Bonbini! So heißt Aruba seine Gäste in der Kreolsprache Papiamento willkommen, einem Mix aus portugiesischen, spanischen, holländischen, englischen, afrikanischen und indischen Wörtern. Aruba ist die westlichste und kleinste der ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao). Als autonomes Land im Königreich der Niederlande hat es eine eigene Regierung, Währung und Verfassung. Unabhängig davon, ob du einen Tag auf Aruba oder einen längeren Urlaub dort verbringst: Das Eiland steht für pure Lebensfreude, weshalb es den Beinamen „Una isla feliz/One Happy Island“ führt.

Die Bewohner Arubas sind stolz auf die schöne Natur der nur 30 Kilometer langen und neun Kilometer breiten Insel und ihre vielfältige Kultur, die sich in 90 Nationen begründet. Kurz vor der venezolanischen Küste südlich des Hurrikan-Gürtels gelegen, wird Aruba nur sehr selten von tropischen Wirbelstürmen getroffen. Das Inselparadies ist daher mit einer durchschnittlichen Temperatur von rund 27 Grad Celsius sowie beständigem, sonnigem, trockenem Wetter ein optimales Reiseziel für das ganze Jahr.

Während unserer Karibikkreuzfahrt haben wir einen Tag auf Aruba verbracht und mit einer organisierten Jeeptour die Highlights im Norden der Karibikinsel erkundet. In diesem Beitrag berichten wir von den Eindrücken unseres Kurzbesuchs auf Aruba.

Ungewöhnliche Felsformationen

Zwanzig Fahrminuten von der Inselhauptstadt Oranjestad entfernt, liegen die Ayo Rocks in der ansonsten sehr flachen Landschaft Arubas. Die von Kakteen und Gestrüpp gesäumten Felsformationen wurden von den friedliebenden Arawak-Indianern als heilig angesehen und dienten ihnen als Versteck vor den spanischen Eroberern. Leider haben die Kolonialherren sie dennoch versklavt und grausam ausgerottet. Heute lädt ein Rundweg dazu ein, die riesigen Felsbrocken näher zu erkunden. Eine weitere Felsformation, die nahe gelegenen Casibari-Felsen, haben wir auf unserem Ausflug nicht besichtigt.

Ayo Rocks, Aruba
Die Ayo Rocks, eine ungewöhnliche Felsformation im Landesinneren von Aruba

Imposante Felsenküste

Am Meer erwartet uns ein spektakulärer Blick auf die schroffe Felsenküste. Die karge, trockene Landschaft Arubas offenbart sich hier besonders deutlich, während die Wellen mit voller Wucht gegen die Felsen schlagen.

Felsenküste Aruba
Die schroffe Felsenküste im Norden Arubas

An der Nordküste liegt auch die steinerne Ruine der Bushiribana-Goldmine aus dem 19. Jahrhundert. 1918 fand der Goldrausch auf Aruba sein Ende. Der heutige Wohlstand der Karibikinsel begründet sich auf Öl, dem schwarzen Gold, und dem Tourismus. Auf dieser wirtschaftlichen Grundlage bietet Aruba einen der höchsten Lebensstandards auf den Westindischen Inseln.

Bushiribana-Goldmine, Aruba
Blick aus dem Inneren der Ruine der Bushiribana-Goldmine auf die Nordküste Arubas

Etwa drei Kilometer entfernt besuchen wir an der Felsenküste zwischen der Bushiribana-Goldmine und dem Andicuri Beach eine weitere Ruine. Hierbei handelt es sich um die Überreste der im Jahre 2005 eingestürzten Natural Bridge. Einstmals war sie mit einer Länge von 30 Metern und einer Höhe von 7,6 Metern als eine der größten, natürlich entstandenen Brücken der Welt bekannt. Der Korallenkalkstein hat nach der jahrhundertelangen Auswaschung durch die Meeresbrandung schließlich nicht mehr standgehalten. Nichtsdestotrotz zählt die Natural Bridge, zusammen mit der angrenzenden und noch intakten Baby Bridge, weiterhin als Wahrzeichen Arubas.

Natural Bridge, Baby Bridge, Aruba
Die Natural Bridge ist 2005 eingestürzt, die Baby Bridge kann weiterhin besichtigt werden.

Vorbei an der Alto-Vista-Pilgerkapelle gelangen wir zum California-Leuchtturm, der den Namen eines vor der Küste Arubas versunkenen Schiffs trägt. Von diesem Aussichtspunkt aus haben wir einen schönen Ausblick auf die Umgebung.

California-Lighthouse, Aruba
Der California-Leuchturm an der nördlichen Spitze Arubas

Paradiesische Traumstrände

Wir verabschieden uns von der einsamen Felsenküste und folgen der Küstenlinie zurück in Richtung Oranjestad. Aus dem Jeep heraus sehen wir zahlreiche, amerikanisch anmutende Hotelkomplexe und durch die Bäume schimmernde, leuchtend weiße Strandabschnitte. Schließlich halten wir zum Baden am weltberühmten Eagle Beach. Dort staunen wir über den wohl weißesten Sand der Karibik vor der Kulisse des wunderbar klaren, türkisfarbenen Meers in der strahlenden Sonne.

Eagle Beach, Aruba
Der weltberühmte Eagle Beach mit dem wohl weißesten Sand der Karibik

Alternativ zur Teilnahme an einer geführten Tour kannst du auf Aruba auch hervorragend auf eigene Faust zu den wunderschönen Sandstränden gelangen. Der Eagle Beach und der Palm Beach sind vom Kreuzfahrtterminal in Oranjestad aus mit dem Bus (Arubus Linie 10, 4 USD retour p. P.) oder mit dem Taxi (Eagle Beach 9 USD, Palm Beach 10 USD je Strecke) in zehn Minuten zu erreichen.

Eagle Beach, Aruba
Der Eagle Beach ist der breiteste Strand Arubas.

Quirlige Hauptstadt

Im Anschluss an unseren Ausflug in den Norden Arubas unternehmen wir noch einen einstündigen Rundgang durch das 1790 gegründete Oranjestad. Direkt vom Kreuzfahrtterminal aus fährt alle 25 Minuten von 10 bis 17 Uhr eine kostenlose Touristentram. Damit lässt sich das Zentrum mit den bunt gestrichenen Kaufmannshäusern im niederländischen Kolonialstil bequem entdecken.

Touristentram, Streetcar, Oranjestad, Aruba
Seit 2013 verbindet die Tram das Kreuzfahrtterminal mit dem Zentrum Oranjestads.

In der Main Street und ihren Seitenstraßen warten zahlreiche Geschäfte und Einkaufszentren, die internationale Luxus-Marken, Schmuck und Souvenirs zu attraktiven Preisen anbieten, auf kauffreudige Besucher.

Shopping, Oranjestad, Aruba
Shopping-Paradies Oranjestad

Insgesamt erinnert uns die Atmosphäre in Oranjestad an eine Kombination aus Shopping-Outlet und Freizeitpark mit Palmen. Insbesondere die Royal Plaza Mall im L.G. Smith Boulevard ist ein besonderes Beispiel für die außergewöhnliche Architektur in der kleinen Stadt.

Royal Plaza Mall, Oranjestad, Aruba -Ein Tag auf Aruba: Die Highlights im Norden der Karibikinsel
Die Royal Plaza Mall ist das architektonische Highlight in Oranjestad.

Der Wilhelmina-Park eignet sich für eine kurze Pause abseits der quirligen Geschäftsstraßen. Der gepflegte Park ist Königin Wilhelmina gewidmet, die das Königreich der Niederlande von 1898 bis 1948 regierte.

Wilhelmina-Park, Oranjestad, Aruba
Denkmal für die niederländische Königin Wilhelmina

Neben einer schönen Aussicht auf das Meer sind im Park zahlreiche Leguane zu sehen, die entspannt in der Sonne baden.

Leguane, Wilhelmina-Park, Oranjestad, Aruba
Die Leguane genießen die Sonne im Wilhelmina-Park.

Auf unserem weiteren Weg durch die Stadt begegnen uns immer wieder Vertreter dieser Gattung in verschiedenen Größen.

Leguan, Oranjestad, Aruba
Ein Leguan sucht sich einen gemütlichen Platz mitten in Oranjestad.

Vom L.G. Smith Boulevard aus haben wir einen schönen Blick auf die 1796 gebaute Befestigungsanlage Fort Zoutman. Im Fort befinden sich mehrere Museen.

Fort Zoutman, Oranjestad, Aruba
Der Turm des Fort Zoutman wurde früher als Leuchtturm genutzt.

Kurz bevor wir wieder beim Kreuzfahrtterminal ankommen, sehen wir noch eine karibische Interpretation der Weihnachtskrippe. Weihnachten ist auch in der Karibik ein sehr wichtiges religiöses Fest. Bei den sommerlichen Temperaturen und dem sonnigen Wetter lässt es sich auf Aruba besonders gut feiern.

Weihnachtsdekoration, Oranjestad, Aruba
Weihnachtsdekoration auf karibisch

Fazit

An einem Tag auf Aruba kannst du bei einem Ausflug die Highlights im Norden der Karibikinsel entdecken. Ungewöhnliche Felsformationen, die imposante Felsenküste, paradiesische Traumstrände und die quirlige Hauptstadt Oranjestad geben einen schönen Eindruck von der Westindischen Insel. Aruba kannst du mit einer geführten oder individuellen Tour direkt vom Kreuzfahrtterminal aus komfortabel erkunden. Unsere persönlichen Höhepunkte waren der Aufenthalt am Eagle Beach mit seinem puderzuckerweißen Sand und die originelle Fahrt mit der kostenlosen Tram durch Oranjestad. Den Süden des Eilands konnten wir zeitbedingt nicht besuchen. Weiterführende Informationen über die Insel und ihre Sehenswürdigkeiten findest du auf www.aruba.com.

Panorama, Oranjestad, Aruba
Panoramablick über Oranjestad

Weitere Beiträge über unsere Aktivitäten auf den karibischen Inseln Barbados, St. Lucia, Guadeloupe, Antigua, Dominikanische Republik, Curaçao, Bonaire, Grenada und St. Vincent verlinken wir hier nach und nach. Einen Gesamtüberblick über unsere Karibikreise findest du in unserem Artikel Zwei Wochen Karibikkreuzfahrt: Sonne, Strand und schöne Inseln.

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