meer

Afrika Südafrika Ein Tag auf der Kaphalbinsel: Pinguine, Wind und Meer

Ein Tag auf der Kaphalbinsel ist aus meiner Sicht ein absolutes Muss während eines Kapstadtaufenthalts. Schließlich ist ebendieses Kap Namensgeber für die Stadt, die Region und sogar die ganze Provinz (Western Cape). Die Kaphalbinsel ist sehr abwechslungsreich. Berge, Natur und possierliche Tiere – all das gibt es nur eine gute Stunde außerhalb der Großstadt.

Auf dem Weg nach Süden

Von Kapstadt brechen wir also in Richtung Süden auf. Nachdem wir die unzähligen Vororte hinter uns gelassen haben, wird es interessant. Nun windet sich der Ou Kaapse Weg (Afrikaans für Alte Kapstraße) hinauf in die Steenberg Mountains. Von hier oben haben wir eine Wahnsinnsaussicht über die zahlreichen kleinen Ortschaften des Umlands.

Der nächste Halt ist Simon’s Town, eine nette kleine Ortschaft direkt am Meer. Gemütlich schlendern wir ein wenig am Hafenbecken entlang und genießen die entspannte Ruhe. Ein paar Straßenhändler bieten ihre Schnitzereien feil und im Wasser schaukeln die Boote gemächlich vor sich hin. Im Vergleich zum großstädtischen Trubel von Kapstadt geht es hier sehr beschaulich zu.

Von hier ist es dann nicht mehr weit zu einem sehr besonderen Erlebnis.

Pinguine – Diese kleinen Kerle muss man einfach lieben

Ganz in der Nähe von Simon’s Town wartet für mich eines der absoluten Highlights auf der Kaphalbinsel: Die Pinguinkolonie bei Boulder’s Beach. Hier, in einem Naturschutzgebiet, leben etwa 3.000 Brillenpinguine in malerischer Kulisse.

Ein Tag auf der Kaphalbinsel - Pinguine am Boulder's Beach
Die Pinguine tummeln sich hier direkt an den Besucherstegen

Nur an wenigen Stellen sind diese wunderbaren Tiere noch so zahlreich anzutreffen, da ihr Lebensraum zunehmend zerstört wird. Umso schöner, dass sich die Population hier durch das geschützte Naturreservat langsam wieder stabilisiert.

Ein Tag auf der Kaphalbinsel - Pinguine am Boulder's Beach
Der ganze Naturpark ist voll mit den hübschen Tieren.

Um die Pinguine nicht zu sehr zu stören, führen nur zwei erhöhte Holzstege durch den Park. Das restliche Gelände ist für Besucher nicht zugänglich. Das reicht aber auch, die Vögel sind wirklich überall. Neben dem Steg, unter dem Steg, vor dem Steg am Strand – sie haben sich an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt. Es ist allerdings zum Glück streng verboten, sie zu berühren, zu füttern oder sonst irgendwie zu belästigen.

Ein Tag auf der Kaphalbinsel - Pinguine am Boulder's Beach
Etwas unbeholfen watscheln die Pinguine ins Wasser – um dann dort richtig Gas zu geben.

In jedem Fall ist es ein Spektakel, den possierlichen Tieren zuzusehen. So unbeholfen es aussieht, wie sie am Strand entlang watscheln, so geschmeidig gleiten sie durch die Wellen des Atlantischen Ozeans. Aber was schreibe ich lange, Bilder sagen mehr als Worte, deswegen viel Spaß mit ein paar mehr Eindrücken:

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Südwestlicher geht in Afrika nicht: Die Kapspitze

Von den Pinguinen sind es nur noch gut 20 Kilometer bis zum südwestlichsten Punkt Afrikas: Dem Kap der Guten Hoffnung. Irrtümlich wird es oft für den südlichsten Zipfel Afrikas gehalten. Dieser ist jedoch das etwa 150 km entfernte Kap Agulhas.

Ein Tag auf der Kaphalbinsel - Kap der Guten Hoffnung
Das Kap der Guten Hoffnung von Cape Point aus gesehen

Nichtsdestotrotz ist das Kap der Guten Hoffnung berühmt-berüchtigt. Das rührt noch aus der Zeit der großen Seefahrer. Starke Winde, versteckte Klippen direkt unter der Wasseroberfläche und zwei aufeinander treffende Meeresströmungen machten die Umsegelung zu einer Herausforderung. Seit der Eröffnung des Suez-Kanals wird die Route jedoch nur noch selten genutzt.

Cape Point Infotafel
Der Leuchtturm im Hintergrund ist unser Ziel (man beachte den zu mir passenden Warnhinweis links …)

Zwei Kilometer weiter östlich befindet sich Cape Point, die „Kapspitze“. Da man von hier eine schöne Aussicht auf das Kap der Guten Hoffnung hat, fahren wir heute hierhin. Touristisch ist diese Seite der Halbinsel sichtlich besser erschlossen. Ein Parkplatz, ein Restaurant und eine Standseilbahn auf die Klippe machen dem Touristen das Leben leichter. Wir entscheiden uns für den Weg zu Fuß über eine nicht unerhebliche Anzahl von Stufen.

Der Blick von oben entschädigt jedoch für den schweißtreibenden Aufstieg. Weit reicht die Sicht über den Ozean und die von der Kaphalbinsel umschlossene False Bay. Diese hat ihren Namen daher, dass Seefahrer sie früher gelegentlich aus Versehen anliefen, wenn sie eigentlich in die Tafelbucht nach Kapstadt wollten.

Das Restaurant am Fuße von Cape Point ist übrigens auch durchaus zu empfehlen (Achtung: Nicht mit dem Schnellimbiss im gleichen Gebäude weiter oben verwechseln!). Wir essen hier sehr gut zu Mittag und die Aussicht von der Terrasse ist auch nicht zu verachten.

Ein Tag auf der Kaphalbinsel: Unbedingt machen!

Am frühen Nachmittag treten wir die Rückfahrt nach Kapstadt an. Wie schon auf dem Hinweg fahren wir eine ganze Zeit durch den Table Mountain National Park (zu dem auch der namensgebende Tafelberg gehört). In der Ferne sichten wir erste Antilopen sowie Strauße und andere Vögel, die hier aber noch sehr schüchtern sind und sich kaum ablichten lassen.

Es gibt auch eine Straße direkt zum Kap der Guten Hoffnung. Wer also gerne ein wenig abseits des touristischen Trubels wandern möchte, wird dort auf jeden Fall fündig. Eine Alternativroute zum Ou Kaapse Weg ist der Chapman’s Peak Drive direkt an der Küste entlang.

Ein Tag auf der Kaphalbinsel lohnt sich also auf alle Fälle. Natur und Tiere sind einfach wunderbar. Durch die recht kurze Fahrzeit seid ihr außerdem am frühen Abend zurück in Kapstadt und könnt dort z. B. noch den Sonnuntergang an der Victoria & Alfred Waterfront genießen.

Sonnenuntergang in Kapstadt
Sonnenuntergang in Kapstadt. Links das Fußballstadion

Du bist noch immer nicht überzeugt? Dann lasse ich zum Abschluss noch einmal Bilder sprechen:

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Reisetipps Kaphalbinsel

Hoteltipp

Cape Riviera Guesthouse
31 Belvedere Ave, Oranjezicht
8001 Cape Town
Cape Riviera Guesthouse auf booking.com *

Sehr schönes, am Fuße des Tafelbergs gelegenes Guesthouse mit toller Aussicht. Gutes Frühstück, gratis WLAN. Ca. 10 Taximinuten ins Zentrum.

Routeninfos

  • Strecke: ca. 140 km
  • Gesamtzeit: ca. 6 Stunden
  • Fahrzeit: ca. 2 h 45 min

Transport vor Ort

Am flexibelsten ist die Tour natürlich wieder mit dem eigenen Auto.

Wer sich den Linksverkehr selbst nicht zutraut, kann aber auch aus einer breiten Auswahl an organisierten Halb- und Ganztagestouren mit verschiedenen Gesellschaften wählen.

Restauranttipp

Two Oceans Restaurant
Cape of Good Hope Nature Reserve
Cape Point
www.two-oceans.co.za

Modernes Lokal mit Superaussicht. Gute südafrikanische Küche, sehr freundliches Personal.

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Wolfgang
Wolfganghttps://www.reiseblitz.com
Hallo, ich bin Wolfgang. Reisen und die Welt erkunden sind meine größten Leidenschaften. Da ich jedoch in Vollzeit arbeite, will ich die Zeit vor Ort so gut wie möglich nutzen - optimiert reisen eben. Darüber schreibe ich hier auf reiseblitz.com und freue mich, wenn du mich dabei begleitest!

5 Kommentare

  1. Hallo Wolfgang,
    aaaah die Pinguine :) einfach herrlich, ich könnte ihnen stundenlang zusehen und möchte sie gerne einmal in freier Natur beobachten.
    Die Bilder vom Kap der guten Hoffnung sind sehr vielversprechend. Mit gefällt eine steile, felsige Küste immer besonders gut.
    Ich bin schon gespannt auf weitere Afrika-Berichte,
    liebe Grüße aus dem Wunderland
    Dori

    • Hallo Dori,
      vielen Dank! Die Pinguine waren wirklich super. Am Boulder’s Beach weiß man wirklich gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll, weil sie wirklich überall sind. :)

      Liebe Grüße
      Wolfgang

  2. Oh ja, die Pinguine in Simon’s Town haben uns ebenfalls fasziniert. Den putzigen Tieren hätte wir auch mehrere Tage zuschauen können, ohne dass uns langweilig geworden wäre!

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