Schottland-Roadtrip im Campervan: Unsere Route für 14 Tage


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Malerische Landschaften, prächtige Altstädte und viel unberührte Natur – das ist Schottland. Das nördlichste Land im Verbund des Vereinigten Königreichs ist eine Reise auf jeden Fall wert! In diesem Beitrag stellen wir dir die Highlights unseres zweiwöchigen Schottland-Roadtrips im Campervan vor.

Schottland im Überblick

Schottland ist eines der vier Länder im Vereinigten Königreich und bedeckt in etwa das nördliche Drittel der Hauptinsel Großbritannien. Mit einer Bevölkerung von 5,5 Millionen Menschen ist Schottland im Vergleich zum südlichen Nachbarn England eher dünn besiedelt.

Während der letzten Eiszeit vor gut 12.000 Jahren war Schottland von dicken Gletschern bedeckt. Diese schufen die geschwungenen Berge und langgezogenen Seen in den schottischen Highlands. Das im Eis gebundene Meerwasser gab eine Landbrücke nach Festlandeuropa frei. Über diese nahmen die keltischen Pikten Großbritannien in Besitz.

Die Pikten widersetzten sich erfolgreich gegen die Eroberungsversuche der Römer und vereinigten sich im 5. Jahrhundert mit den aus Irland übergesetzten keltischen Skoten zum Königreich Alba. Im 13. Jahrhundert annektierten die Engländer Schottland zum ersten Mal. In den folgenden Jahrhunderten erlangte und verlor das Land mehrmals seine Unabhängigkeit.

1707 wurde es endgültig Teil des Vereinigten Königreichs. Erst im Jahr 1999 bekam Schottland wieder ein eigenes Parlament und erlangte weitreichende Autonomie. Immer wieder gibt es Rufe nach einer vollständigen Unabhängigkeit, insbesondere seit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. In vergangenen Referenden gab es dafür jedoch bislang keine Mehrheit.

Die gesamte Route für unseren Roadtrip durch Schottland im Campervan nachfolgend im Überblick:

Mit dem Campervan durch Schottland

Campervans und Wohnmobile sind in Schottland eine beliebte Art zu reisen und auf den Straßen allgegenwärtig. Insbesondere im Sommer sind die Fahrzeuge jedoch begehrt und schnell ausgebucht. Kümmere dich also am besten rechtzeitig um deine Reservierung. Wir haben für unseren Campervan das Preisvergleichsportal CamperDays * genutzt.

Sofern nicht anders ausgeschildert, ist Wildcampen in Schottland grundsätzlich erlaubt. Wir sind trotzdem die meiste Zeit auf Campingplätzen gestanden, da wir die Gewissheit eines sicheren Stellplatzes ohne lange Suche schätzen.

Wenn du mit deinem Van wild campen möchtest, gilt in Schottland der Grundsatz „leave no trace – hinterlasse keine Spuren“. Achte also darauf, dass du deinen Müll immer ordentlich entsorgst oder im Zweifel wieder mitnimmst.

In Schottland herrscht Linksverkehr, daran gewöhnt man sich jedoch recht schnell. Etwas leichter wird der Einstieg, wenn dein Campervan eine Automatikschaltung hat.

Spätestens in den abgelegeneren Regionen der Highlands wirst du Bekanntschaft mit den Single Track Roads machen. Diese einspurigen Straßen sind in Schottland weit verbreitet. In regelmäßigen Abständen gibt es Passing Places genannte Buchten, in denen du entgegenkommenden oder nachfolgenden Verkehr vorbeilassen kannst.

Fahre auf den Single Track Roads also vorausschauend und halte lieber einmal zu viel an. Auch wenn es für ein schnelles Foto verlockend sein mag, solltest du die Passing Places nicht als Parkplatz zweckentfremden. Sonst sind die engen Straßen schnell verstopft.

Edinburgh

Start und Endpunkt unserer Reise ist die Hauptstadt Edinburgh. Sie hat uns mit ihrer Vielfältigkeit und ihren prächtigen Bauten begeistert. Das majestätische Edinburgh Castle, die verwinkelte Altstadt und das reichhaltige kulinarische Angebot machen Edinburgh zu einer klaren Empfehlung!

Wir waren vor und nach der Rückgabe unseres Campervans jeweils zwei Tag in der Stadt. Mehr Details und Infos über Edinburgh liest du in unserem Blogartikel Edinburgh: Top-Sehenswürdigkeiten und Reisetipps.

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Rosslyn Chapel

Über Jahrhunderte hinweg war die kleine Rosslyn Chapel südlich von Edinburgh weitgehend unbekannt. Erst durch die Verfilmung von Dan Brown’s Erfolgsroman Sakrileg im Jahr 2009 rückte die Kapelle ins Licht der Öffentlichkeit. Bei einem Vortrag im Rahmen unseres Besuchs erfahren wir, dass dies für die Anlage ein Segen war.

Die Besucherströme brachten endlich die dringend erforderlichen finanziellen Mittel zur Restaurierung der angeschlagenen Gemäuer. Die prunkvollen Verzierungen im Innenraum stecken voller Symbolik und Geschichte. Fotografieren ist in der Kapelle nicht erlaubt, ein Besuch lohnt sich aber definitiv!

Unser Tipp: Erste Eindrücke vom Innenraum sowie die Möglichkeit, Tickets für dein Wunschzeitfenster vorzubuchen findest du auf der offiziellen Website der Rosslyn Chapel.

Stellplatztipp Rosslyn Chapel: Mortonhall Caravan & Camping Park, 20 Autominuten vom Flughafen Edinburgh (in dessen Umgebung die meisten Van-Vermieter ihre Stationen haben) und 15 Autominuten von der Kapelle entfernt. Voll ausgestattet mit Strom, Frischwasserhahn und Dump Station. Eignet sich somit gut für die erste Nacht im Camper, um alle Tanks und Batterien aufzufüllen.

Restauranttipps Rosslyn Chapel:

Verpflegungstipp Rosslyn Chapel: Farmshop Edinburgh, gut sortierter Hofladen nahe dem Campingplatz in Mortonhall mit der größten Auswahl an vegetarischen, veganen und Bio-Produkten, die wir während unserer gesamten Reise durch Schottland gefunden haben.

Glasgow

Glasgow liegt 75 Kilometer westlich von Edinburgh und ist Schottlands größte Stadt. Seine Blütezeit hatte Glasgow während der Industrialisierung. Über eine Million Menschen lebten Ende des 19. Jahrhunderts hier. Mit dem Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie schrumpfte die Bevölkerung auf inzwischen etwa 630.000. Heute ist Glasgow eine wichtige Universitätsstadt. Sehenswert ist die University of Glasgow. Ihr Campus im neugotischen Baustil könnte direkt einem Harry-Potter-Film entsprungen sein.

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt von Glasgow kommen insbesondere Street-Art-Fans auf Ihre Kosten. Entlang des City Centre Mural Trail entdeckst du zahlreiche beeindruckende Wandmalereien.

Weitere empfehlenswerte Stationen für deinen Stadtbummel sind die Glasgow Cathedral mit ihrer weitläufigen Nekropole, der viktorianische Bahnhof Central Station und die Uferpromenade des Flusses Clyde.

Unser Tipp: Wenn du mit dem Campervan oder Wohnmobil unterwegs bist, parkst du am besten auf dem Blackfriars Car Park. Der Parkplatz liegt zentral in der Innenstadt, hat einige größere Stellplätze und ist videoüberwacht. Vier Stunden Stehzeit kosteten im April 2024 5,40 Pfund (ca. 6,30 EUR).

Loch Lomond

Das Wort Loch bezeichnet in der keltischen Sprache einen See, als Sea Loch eine schmale Meeresbucht oder einen Fjord. Über 30.000 Lochs gibt es in Schottland. Der größte von ihnen ist Loch Lomond im Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark am Fuße der schottischen Highlands. Der Nationalpark rund um den See ist ein beliebtes Wandergebiet.

Unser Tipp: Auf dem Parkplatz Firkin Point direkt am Ufer des Loch Lomond kannst du für kleines Geld (4,20 Pfund/ca. 5 Euro, Stand April 2024) ein Permit für einen der drei Übernachtungsstellplätze buchen und direkt im Nationalpark nächtigen.

Loch Awe

Ein weiterer schöner See ist Loch Awe. Er liegt 90 Kilometer nordwestlich des Loch Lomond. Die Hügel der Highlands gewinnen hier langsam an Höhe und schaffen eine schöne Kulisse.

An der Nordspitze des Sees ragt die Burgruine des Kilchurn Castle in den See hinein.

Etwas weiter am westlichen Seeufer thront die Kirche St. Conan’s Kirk über dem Seeufer. Aus ihrem Chor hast du einen schönen Blick direkt aufs Wasser.

Glen Coe

Das nächste Ziel auf unserem Schottland-Roadtrip ist Glen Coe. Glen ist das gälische Wort für Tal. Die meisten der langgezogenen schottischen Täler und Seen entstanden durch die Gletscher der letzten Eiszeit. Heute sind viele Glens beliebte Wander- und Wintersportgebiete, darunter auch Glen Coe.

Glen Etive

Bekanntheit erlangten Glen Coe und im Speziellen sein Nebental Glen Etive als Kulisse des James-Bond-Films Skyfall aus dem Jahr 2012. Eine schmale, landschaftlich schöne Single Track Road führt dich gut 20 Kilometer durch das Tal bis zum Lake Etive.

Aussichtspunkte in Glen Coe

Im Glen Coe verteilt findest du mehrere Wanderparkplätze. Häufig dienen diese gleichzeitig als Aussichtspunkte, da du von den Wandereinstiegen tolle Blicke auf die umgebende Landschaft hast. So zum Beispiel beim Glen Coe Viewpoint.

Allerdings sind die meisten Parkplätze eher klein und füllen sich rasch. Insbesondere mit dem Campervan gehört also eine Portion Glück dazu, einen passenden Platz zu erwischen. Eine weiteres schönes Panorama auf die Berge hast du vom Three Sisters Viewpoint.

Stellplatztipp Glen Coe: Glencoe Camping and Caravanning Club Site, geräumige Stellplätze mit schöner Aussicht und freundlichen Betreibern.

Restauranttipp Glen Coe: Clachaigh Inn, gemütliches Pub mit schöner Aussicht auf die Berge und hervorragendem Essen. Unsere Empfehlung: Veganes Haggis und der Vegan Burger.

Glennfinnan-Viadukt

50 Kilometer nordwestlich des Glen Coe steht eine weitere bekannte Filmkulisse: das Glenfinnan-Viadukt. In einer weiten Kurve ziehen sich die Steinbögen über den Finnan-Fluss. Je nach Jahreszeit überquert der Dampfzug Jacobite Steam Train bis zu viermal täglich die Brücke. Er war das Vorbild für den Hogwarts Express aus den Harry-Potter-Filmen. Somit ist das Viadukt ein beliebtes Ziel auf vielen Schottland-Roadtrips.

Auch hier füllt sich der Parkplatz daher schnell. Sei also vor allem mit einem größeren Fahrzeug am besten frühzeitig da. So ergatterst du nach einem kurzen Spaziergang auch gute Plätze mit möglichst freiem Blick auf die Gleise.

Unser Tipp: Die aktuellen Abfahrtszeiten des Jacobite Steam Trains findest du auf der offiziellen Homepage. Etwa 30 Minuten nach seiner Abfahrt in Fort William erreicht der Zug das Glenfinnan-Viadukt.

Mallaig

Vom Glenfinnan-Viadukt gelangst du Richtung Westen auf die Panoramastraße Road to the Isles. Auf dem Weg zur schottischen Atlantikküste hast du immer wieder schöne Blicke auf die ersten Meeresarme.

Endpunkt der Straße ist der kleine Fischerort Mallaig. Hier starten die Fähren zu den vorgelagerten Inseln der Inneren Hebriden. Von der langgezogenen Uferpromenade hast du wunderbare Blicke auf den Ort und die Bucht.

Verpflegungstipp Mallaig: The Bakehouse & Crannog, wunderbare Bäckerei mit frischem Brot in vielen Sorten sowie einer großen Auswahl an Snacks, Sandwiches und süßem Gebäck.

Auf dem Rückweg nach Fort William im Osten empfehlen wir dir, der ausgeschilderten Abzweigung über die Küstenstraße B8008 zu folgen. Sie führt dich hinunter zum Meer und vorbei an mehreren Stränden.

Eilean Donan Castle

Durch das schöne Tal Glen Shiel führt dich die Fahrt weiter in Richtung Nordwesten. Ein lohnenswerter Zwischenstopp ist die Burg von Eilean Donan. Das Eilean Donan Castle steht auf einer Insel im verzweigten Fjordsystem Loch Alsh, Loch Long und Loch Duich. Eine Steinbrücke verbindet die Burg mit dem Festland.

Von hier sind es nur noch 15 Kilometer zur Kleinstadt Kyle of Lochalsh. Seit 1996 überspannt dort die Skye Bridge die Meerenge zwischen dem Festland und unserem nächsten Ziel: die Insel Skye.

Isle of Skye

Die Isle of Skye ist ein absolutes Highlight auf einem Roadtrip durch Schottland! Mit ihren wunderbaren Berglandschaften hat uns die größte Insel der Inneren Hebriden sehr beeindruckt.

Empfehlenswert ist aus unserer Sicht eine Fahrt über den Trotternish Peninsula Loop. Diese Panoramastraße führt dich rund um Skyes Nordspitze mit mehreren sehenswerten Stationen.

The Quiraing

Besonders gut gefallen hat uns die Wanderung durch den Gebirgszug The Quiraing im Norden der Halbinsel. Auf den gut sieben Kilometern ergeben sich hinter jeder Kurve neue atemberaubende Panoramen, an denen wir uns kaum sattsehen konnten.

Old Man of Storr

Zu den bekanntesten Gebirgsformationen auf Skye gehört die Felsnadel Old Man of Storr im Osten der Trotternish-Halbinsel. Ein fünf Kilometer langer Wanderweg bringt dich direkt am Felsmassiv vorbei zu einem Aussichtspunkt mit fantastischem Panorama.

Ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der nördlichen Isle of Skye ist die kleine Inselhauptstadt Portree. Hier gibt es einen Campingplatz, mehrere Supermärkte, Lokale und eine Tankstelle.

Stellplatztipps Isle of Skye:

  • Portree Campsite, nahe dem Zentrum von Portree gelegen mit guter Aussicht auf das Umland
  • Glenbrittle Campsite & Cafe, schöner Campingplatz direkt am Meer im Südwesten der Insel. Im platzeigenen Café bekommst du guten Kaffee und frische Backwaren.

Ullapool

Die Hafenstadt Ullapool liegt gut 140 Kilometer nördlich der Isle of Skye. Wir empfehlen dir jedoch, statt dem schnellsten Weg lieber die etwas längere Route durch das landschaftlich lohnenswerte Tal Glen Torridon zu wählen.

Ullapool selbst liegt abseits der touristischen Hauptrouten Schottlands. Entsprechend geht es hier noch etwas gemächlicher zu als im Süden des Landes. Die Stadt selbst ist klein und schnell erkundet. Allerdings ist sie ein guter Zwischenstopp auf dem Weg in die umliegenden Berge.

Restauranttipp Ullapool: Seafood Shack, aus einem kleinen Holzstand heraus werden täglich wechselnde, köstliche Gerichte mit fangfrischem Fisch verkauft. Alle Produkte werden lokal und nachhaltig bezogen.

Stac Pollaidh

Der nördlichste Punkt unserer Rundreise durch Schottland ist der 30 Minuten außerhalb von Ullapool gelegene Berg Stac Pollaidh. Die Wanderung auf seinen Gipfel ist mit knapp 4,5 Kilometern zwar nicht sehr weit, allerdings geht es sehr konstant 440 Höhenmeter hinauf. Im letzten Drittel über steile in den Fels gehauene Stufen. Entschädigt wirst du schon während des Aufstiegs mit tollen Blicken über die umliegenden Moorlandschaften.

Absolut spektakulär wird es dann auf dem Grat unterhalb des Gipfels. Von dort hast du ein 360-Grad-Rundumpanorama über die benachbarten Berge und bis zum Meer. Wenn du möchtest, kannst du auch noch das letzte Stück über die Felsen auf den Gipfel hinaufklettern. Insgesamt eine klar empfehlenswerte Tour!

Stellplatztipp Stac Pollaidh: Stac Pollaidh Car Park. Der kleine Wanderparkplatz direkt beim Stac Pollaidh hat keine Einschränkungen betreffend Parken. Du kannst hier also kostenfrei über Nacht stehen bleiben. Am späten Nachmittag leert sich der Platz und ab dem Abend hatten wir ihn bis zum nächsten Morgen komplett für uns. Teilen mussten wir ihn nur mit einem Hirsch, der von unserem Van unbeeindruckt das frische Gras am Parkplatzrand verspeiste.

Loch Ness

120 Kilometer südlich des Stac Pollaidh liegt der langezogene Loch Ness. Er ist nach Loch Lomond Schottlands zweitgrößter See. Seine Bekanntheit verdankt er dem sagenumwobenen Ungeheuer von Loch Ness. Trotz zahlreicher Bemühungen gelang es bis heute nicht, die Existenz eines solchen Wesens oder den Ursprung der angeblichen Sichtungen nachzuweisen. Der Tourismus in der Region profitiert jedenfalls ungemein vom Mythos um „Nessie“. Uns hat der See im Vergleich zu vielen anderen im Land allerdings nicht so sehr beeindruckt.

Inverness

Inverness ist die Hauptstadt der Region Highlands und liegt zehn Kilometer nördlich von Loch Ness an der Mündung des gleichnamigen Flusses Ness in den Meeresarm Moray Firth. In Ermangelung von Campervan-tauglichen Parkplätzen im Zentrum haben wir uns die kompakte Innenstadt nur im Rahmen einer kurzen Rundfahrt angesehen. Die rote Sandsteinburg Inverness Castle ist ohnehin wegen Restaurierungsarbeiten bis mindestens 2025 geschlossen.

Wenn du dich für die schottische Geschichte interessierst, findest du optional 10 Kilometer östlich von Inverness die Gedenkstätte des Schlachtfelds von Culloden. Hier wurden 1746 die letzten aufständischen Schotten, auch Jakobiten genannt, von den britischen Regierungstruppen vernichtend geschlagen. Infolgedessen musste die schottische Königsfamilie Stuart ihre Ambitionen auf den Thron endgültig aufgeben.

Stellplatztipp Inverness: Ardtower Caravan Park Nur ein paar Minuten außerhalb von Inverness im Grünen gelegener Campinplatz, Stellplätze teilweise mit Blick bis zum Meer. Gute hausgemachte Pizza im eigenen Lokal.

Cairngorms National Park

Eine halbe Stunde südöstlich von Inverness beginnt der Cairngorms National Park. Er ist der größte Nationalpark im Vereinigten Königreich und ein beliebtes Ausflugsziel. Bei der Kleinstadt Grantown-on-Spey zweigt die Panoramastraße Snow Roads Scenic Route ab und führt dich einmal quer durch den Nationalpark. Sie bietet dir wunderbare Panoramen von mehreren Aussichtspunkten.

Stellplatztipp Cairngorms National Park: Braemar Caravan Park. Gemütlicher Campingplatz nahe der Stadt Braemar.

Balmoral Castle

Inmitten des Cairngorms National Park liegt Schloss Balmoral Nahe der Stadt Ballater. Balmoral wurde in den 1850er-Jahren von der damaligen Königin Victoria erworben. Bis heute ist das Schloss im Privatbesitz der britischen Königsfamilie und wird nach wie vor als Sommerresidenz genutzt.

Wenn die Royals nicht in Balmoral Castle weilen, sind der weitläufige Schlosspark und der Ballsaal des Schlosses für Besichtigungen geöffnet. Stand Mai 2024 werden einige Teile der Gartenanlagen neu gestaltet, da König Charles eigene Ideen umsetzen lässt.

Von Balmoral Castle setzen wir unsere Fahrt durch den Cairngorms National Park über eine schöne Passstraße Richtung Süden ins gut 90 Kilometer entfernte Perth fort.

Perth

Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt Perth liegt der Scone Palace. Scone war seit dem 8. Jahrhundert das Machtzentrum des keltischen Piktenreichs sowie des frühmittelalterlichen Nachfolgekönigreichs Alba. Bis ins 17. Jahrhundert wurden die schottischen Königinnen und Könige in Scone gekrönt. Unter diesem Einfluss gewann Perth zunehmend an Bedeutung und war lange Zeit die faktische Hauptstadt Schottlands. Einen guten Blick auf die Altstadt von Perth hast du von der Brücke Smeaton’s Bridge.

Unser Tipp: Parkplätze nahe der Smeaton’s Bridge findest du entlang der Hauptstraße A85. Die ersten 15 Minuten sind kostenfrei (Ticket lösen nicht vergessen).

Das schottische Perth war zudem Namensgeber für die gleichnamigen Städte in Kanada und Westaustralien. Mehr über das australische Perth erfährst du in unserem Blogartikel Roadtrip durch Westaustralien: Unsere Route für 3 Wochen.

Stirling

Im Gegensatz zu Perth war das 60 Kilometer südwestlich gelegene Stirling tatsächlich einmal offizielle Hauptstadt Schottlands. Die mittelalterliche Altstadt ist bis heute gut erhalten und das Schloss Stirling Castle thront nach wie vor auf einem Hügel über der Stadt.

Stellplatztipp Stirling: Witches Craig Caravan & Camping Park. Landschaftlich schön gelegener Campingplatz etwas außerhalb von Stirling. Voll ausgestattet mit Dump Station für Grauwasser und Campingtoilette. Eignet sich somit gut zur Vorbereitung deines Campervans auf die Rückgabe.

Von Stirling sind es schließlich nur noch 65 Kilometer zurück nach Edinburgh, wo unser wunderbarer Schottland-Roadtrip zu Ende geht.

Fazit

1.808 Kilometer haben wir auf unserem Roadtrip durch Schottland in 14 Tagen insgesamt zurückgelegt. Der Campervan war für uns genau die richtige Variante, das Land zu entdecken. Schottland bietet einen guten Mix aus spannenden Städten und wunderbaren Landschaften. Sehr positiv überrascht hat uns zudem das hervorragende kulinarische Angebot auch in entlegeneren Ecken.

Auch abseits von Schottland sind die britischen Inseln eine Reise wert. Mehr dazu liest du in unseren folgenden Artikeln:

Reiseführer Schottland

Reiseinfos Vereinigtes Königreich

Sprache
Englisch. Regional verschiedene keltische Sprachen wie Kornisch, Schottisch-Gälisch oder Walisisch

Zeitzone
MEZ-1, UTC+0, Sommerzeit von März bis Oktober. 1 Stunde Zeitunterschied zu Deutschland/Österreich/Schweiz.

Währung
Pfund Sterling (GBP), 1 GBP = 100 Pence. Kreditkartenzahlung ist weit verbreitet und fast überall möglich.

Roadtrip-Info
Linksverkehr. Hauptstraßen sind meist gut ausgebaut, Nebenstraßen oft schmal.

Geschwindigkeitsangaben sind stets in Meilen pro Stunde (mph). Sofern nicht anders ausgeschildert, gilt innerorts ein Tempolimit von 30 mph (48 km/h), außerorts und auf einspurigen Schnellstraßen 60 mph (96 km/h), auf zweispurigen Schnellstraßen und Autobahnen 70 mph (112 km/h).

Der europäische Scheckkartenführerschein wird anerkannt und ist ausreichend.

Strom/Adapter
230 V/50 Hz, Steckeradapter Typ G * erforderlich. Wir benutzen diesen Universal-Adapter *, der für die meisten Länder passt.

Trinkgeld im Vereinigten Königreich
Im Vereinigten Königreich ist in Restaurants auf der Rechnung häufig bereits eine optionale Service Charge von 10-12% inkludiert. In diesem Fall wird kein zusätzliches Trinkgeld erwartet. Wird keine Service Charge berechnet, sind je nach Zufriedenheit etwa 10% Trinkgeld angemessen.


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