Der Bundesstaat Rajasthan in Nordindien, wörtlich übersetzt das „Land der Könige“, ist ein wunderbares Ziel für Reisende, die eine gute Mischung aus Geschichte, Kultur und Natur suchen. Von majestätischen Palästen bis hin zu spektakulären Tempeln – in diesem Beitrag stellen wir dir die Highlights unserer 14-tägigen Rajasthan-Rundreise vor.
Inhalt
- Unsere 14-tägige Rajasthan-Rundreise: Die Route im Detail
- Einblicke in die indische Gesellschaft
- Verkehr in Indien: Darauf musst du achten
- Indisches Essen in Rajasthan
- Kühe in Indien
- Fazit
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Rajasthan-Rundreise
- Indien und Rajasthan im Überblick
- Reiseführer Rajasthan
- Reiseinfos Indien
Unsere 14-tägige Rajasthan-Rundreise: Die Route im Detail

- Tag 1-2: Delhi Anreise & Sightseeing (Jama Masjid, Altstadt). Hoteltipp: The Suryaa New Delhi *.
- Tag 3-4: Jaipur Pink City (Palast der Winde, Jantar Matar). Hoteltipp: Shahpura House *.
- Tag 5: Khejarla Ländliches Rajasthan. Hoteltipp: Fort Khejarla *.
- Tag 6: Wüste Thar Jeeptour, Wüstencamp.
- Tag 7: Jodhpur Sightseeing (Mehrangarh Fort, Jaswant Thada). Hoteltipp: Ratan Vilas *.
- Tag 8: Ranakpur (Adinath-Tempel) und Udaipur. Hoteltipp: Amet Haveli *.
- Tag 9: Udaipur Sightseeing (Stadtpalast, Lake Pichola, Altstadt). Hoteltipp: Amet Haveli *.
- Tag 10-11: Ranthambore-Nationalpark Safari.
- Tag 12: Zugfahrt und Fatehpur Sikri (Palastbezirk), Agra. Hoteltipp: Clarks Shiraz *.
- Tag 13-14: Agra, Delhi & Rückreise (Taj Mahal, Rotes Fort).
Delhi
Start- und Endpunkt unserer Reise ist Delhi. Die Stadt liegt nicht in Rajasthan, sondern untersteht als „Nationales Hauptstadtterritorium Delhi“ direkt der Zentralregierung. Durch ihren internationalen Flughafen ist Delhi jedoch häufiger Startpunkt für Rundreisen durch Rajasthan. 21 Millionen Menschen leben direkt in der Stadt, 45 Millionen sind es in der Metropolregion. Delhi ist nach Mumbai die zweitgrößte Stadt Indiens und ein trubeliges kulturelles Zentrum des Landes.

Delhis lange Geschichte hat einige sehenswerte Bauten hervorgebracht. Die „Freitagsmoschee“ Jama Masjid, eine verwinkelte Altstadt, Sikh-Tempel und das Regierungsviertel in Neu-Delhi sind nur ein paar der besuchenswerten Stätten. Einen genaueren Überblick bekommst du in unserem Blogartikel zu den Highlights in Delhi.
Hoteltipp Delhi: The Suryaa New Delhi *, komfortables Hotel in Neu-Delhi mit großen Zimmern und Pool. Hervorragende Auswahl bei Frühstück und Abendessen (Buffet). Viele vegetarische Optionen, die auch klar gekennzeichnet sind. Vegan auf Nachfrage möglich.

Jaipur
Von Delhi begeben wir uns nach Rajasthan, genauer gesagt in die 300 Kilometer südwestlich von Delhi gelegene Hauptstadt Jaipur. Wegen seiner einheitlich rosarot bemalten Altstadt wird die Stadt auch „Pink City“ genannt. Jaipur war einst Hauptstadt des gleichnamigen Fürstenstaats. Unter den Maharadschas wurden hier daher mehrere prunkvolle Gebäude errichtet. Darunter beispielsweise der Palast der Winde oder das beeindruckende Observatorium Jantar Mantar. Mehr Details liest du in unserem Blogpost zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Jaipur.
Hoteltipp Jaipur: Shahpura House *, etwas außerhalb des Zentrums gelegenes Hotel in einem ehemaligen Fürstenpalast mit geräumigen Zimmern, Pool und Dachterrasse.

Khejarla
Unsere nächste Station in Rajasthan ist die kleine Ortschaft Khejarla, 280 Kilometer westlich von Jaipur. Hier bekommen wir einen Eindruck vom ländlichen Rajasthan abseits der Großstädte. Der Ort entstand rund um das gleichnamige Fort Khejarla, dessen Ursprünge bis ins frühe 17. Jahrhundert zurückreichen. Heute ist das Fort ein Heritage Hotel.
Hoteltipp Khejarla: Fort Khejarla *, rustikales Heritage Hotel im alten Fort mit gutem Restaurant im schönen Garten der Anlage.

Nahe Khejarla liegt der alte Tempel Bhesad Mata Mandir. Er thront auf einem Felsmassiv hoch über der umliegenden Landschaft. Insbesondere rund um den Sonnenuntergang hast du von hier tolle Blicke über die umliegende Ebene. Aus unserer Sicht ist Khejarla jedoch kein Muss, wenn du einen Rajasthan-Rundreise planst.


Jodhpur
Eine klare Empfehlung ist hingegen Jodhpur, etwa 80 Kilometer westlich von Khejarla. Vor der Vereinigung von Rajasthan war Jodhpur Hauptstadt des Fürstenstaats Marwar. Entsprechend findest du hier mehrere Paläste, Grabmäler und Forts aus der Zeit der Maharadschas. Diese stellen wir dir in unserem Blogartikel über die Highlights der Blauen Stadt Jodhpur näher vor.
Hoteltipp Jodhpur: Ratan Vilas *, tolles Heritage-Hotel in einem ehemaligen Stadtpalast der Maharadscha-Familie mit schönen Zimmern, großem Pool sowie gutem Frühstück und Abendessen.

Wüste Thar
Etwa eineinhalb Stunden nördlich von Jodhpur erreichst du bei der Ortschaft Osian die ersten Ausläufer der Wüste Thar. Mit einem Ausmaß von 240.000 Quadratkilometern bedeckt sie eine Fläche in etwa so groß wie das Vereinigte Königreich. Richtig tief tauchen wir in die Wüste jedoch nicht ein, dafür bräuchte man ein paar Tage mehr. Bei einer Jeeptour erkunden wir die mit kargen Büschen bewachsenen Dünen. Am Abend kannst du in einem der Wüstencamps traditionelle Musik und Tänze genießen.


Adinath-Tempel Ranakpur
Ein weiterer sehr sehenswerter Stopp auf deiner Rundreise durch Rajasthan ist der Adinath-Tempel von Ranakpur. Etwa 160 Kilometer südlich von Jodhpur erreichst du die imposante Anlage. Sie ist der größte Jain-Tempel Indiens.

Die Wurzeln der Religion des Jainismus reichen bis ins 6. Jahrhundert vor Christus zurück. Ein zentraler Grundsatz der Jains ist die Nichtverletzung von Lebewesen. Die Jains lehnen ab, dass für ihre Ernährung Tiere leiden oder sterben müssen. Auch Pflanzen sollen möglichst nicht geschädigt werden.

In der weitläufigen Tempelanlage findest du kunstvoll verzierte Steinsäulen, prachtvolle Ornamente und fein behauene Steinskulpturen. Errichtet vor über 500 Jahren geriet der Tempel zwischenzeitlich in Vergessenheit. Heute ist er jedoch wieder schön restauriert und aus unserer Sicht auf jeden Fall einen Besuch wert.

Vom Adinath-Tempel führt uns eine gewundene, landschaftlich reizvolle Passstraße über das Aravalli-Gebirge ins knapp 100 Kilometer weiter südlich gelegene Udaipur.

Udaipur
Udaipur ist ein weiteres Highlight auf deiner Rajasthan-Rundreise. Die Stadt gilt als eine der schönsten in ganz Indien. Seine Lage an mehreren Seen hat Udaipur den Spitznamen „Venedig des Ostens“ gegeben.

Dieser ist aus unserer Sicht jedoch nicht wirklich zutreffend und stellt Udaipur zu Unrecht in den Schatten des westlichen Namensvettern. Der beeindruckende Stadtpalast, die verwinkelte Altstadt und die vorgelagerten Inseln verleihen Udaipur seinen eigenen, ganz klar sehenswerten Flair. Mehr über Udaipurs Highlights liest du in unserem Blogpost Udaipur an einem Tag: Die schönsten Sehenswürdigkeiten.
Hoteltipp Udaipur: Amet Haveli *, schönes Heritage-Hotel in einem alten Fürstenpalast direkt am Lake Pichola mit toller Aussicht auf die Stadt. Sehr gutes Frühstück und Abendessen auf der eigenen Terrasse mit direktem Seeblick.

Menal Shiv Mandir
Von Udaipur sind es gut 400 Kilometer Fahrt nach Nordosten bis zum Ranthambore-Nationalpark. Um die lange Fahrt etwas aufzulockern halten wir etwa auf halber Strecke beim über 1.000 Jahre alten Tempel Menal Shiv Mandir. Er ist dem Gott Shiva geweiht und heute teilweise restauriert. In den umliegenden Bäumen hast du zudem gute Chancen, Affen in freier Wildbahn zu beobachten.


Ranthambore-Nationalpark
Der Ranthambore-Nationalpark ist einer von insgesamt fünf Nationalparks in Rajasthan. Bekannt ist er vor allem für seine Tigerpopulation. Der bengalische Tiger ist stark vom Aussterben bedroht, leider insbesondere durch Wilderei. Allerdings ist es in den letzten Jahren gelungen, die Zahl der Tiger im Park von nur noch 25 im Jahr 2005 auf knapp 70 Tiere zu erhöhen. Dennoch gehört viel Glück dazu, die majestätischen Tiere im Park zu sichten. Uns ist es nicht gelungen. Doch auch die übrige Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks lohnt einen Besuch.

Wir hatten auf unserer Tour zwei Safaris im Nationalpark. Einmal morgens mit Jeeps und einmal nachmittags mit einem offenen Safaribus. Der gebirgige Nationalpark unterteilt sich in mehrere Ebenen und Zonen. Um den großen Andrang im Park besser zu verteilen, werden die Besuchergruppen verschiedenen Zonen zugewiesen. Es hängt also etwas von Glück ab, ob du in einer Gegend des Parks unterwegs bist, in dem sich auch gerade Tiger aufhalten. Mit ziemlicher Sicherheit wirst du jedoch verschiedenen Antilopenarten sichten.

Auch Krokodile und verschiedene Vogelarten haben unseren Weg gekreuzt. Insbesondere bei der Morgensafari besteht zudem die Chance, Leoparden zu sichten. Bei uns hat es nur noch für einen im Gebüsch verschwindenden Schweif gereicht. Von den Steilklippen des oberen Parkbereichs hast du außerdem tolle Panoramen auf die umliegende Landschaft.

Von Ranthambore ging es anschließend für uns eine Etappe mit dem Zug ins 250 Kilometer entfernte Bharatpur. Dort trafen wir wieder auf unseren Reisebus, der uns ins nahegelegene Fatehpur Sikri brachte.

Fatehpur Sikri
Fatehpur Sikri ist nicht mehr Teil von Rajasthan, sondern liegt bereits im benachbarten Bundesstaat Uttar Pradesh. Die Stadt war kurzzeitig Hauptstadt des indischen Mogulreichs und wurde unter Großmogul Akbar I. errichtet. Nach nur knapp 15 Jahren stellte der Mogul jedoch fest, dass sich die Wasserversorgung der Stadt als schwierig erwies.

Kurzerhand verlegte er den Regierungssitz daher erneut und gab den weitläufigen Palastbezirk auf. Mitte des 20. Jahrhunderts restaurierten britische Archäologen die Anlage umfangreich und machten sie für Besucher zugänglich. Heute ist sie Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Agra
Von Fatehpur Sikri sind es nur knapp 40 Kilometer nach Agra. Auch Agra war zeitweise Hauptstadt des Mogulreichs. Aus dieser Zeit stammt eines der wohl bekanntesten Gebäude der Welt: Das beeindruckende Grabmal Taj Mahal. Doch auch die Wohnanlage der Großmoguln, das Rote Fort ist einen Besuch wert. Agras Sehenswürdigkeiten stellen wir dir in unserem Blogartikel über Taj Mahal und Rotes Fort in Agra näher vor.
Hoteltipp Agra: Clarks Shiraz *, 10 Autominuten (bei wenig Verkehr) vom Taj Mahal entfernt. Bequeme Zimmer, gutes Abendessen im hauseigenen Restaurant.

Von Agra sind es schließlich rund 240 Kilometer zurück nach Delhi, wo unsere fantastische Rundreise durch Rajasthan endet.
Einblicke in die indische Gesellschaft
Indiens Gesellschaft und Kultur sind sehr anders als in Europa. Der erwartete und vorab vielfach prognostizierte Kulturschock ist bei uns jedoch ausgeblieben. Dies ist sicherlich zu großen Teilen unserem fantastischen Guide Ashok zu verdanken. Er hat uns viel über die Traditionen und Gepflogenheiten Rajasthans erzählt und damit dazu beigetragen, viele Dinge besser zu verstehen. Wir empfehlen daher auf jeden Fall, Indien mit einem lokalen Guide zu bereisen. Ashok, falls du das liest: Vielen herzlichen Dank für deine tolle Betreuung und Begleitung während dieser Reise!


Wir waren mit dem Veranstalter Chamäleon Reisen unterwegs. Dieser legt Wert auf lokales Engagement. In diesem Zuge besuchten wir auch die lokale Einrichtung Sanshil Welfare Foundation in Gurugram, einer Vorstadt von Delhi. Hier erhalten junge Frauen eine schulische und berufliche Ausbildung, um ihnen ein unabhängiges Leben zu ermöglichen. Der herzliche Empfang durch die Kinder und die jungen Talente war ein schönes Erlebnis!

Verkehr in Indien: Darauf musst du achten
Aus Europa kommend wirkt der Verkehr in Indien zunächst absolut chaotisch. Je länger wir vor Ort waren, desto klarer wurde jedoch, dass das Chaos durchaus System hat. Ein Kernelement des Verkehrsflusses ist Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme. Niemand beharrt auf seinem Vorrang, dadurch fließt der Verkehr auch bei großem Aufkommen relativ flüssig. Eine Straße zu Fuß überqueren bedarf dennoch einer gewissen Beherztheit. Hierzu ein Zitat unseres Reiseleiters Ashok: „Die Autos in Indien haben keine Bremsen, nur Hupen.“

Allgemein werden Verkehrsregeln recht flexibel ausgelegt. Auf der Autobahn ein paar hundert Meter auf dem Pannenstreifen gegen die Fahrtrichtung zur nächsten Ausfahrt fahren – kein Problem. Die maximale Ladekapazität eines LKW – flexibel. Stau auf der Autobahn, weil es sich eine Kuh mitten auf der Straße bequem gemacht hat – nur Geduld. Die maximale Anzahl Fahrstreifen auf der Straße – nach Bedarf. Selbst fahren empfehlen wir also nicht und wir waren sehr froh, dass unser Busfahrer Parkash das souverän für uns erledigt hat.

Indisches Essen in Rajasthan
Wir lieben indisches Essen! Insofern waren wir in Rajasthan bestens versorgt. Zahlreiche Gerichte sind von Haus aus vegetarisch und jede Stadt hat ihr eigenes lokales „Nationalgericht“. Wir waren häufig in Restaurants, in denen Buffet angeboten wurde, sodass wir uns durch verschiedene lokale Köstlichkeiten probieren konnten. Viele der Speisen kannten wir vorher nicht und wir waren von der abwechslungsreichen Küche sehr angetan.


Auch hier waren wir froh um unseren Guide, ohne dessen gründliche Vorabinspektion wir uns wahrscheinlich nicht getraut hätten, den köstlichen Gewürztee Masala Chai und andere Kleinigkeiten an verschiedenen Straßenständen zu verkosten.


Kühe in Indien
Da sie in Indien allgegenwärtig sind und es viele Klischees dazu gibt, abschließend noch ein paar Worte zu Kühen in Indien. In der Tat wirst du den Tieren im ganzen Land immer wieder begegnen. Im Gegensatz zur landläufigen europäischen Meinung sind Kühe in Indien jedoch nicht heilig. Als wichtiges Nutztier sind sie jedoch hoch respektiert und genießen daher besonderen Schutz.

Die Tiere sind sehr intelligent. Sie wissen, dass sie abends im Stall Futter bekommen und sicher sind vor wilden Hunden. Daher lassen die meisten Familien ihre Kühe tagsüber frei herumlaufen, weil sie wissen, dass die Tiere abends von selbst zurückkommen. Tagsüber gehen sie oft zum Basar, um Gemüsereste zu fressen. Sehr häufig wirst du Kühe am Straßenrand oder in der Mitte der Straße liegen sehen. Sie haben gelernt, dass der Fahrtwind der Autos nicht nur kühlt, sondern auch die lästigen Fliegen fernhält. Viele Familien halten eine Kuh, da sie wichtige Ressourcen liefert. Eine Kuh gibt etwa sieben Liter Milch pro Tag (3-4 Liter morgens und abends). Da die Tiere keine hochgezüchteten Hybridrassen sind, ist die Milch sehr fettarm und somit gut verträglich.

Wenn die Kuh alt ist und keinen Ertrag mehr bringt, bleibt sie trotzdem bei der Familie, bis sie einen natürlichen Tod stirbt. Unser Guide Ashok begründet dies sehr nachvollziehbar so: „Wir geben auch unsere alten Menschen nicht weg, wenn sie nicht mehr leistungsfähig sind. Warum sollten wir es mit unseren Kühen tun? Schließlich haben sie uns ihr ganzes Leben mit Milchprodukten und Kuhfladen versorgt (zum Kochen als Brennstoff und vermischt mit Lehm als Baumaterial).“ Wie wir finden, ein schöner und richtiger Ansatz!
Fazit
Rajasthan hat uns absolut positiv überrascht! Im Vorfeld unserer Reise sind uns viele Vorurteile gegenüber Indien begegnet, die sich für uns zumindest in dieser Region als größtenteils haltlos herausgestellt haben. Die Regierung hat in den letzten Jahren viel getan, um die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Zweifelsohne gibt es bei der unglaublichen Bevölkerungszahl weiterhin Herausforderungen. Es war jedoch allgegenwärtig sichtbar, dass Indien ein stark aufstrebendes Land ist. Sehr beeindruckt hat uns die Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit der Menschen. Auch Rajasthans landschaftliche, kulturelle und kulinarische Vielfalt hat uns begeistert. Wir können eine Rundreise durch Rajasthan also nur empfehlen!
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Rajasthan-Rundreise
Was ist die beste Reisezeit für eine Rajasthan-Rundreise?
Die idealen Reisemonate für Rajasthan sind Oktober bis März. In dieser Zeit herrschen angenehme, trockene Temperaturen (tagsüber 20 °C bis 30 °C). Die Monsunzeit (Juli bis September) ist zwar feucht, bietet aber eine grüne Landschaft. Die Monate April bis Juni solltest du wegen der extremen Hitze (oft über 40 °C) meiden. Wir waren im November unterwegs und können diesen Monat empfehlen.
Wie viel kostet eine zweiwöchige Rajasthan-Rundreise?
Die Kosten variieren stark. Eine gut organisierte Gruppenreise (wie unsere) liegt pro Person oft zwischen 1.800 und 3.500 Euro (exkl. internationaler Flug). Bei einer individuellen Reise mit Zug und günstigen Hotels * sind die Kosten deutlich niedriger. Plane pro Tag ca. 50–100 Euro für Unterkünfte *, Essen und Eintrittsgelder (ohne Flug).
Sollte ich Rajasthan individuell oder mit Guide bereisen?
Wir empfehlen, Rajasthan mit einem lokalen Guide oder einer organisierten Tour zu bereisen. Dies erleichtert die Logistik (Verkehr!), die Sprachbarriere und bietet tiefere Einblicke in die Kultur. Erfahrene Indien-Reisende können jedoch auch gut individuell planen.
Sind 14 Tage ausreichend für Rajasthan?
Ja, 14 Tage (zwei Wochen) sind ideal, um die wichtigsten Ziele wie Jaipur, Jodhpur, Udaipur und den Ranthambore-Nationalpark zu sehen. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du weitere Regionen wie Jaisalmer (tiefe Wüste Thar) oder kleinere Dörfer erkunden. Für einen ersten Eindruck von Nordindien ist unsere 14-tägige Route perfekt.
Indien und Rajasthan im Überblick
Mit einer Bevölkerung von fast 1,5 Milliarden Menschen ist Indien der bevölkerungsreichste Staat der Welt. Auf einer Fläche knapp zehnmal so groß wie Deutschland oder vierzigmal so groß wie Österreich teilt sich Indien in 28 Bundesstaaten und acht Territorien auf. Hauptstadt ist Neu-Delhi, ein Stadtteil der Millionenmetropole Delhi.

Nahezu jeder Bundesstaat hat eine eigene Sprache mit einer eigenen Schrift. Über 100 Sprachen werden im Land gesprochen, 21 von ihnen haben offiziellen Status. Die offiziellen Amtssprachen sind Hindi und Englisch. Letzteres dient auch als Verkehrssprache zur Verständigung in anderen Landesteilen. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung folgen dem hinduistischen Glauben. Rund 15 Prozent sind Moslems. Dann folgen mit deutlichem Abstand Christentum, Sikhismus, Buddhismus und Jainismus.

Der größte Bundesstaat Indiens ist Rajasthan, das Ziel unserer Reise. Er ist in seinen Dimensionen mit Deutschland vergleichbar: Flächenmäßig nahezu gleich groß mit einer Bevölkerung von gut 80 Millionen Menschen. Seine Hauptstadt Jaipur ist mit rund 3,5 Millionen Einwohner:innen ähnlich groß wie Berlin. Amtssprachen sind Hindi und verschiedene Dialekte des Rajasthani.
Reiseführer Rajasthan
- Reise Know-How Reiseführer Rajasthan mit Delhi und Agra *
- DUMONT Reise-Handbuch Reiseführer Indien, Der Norden: mit Extra-Reisekarte *
Reiseinfos Indien
Sprache
Amtssprachen sind Hindi und Englisch. 21 weitere Sprachen sind offiziell anerkannt und werden auf regionaler Ebene verwendet.
Zeitzone
MEZ+4:30, UTC+5:30, keine Sommerzeit. Zeitunterschied zu Deutschland/Österreich/Schweiz 4,5 Stunden im europäischen Winter, 3,5 Stunden im europäischen Sommer.
Währung
Indische Rupie (INR). 1 INR = 100 Paise. Paise-Münzen sind wegen ihres geringen Werts kaum noch im Umlauf. Im November 2024 war ein Euro etwa 89 Rupien wert. Kartenzahlung ist nicht überall möglich, meist nur in Hotels, Restaurants und touristischen Regionen. Daher ist es empfehlenswert, immer ausreichend Bargeld dabeizuhaben.
Roadtrip-Info
Linksverkehr. Auch Hauptstraßen sind nicht immer im besten Zustand, Nebenstraßen oft sehr holprig. Der Verkehr wirkt für Europäer chaotisch, fließt aber trotzdem die meiste Zeit überraschend gut. Das funktioniert, weil viel Rücksicht aufeinander genommen wird und keiner auf seinem Vorrang beharrt.
Wichtigstes Bauteil eines jeden Fahrzeugs ist die Hupe. Hupen ist im Gegensatz zu Europa nicht immer ein Warnsignal, sondern eher eine Ankündigung, zum Beispiel eines gleich folgenden Überholvorgangs. Selbst fahren empfehlen wir eher nicht.
Strom/Adapter
230 V/50 Hz, verschiedene Steckdosen. Typ C benötigt keinen Adapter, Steckeradapter für Typ D * erforderlich. In Hotels häufig Steckdosen mit mehreren Passformen. Wir benutzen diesen Universal-Adapter *, der für die meisten Länder passt und uns auch in Indien gute Dienste geleistet hat.
Trinkgeld in Indien
Trinkgeld ist in Indien üblich und wird fast überall erwartet. Halte also nach Möglichkeit immer ein paar 10-, 20- oder 50-Rupien-Scheine für kleine Trinkgelder bereit. Im Restaurant ist oft schon eine „Service Charge“ auf der Rechnung ausgewiesen. Dann ist zusätzliches Trinkgeld optional.
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